Proxmox, Open-E

Proxmox VE und Open-E: Speicher-Plugins sollen Kosten um ein Fünftel senken

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 23:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Offene Speicherlösungen, autonome Datensicherung und additive Fertigung senken Kosten und schaffen mehr Unabhängigkeit.

Open-E, Bacula und 3D-Druck: Technik effizienter nutzen
Ein moderner, aufgeräumter Serverraum mit dunklen Metall-Serverracks und blinkenden Statusleuchten in einer minimalistischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die gezielte Optimierung technischer Ressourcen gewinnt sowohl in Rechenzentren als auch in der Fertigung zunehmend an Bedeutung. Um Kosten zu senken und die Abhängigkeit von externen Anbietern sowie proprietären Systemen zu verringern, setzen immer mehr Anwender auf frei zugängliche Softwarelösungen und flexible 3D-Drucktechnologien. Aktuelle Entwicklungen zeigen, wie sich digitale Infrastrukturen und physische Werkzeuge effizienter gestalten lassen.

Effizienter Speicherbetrieb durch offene Schnittstellen und Datenhoheit

Im Bereich der Datenspeicherung ermöglichen quelloffene Architekturen erhebliche Kostenvorteile. Das Unternehmen Open-E integriert seinen ZFS-basierten Speicher JovianDSS über Plugins in die Virtualisierungsumgebung Proxmox VE, wie aus einem Bericht vom 5. Oktober 2026 hervorgeht. Die kostenlos auf GitHub bereitgestellten Plugins liegen als Varianten für iSCSI und NFS vor.

Während die iSCSI-Anbindung automatisiertes Multipathing, eine zentrale Target-Verwaltung und separate Volumes pro virtueller Maschine oder Container bietet, arbeitet das NFS-Plugin direkt auf ZFS-Datasets ohne zusätzlichen QCOW2-Overhead. Über eine Architektur mit zwei Cluster-Knoten und einem dritten, regulären Standard-Server für Quorum und Backups lässt sich der Lizenzbedarf reduzieren.

Nach Angaben von Open-E können Betreiber dadurch bis zu einem Fünftel der Gesamtkosten einsparen. Details dazu vermittelt das Unternehmen am 18. November 2026 in einem Webinar zwischen 10:30 und 11:30 Uhr.

Gleichzeitig wächst der Bedarf an vollständiger Autonomie bei der Datensicherung. Wie am 6. Oktober 2026 berichtet wurde, kündigte Bacula Systems im schweizerischen Yverdon-les-Bains das Paket Bacula Sovereign Recovery an.

Anzeige

Wer sich mit dem Thema Datensicherheit befasst, sollte auch die grundlegende Betriebssystem-Ebene kritisch prüfen. Dieses kostenlose Startpaket zeigt, wie Sie mit Ubuntu eine schnelle und virenresistente Alternative zu Windows-Systemen einsetzen. Linux Startpaket inkl. Ubuntu-Vollversion jetzt gratis sichern

Die Lösung zielt auf europäische Organisationen ab und ermöglicht Systemwiederherstellungen gänzlich ohne Internetverbindung, externe Cloud-Dienste oder Unterstützung durch den Hersteller.

Das Konzept stützt sich auf physisch isolierte Wechselmedien wie Bänder, ein versiegeltes Wiederherstellungsset und die Unabhängigkeit von Speicheranbietern. Das zentrale Element bildet ein Testverfahren, bei dem externe Dienste standardmäßig als nicht verfügbar gewertet werden.

Die Co-Geschäftsführer Rob Morrison und Jorge Gea verwiesen in diesem Kontext auf die Einhaltung regulatorischer Anforderungen wie NIS2, DORA und der Datenschutz-Grundverordnung.

Flexible Fertigung von Großbauteilen bis zur individuellen Hardware

Auch in der Fertigungstechnik hilft der Trend zu offenen Bauplänen und additiven Verfahren, Ressourcen gezielter einzusetzen. Herrmann Additive setzt laut einem Bericht vom 5. Oktober 2026 bei großformatigen Bauteilen auf das Granulat-Extrusionsverfahren VFGF.

Der Betrieb nutzt derzeit vier Anlagen des Typs Queen-1, während sich eine fünfte im Zulauf befindet. Die Systeme arbeiten mit variablen Düsen von 1,5 Millimetern im Detailmodus sowie 3 Millimetern im Turbomodus bei einer maximalen Verfahrensgeschwindigkeit von 500 Millimetern pro Sekunde und einem Materialdurchsatz von 150 bis 2.000 Gramm pro Stunde.

Anzeige

Der Einsatz von Open-Source-Lösungen spart nicht nur in der Industrie, sondern auch am Arbeitsplatz massiv Lizenzkosten ein. Entdecken Sie im kostenlosen Startpaket, wie Sie eine vollwertige Office-Alternative ohne teure Abogebühren professionell nutzen. Kostenloses Office-Startpaket hier herunterladen

Durch den Einsatz günstiger Spritzguss-Kunststoffgranulate anstelle von Polymer-Filamenten halbiert das Unternehmen nach eigenen Angaben die Kosten und die Fertigungszeit gegenüber werkzeuggebundenen Verfahren. Der Verzicht auf Werkzeugkosten macht die Produktion ab Losgröße 1 wirtschaftlich.

Im Hardware-Bereich verbindet der kanadische Hersteller Ploopy offene Software mit additiver Fertigung. Bei der kompakten Trackpoint-Maus Ploopy Bean lässt sich das Gehäuse vollständig nachdrucken, da sämtliche Pläne frei auf GitHub zur Verfügung stehen.

Das Gerät nutzt D2LS-21-Schalter von Omron und einen beweglichen Trackpoint mit Magnet und Sensorchip. Ein am 5. Oktober 2026 veröffentlichter Test von Tobias Költzsch hob hervor, dass sich der Stift im Gegensatz zu festen Industriestandards in alle Richtungen verschieben lässt.

Dass additive Verfahren auch im privaten Umfeld Arbeitsabläufe vereinfachen, belegte ein am 5. Oktober 2026 dokumentiertes Do-it-yourself-Projekt für ein 96 Zentimeter breites Garderobenpaneel aus 74 Millimeter breiten Holzbrettern.

Die Materialkosten beliefen sich auf rund 30 Euro für Holz, circa 28 Euro für 20 Kleiderhaken, von denen 16 montiert wurden, sowie 10 Euro für Vlies zuzüglich Verbindungsmitteln und Druckmaterial.

Der Einsatz individuell gedruckter Schablonen und Abstandshalter reduzierte die gesamte Arbeitszeit inklusive Konstruktion auf rund 12 Stunden, was den Verfasser dazu veranlasste, künftige Montagearbeiten verstärkt mit gedruckten Hilfsmitteln umzusetzen.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70246127 |