PSSR, Sony

PSSR 2.0: Sony senkt KI-Trainingszeit von 4 Monaten auf 1 Woche

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 21:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sony präsentiert auf der SIGGRAPH 2026 die zweite Generation seiner Upscaling-Technologie PSSR mit neuartiger Netzarchitektur und drastisch reduzierter Trainingszeit.
Eine moderne Spielkonsole auf einem Labortisch vor unscharfen Monitoren mit komplexen technischen Visualisierungen. Illustration mit AI erstellt.

Sony hat auf der SIGGRAPH 2026 die zweite Generation seiner Upscaling-Technologie PSSR vorgestellt. Der neue Algorithmus setzt auf eine grundlegend andere Architektur und verspricht deutliche Effizienzgewinne.

Architekturwechsel: Schluss mit dem Color-Predicting

Der wichtigste technische Sprung: PSSR 2.0 verlässt das bisherige Color-Predicting Network (CPN) und setzt stattdessen auf ein Kernel-Predicting Network (KPN). Das Ziel: die KI-Arbeitslast während des Spielbetriebs deutlich senken.

Konkret übernimmt das neuronale Netz künftig nur noch spezifische Aufgaben wie die Kantenerkennung. Die rechenintensiven HDR-Blending-Berechnungen verlagert Sony auf die Compute Units der GPU. Die Verarbeitung erfolgt dabei auf Basis von 540p oder darunter – ein bewusster Verzicht auf Transformer-Elemente im Netz, der die Spezialisierung des Algorithmus unterstreicht.

Trainingszeit: Von 4 Monaten auf unter 1 Woche

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Auch in der Entwicklung macht der neue Ansatz einen gewaltigen Sprung. Die Trainingszeit für die KI-Modelle sank von 4 GPU-Monaten auf unter 1 GPU-Woche. Das erlaubt es Sony, den Algorithmus deutlich schneller an neue Anforderungen anzupassen und Bildqualität sowie zeitliche Stabilität kontinuierlich zu verbessern.

Projekt Amethyst: AMDs Fingerabdruck

Die Technologie entstand im Rahmen von Projekt Amethyst, einer Kooperation mit Chip-Hersteller AMD. Mark Cerny bestätigte die Zusammenarbeit und betonte, dass PSSR 2.0 einen grundlegend anderen Ansatz verfolge als bisherige Lösungen.

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Erster Titel: Resident Evil Requiem

Die praktische Anwendung steht unmittelbar bevor. Resident Evil Requiem wird als erster Titel PSSR 2.0 unterstützen. Parallel dazu bereitet Sony die Systemumgebung vor: Ein aktuelles Firmware-Update ergänzt die Konsole um den Schalter „Enhance PSSR Image Quality“, mit dem Nutzer die Bildverbesserung manuell steuern können.

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