Psychische, Belastung

Psychische Belastung bei Kindern steigt: Jeder Vierte betroffen

17.05.2026 - 14:11:55 | boerse-global.de

Das Deutsche Schulbarometer 2026 meldet einen Anstieg psychischer Belastungen bei Kindern auf 25 Prozent. Kliniken und Krankenkassen reagieren mit neuen Hilfsangeboten.

Psychische Belastung bei Kindern steigt: Jeder Vierte betroffen - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Psychische Belastung bei Kindern steigt: Jeder Vierte betroffen - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Das Deutsche Schulbarometer 2026 zeigt eine alarmierende Entwicklung: 25 Prozent der Schulkinder fühlen sich psychisch belastet. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Der Druck auf das Gesundheitssystem wächst – doch gleichzeitig entstehen neue Hilfsangebote.

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Kliniken bauen psychische Fachdienste aus

Das Hanusch-Krankenhaus der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) reagiert auf die steigende Nachfrage. Unter der Leitung von Oberarzt Dr. Martin Kratochwil betreibt die Klinik einen dedizierten Fachdienst für psychische Gesundheit. Die Schwerpunkte: Psychoonkologie, Depressionen und Angststörungen. Die ambulante Versorgung läuft in einem eigenen Pavillon mit festen Sprechzeiten.

Auch international wachsen die Kapater. Das Liv Hospital in der Türkei bietet individualisierte Therapien für Schizophrenie, bipolare Störungen, PTBS und Suchterkrankungen. Die Behandlung kombiniert Medikamente mit Psychotherapie.

Krankenkassen fördern Stressbewältigung

Die BARMER stellte Mitte Mai 2026 neue Strategien zur Stressbewältigung vor. Themen: Resilienz, Selbstzweifel und digitaler Medienkonsum. Die Kasse unterstützt Versicherte mit bis zu 200 Euro jährlich für zertifizierte Gesundheitskurse. Dazu kommen spezifische Online-Trainings zur Stressreduktion.

Die Telefonseelsorge bleibt eine zentrale Anlaufstelle für akute Krisen. Im Rahmen der Mental Health Awareness Week wies die Organisation auf ihre rund um die Uhr verfügbaren, kostenlosen Beratungsangebote hin – per Telefon, Chat oder E-Mail.

Forschung: Dampfablassen ist kontraproduktiv

Eine Metaanalyse von Forscher Bushman aus dem Jahr 2024 liefert klare Erkenntnisse zum Umgang mit Wut. Die Studie mit über 10.000 Teilnehmern belegt: Boxen oder Schreien verlängert den Erregungszustand eher. Besser wirken Strategien zur Beruhigung des Nervensystems.

Dazu zählen tiefes Atmen, Meditation, Yoga und progressive Muskelentspannung. Überraschend: Joggen schnitt bei der unmittelbaren Wutbewältigung schlechter ab als Nichtstun. Körperliche Anstrengung hält die physiologische Erregung zunächst aufrecht.

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Die Psychotherapeutin Franca Cerutti empfiehlt bewusste Pausen und gezielte Atemtechniken. Konkrete Methoden wie die 4-6-Atmung oder die 4-7-8-Methode sollen das vegetative Nervensystem harmonisieren. Bei Letzterer wird vier Sekunden eingeatmet, sieben Sekunden gehalten und acht Sekunden ausgeatmet.

Therapeutin Maren Lammers rät zudem zum Führen von Gefühlsprotokollen. Patienten notieren ein- bis zweimal täglich die Intensität ihrer Gefühle auf einer Skala von eins bis fünf – sowie die beteiligten Körperregionen.

Prävention beginnt im Elternhaus

Die Psychologin Dr. Shahrzad Jalali identifiziert problematische Erziehungsmuster: bedingte Liebe, Nichtanerkennung von Gefühlen, Parentifizierung und das Lösen aller Probleme durch die Eltern. Stabile Bezugspersonen seien entscheidend für die Entwicklung von Widerstandskraft.

Die Stadt Krefeld beteiligt sich 2026 erneut am „Youth Euregional Scan“ (YES). Die euroregionale Studie untersucht die psychische und physische Verfassung von Jugendlichen. Bereits 2023 zeigten Daten von 1.700 Teilnehmern: Über ein Drittel berichtete von psychischen Problemen – Mädchen häufiger als Jungen.

Die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG) veranstaltet am 19. Mai 2026 ein Informationsformat für Fachkräfte. Thema: Programme wie die „AUStauschZEITEN“ für Familien mit chronisch kranken Kindern.

Wellness trifft Medizin

Das aktuelle Ranking der besten Kneippanlagen in Deutschland sieht Bad Orb auf Platz eins, gefolgt von Pappenheim und Schwiesau. Naturnahe Erholungsangebote werden zunehmend als Teil einer ganzheitlichen Gesundheitsstrategie verstanden.

Die Volkshochschule Roth bietet ab Mai 2026 ein Programm mit 25 Kursen – von Qi Gong über Klangschalen-Entspannung bis Wald-Gesundheitstraining. Das YogaZentrum Travemünde verzeichnet steigendes Interesse an zertifizierten Präventionskursen, die Krankenkassen bezuschussen.

Kritischer Blick auf soziale Medien

Unter dem Hashtag #SchizoTok kursieren auf TikTok vermehrt Videos, die Menschen in mentalen Ausnahmezuständen zeigen. Experten warnen vor unreflektierten Darstellungen komplexer psychischer Störungen. Die Gefahr: Stigmatisierung und Fehlinformationen.

VersorgungslĂĽcke bleibt Herausforderung

Am 19. Mai 2026 finden in St. Gallen öffentliche Informationsveranstaltungen zum Thema chronischer Schmerz statt. Mediziner wie Dr. Berendes und Dr. Elbs referieren über aktuelle Behandlungsansätze – ein Beispiel für die nötige interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Schmerztherapie und Psychologie.

Die große Herausforderung: die Lücke zwischen hohem Bedarf, besonders bei Jugendlichen, und verfügbaren Therapieplätzen schließen. Fachleute fordern eine stärkere Vernetzung von kommunalen Hilfsangeboten und klinischer Regelversorgung. Die Förderung von Selbsthilfetechniken gilt als notwendige Ergänzung – kann professionelle Behandlungen bei akuten Krisen aber nicht ersetzen.

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