Psychische Erkrankungen: Erstmals häufigster Grund für Krankschreibungen
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 10:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Psychische Erkrankungen sind in Hessen erstmals der häufigste Grund für Krankschreibungen. Der Zuwachs liegt bei zwölf Prozent im ersten Halbjahr 2026, wie die DAK meldet. Gleichzeitig warten Betroffene im Schnitt sechs Monate auf einen Therapieplatz.
Wartezimmer-Problematik verschärft sich
Drohen die geplanten Honorarkürzungen und Budgetdeckelungen der Bundesregierung, könnten die Wartezeiten auf bis zu 15 Monate steigen. Zwei Drittel der Therapeuten erwägen laut Berichten deshalb, ihre Praxen zu schließen. Besonders betroffen sind junge Menschen: Rund 25 Prozent der Schüler fühlen sich psychisch belastet.
In Köln schafft das Projekt „Proberaum worX“ in der Hamburger Straße Abhilfe. Es richtet sich an unter 25-Jährige mit Jobcenter-Bezug und bietet Tagesstruktur sowie Alltagshilfen. Ein direkter Zugang zu Psychotherapeuten der Alexianer ist integriert.
Ehrenamtliche Treffpunkte gegen Vereinsamung
Niedrigschwellige Angebote gewinnen an Bedeutung. Die Anlaufstelle SoulSpace in Wuppertal bietet wöchentliche Sprechzeiten für Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren. Getragen wird das Angebot vor allem von Ehrenamtlichen – der Bedarf wächst stetig.
Psychische Erkrankungen sind in Hessen erstmals der häufigste Grund für Krankschreibungen – mit zwölf Prozent Zuwachs im ersten Halbjahr. Für HR-Verantwortliche heißt das: Handeln, bevor die Belastung weiter steigt. Dieser Report liefert die wichtigsten Strategie-Hebel für betriebliche Gesundheitsförderung, schnelle Unterstützungsangebote und Präventionskurse. Jetzt kostenlosen Report anfordern
In Darmstadt setzt die Caritas auf regelmäßige Treffen im Gemeindepsychiatrischen Zentrum. Die monatlichen Zusammenkünfte richten sich gezielt an Menschen mit psychischen Erkrankungen, um soziale Isolation zu verhindern. Ein ähnliches Konzept verfolgt Mödling in Österreich: Ab September entstehen dort sogenannte Grätzltreffs mit über 100.000 Euro Budget. Generationenübergreifende Begegnungsorte sollen Einsamkeit präventiv bekämpfen.
Für intensivere Unterstützung im Alltag öffnete in Hückeswagen eine Wohngruppe im Wohnwerk. Acht psychisch kranke Menschen trainieren dort das selbstständige Leben – in enger Kooperation mit einer psychiatrischen Institutsambulanz.
Neue Kurse für Entspannung und Resilienz
Die Volkshochschulen erweitern ihr Programm zur Stressprävention deutlich. Die VHS Vogelsbergkreis startet Ende August Kurse zur progressiven Muskelentspannung in Alsfeld. In Emsdetten gibt es nach den Sommerferien Yoga, Qigong, Tai Chi und Einführungen ins Stressmanagement.
Wartezeiten auf Therapieplätze könnten auf 15 Monate steigen – und zwei Drittel der Therapeuten erwägen, ihre Praxen zu schließen. Unternehmen, die jetzt in betriebliche Gesundheitsförderung investieren, sichern sich einen Wettbewerbsvorteil. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Ihr Team trotz angespannter Versorgung unterstützen. Leitfaden jetzt sichern
Homberg setzt auf Natur-Resilienz-Training, das Paul-Gerhardt-Haus in Dorsten ergänzt sein Programm ab September um Qigong-Kurse und Angebote zur Schlafverbesserung. Die VHS Braunschweig veranstaltet Anfang August ein IT-Sommerfestival für Frauen – technische Weiterbildung trifft hier auf Vernetzung. In Niedernhall startet im September ein zertifizierter Präventionskurs zur Rückengesundheit, der von Krankenkassen bezuschusst wird.
Auch die regionale Versorgung wächst: In Neunkirchen/Nahe eröffnete eine neue Zweigstelle eines Therapie- und Trainingszentrums mit Physiotherapie und medizinischem Training.
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