Psychotherapie-Ausbildung, Aufnahmetest

Psychotherapie-Ausbildung: Österreich startet einheitlichen Aufnahmetest

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 05:06 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Erstmals bundesweit standardisierte Zulassung für Psychotherapie-Studium in Österreich gestartet. 1.300 Bewerber konkurrieren um 500 Plätze.

Österreich führt einheitlichen Psychotherapie-Aufnahmetest ein
Psychotherapie-Ausbildung - Junge Erwachsene vor einem modernen Universitätsgebäude in Wien, bereit für eine wichtige Aufnahmeprüfung. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Am 6. Juli startete der erste bundesweit einheitliche Aufnahmetest für das Masterstudium Psychotherapie.

1.300 Bewerber für 500 Plätze

Die Zahlen zeigen die enorme Nachfrage: Rund 1.300 Interessenten bewarben sich auf die 500 öffentlichen Studienplätze in Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg. In Innsbruck stellten sich 150 Personen dem Test, in Wien lag die Bewerberzahl sogar mehr als zehnmal so hoch wie die verfügbaren Kapazitäten.

Der dreistündige Test prüfte zu 70 Prozent psychotherapiewissenschaftliches Grundlagenwissen. Weitere Schwerpunkte: verbal-analytisches Verständnis, sozial-emotionale Kompetenzen und das Erfassen englischer Fachtexte.

Barbara Haid, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP), spricht von einem Meilenstein. Das neue Verfahren schaffe bundesweit vergleichbare Qualitätsstandards. Das Studium gliedert sich in Bachelor, Master und eine postgraduale Fachausbildung und startet regulär zum Wintersemester 2026/27.

Hilfe für Studierende in Krisen

Auch deutsche Hochschulen reagieren auf den wachsenden psychologischen Unterstützungsbedarf. Die Universität Regensburg etablierte im Sommersemester 2026 das Programm „Helfen in Seelischer Not" (HSN). In zweistündigen Kursen wurden über 200 Studierende geschult, psychische Krisen bei Mitstudierenden frühzeitig zu erkennen und Hilfe zu vermitteln.

Die Initiative entstand mit lokalen Partnern. Ziel: Barrieren für psychologische Hilfe im Uni-Alltag abbauen.

Zukunftstage locken 600 Schüler

Bei der Studienorientierung setzen Hochschulen auf neue Formate. Die Hochschule Kaiserslautern verzeichnete bei ihren „Zukunftstagen" am Campus Zweibrücken im Juni über 600 Besucher. Vorgestellt wurden unter anderem Wirtschaftspsychologie und Applied Life Sciences.

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In Osnabrück plant die Zentrale Studienberatung eine Veranstaltungsreihe: Am 15. Juli geht es ums Lehramtsstudium, am 21. Juli um MINT-Fächer und am 4. August um Angebote für internationale Studierende.

Wirtschaftspsychologie: Neuer Studiengang an der HTW Saar

Das Studienangebot wächst weiter. Die HTW Saar führt zum Wintersemester 2026/27 einen Bachelor in Wirtschaftspsychologie ein – eine Kombination aus psychologischen Grundlagen und Betriebswirtschaft. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli.

Studierende protestieren gegen Beitragserhöhung

Während das inhaltliche Angebot boomt, kriselt es bei den Rahmenbedingungen. In Osnabrück formiert sich Widerstand gegen eine geplante Erhöhung der Studierendenwerksbeiträge. Die Steigerung: 58 Prozent über zwei Semester, beginnend mit dem Wintersemester 2026/27.

Fachschaften und der AStA kritisierten in einem offenen Brief die Pläne. Sie fordern mehr Transparenz und stärkere Mitbestimmung bei der Preisgestaltung sozialer Dienstleistungen am Campus.

Dortmund: Gesundheitsversorgung am Campus wächst

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Kommunale Unterstützungsstrukturen entwickeln sich parallel weiter. Der Dortmunder Fachdienst Soziale Gesundheitsversorgung blickt auf ein erfolgreiches erstes Jahr am aktuellen Standort zurück. Rund 1.200 Menschen nutzten das Angebot, das neben allgemeinmedizinischer Versorgung auch psychiatrische Behandlungen umfasst.

Die Technische Universität Dortmund investierte zudem 400.000 Euro in die Ertüchtigung von Rettungswegen am Campus Süd – ein Schritt für mehr Sicherheit von Studierenden und Mitarbeitern.

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