Quishing-Angriffe, Behörde

Quishing-Angriffe: Behörde warnt vor manipulierten QR-Codes

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 19:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Cybersicherheitsbehörde warnt vor gefälschten QR-Codes, während Berliner Proben gefährliche Verunreinigungen illegaler Substanzen zeigen.

Quishing-Warnung: Manipulierte QR-Codes führen zu Datendiebstahl
Ein beschädigter QR-Code-Aufkleber auf einem metallischen Parkautomaten bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Cybersicherheitsbehörde hat eine dringende Warnung vor sogenannten Quishing-Angriffen herausgegeben. Bei dieser Form des digitalen Betrugs manipulieren Angreifer gezielt QR-Codes im öffentlichen Raum oder auf offiziellen Dokumenten, um Verbraucher auf präparierte Phishing-Webseiten zu leiten. Das Ziel dieser Kampagnen ist laut Behördenangaben der Diebstahl sensibler Nutzerdaten durch die Täuschung über die Integrität des Scan-Ziels.

Die Mechanik des Quishing-Betrugs

Hinter dem Begriff „Quishing“ verbirgt sich eine Wortneuschöpfung aus QR-Code und Phishing. Die Täter nutzen dabei die weitverbreitete Akzeptanz der quadratischen Pixel-Codes im Alltag aus. Durch das Überkleben von Original-Codes an Parkautomaten, Ladestationen für Elektroautos oder auf offiziellen Bescheiden werden Nutzer auf täuschend echt wirkende Internetseiten umgelenkt.

Dort werden sie zur Eingabe von Zahlungsdaten oder persönlichen Informationen aufgefordert. Da die Manipulation für das bloße Auge oft schwer erkennbar ist, stufen Experten diese Methode als besonders effektiv für großflächige Betrugsversuche ein.

QR-Codes als Werkzeug für illegale Angebote

Die Problematik der missbräuchlichen Verwendung von QR-Codes zeigt sich derzeit nicht nur im Bereich des Datendiebstahls, sondern auch bei der Bewerbung illegaler Dienstleistungen. In Berlin und weiteren Regionen beobachten Ermittler eine Zunahme von physischer Werbung für illegale Substanzen, die stark auf die digitale Weiterleitung setzt.

Drogendealer nutzen vermehrt Visitenkarten, Flyer und QR-Codes in Briefkästen, um für Messengerdienste zu werben, über die der Handel abgewickelt wird. In Berlin wurden in diesem Zusammenhang sogar Päckchen mit Gratisproben von Substanzen wie Kokain, Ecstasy oder Ketamin in privaten Briefkästen aufgefunden.

Die Polizei warne bereits seit Juli 2026 unter dem Schlagwort „Drogen im Briefkasten“ vor diesen Sendungen und den damit verbundenen Risiken. Die Verknüpfung von physischen Werbemitteln mit QR-Codes erleichtere es den Tätern, anonyme Kontaktwege zu potenziellen Kunden aufzubauen.

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Risiken durch verunreinigte Substanzen und mangelnde Kontrolle

Die Gefahr, die von solchen über QR-Codes beworbenen Angeboten ausgeht, wird durch aktuelle Daten unterstrichen. Das Berliner Projekt Drugchecking legte eine Analyse von 5.310 untersuchten Proben vor. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Gefährdungslage für Konsumenten auf: Rund 49 Prozent der analysierten Proben erwiesen sich als auffällig.

Besonders alarmierend seien die Befunde bei Kokain-Proben gewesen. Hier stellten die Experten Verunreinigungen fest, die als lebensgefährlich eingestuft wurden. Die Behörden betonen in diesem Zusammenhang, dass die Werbung per QR-Code eine vermeintliche Professionalität und Sicherheit suggeriere, die in der Realität nicht gegeben sei.

Die Polizei warne daher eindringlich davor, QR-Codes von unbekannten Quellen zu scannen oder auf Angebote einzugehen, die über anonyme Messengerdienste beworben werden.

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Sicherheitsvorkehrungen für Verbraucher

Um sich vor Quishing und den Folgen manipulierter Codes zu schützen, raten Experten zur erhöhten Vorsicht bei Scans im öffentlichen Raum. Nutzer sollten QR-Codes vor der Verwendung auf physische Manipulationen wie Aufkleber prüfen.

Zudem sei es ratsam, die im Browser angezeigte URL nach dem Scan genau zu kontrollieren, bevor Daten eingegeben werden. Die Cybersicherheitsbehörde empfiehlt zudem, für Zahlungen oder behördliche Vorgänge bevorzugt die direkten Webadressen der Anbieter manuell einzugeben, statt sich auf bereitgestellte Codes zu verlassen.

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