Quishing-Attacken: 18,7 Millionen Versuche im MĂ€rz 2026
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 07:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Allein im MĂ€rz 2026 registrierten Sicherheitsforscher 18,7 Millionen Quishing-Versuche weltweit.
Android und iOS bieten integrierte Schutzfunktionen
Der âZimperium Mobile Phishing Reportâ verzeichnet fĂŒr das erste Quartal 2026 einen Anstieg um 146 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders perfide: Jede neunte Phishing-E-Mail enthĂ€lt mittlerweile einen bösartigen QR-Code.
Die TÀter werden kreativer. Sie verschicken gefÀlschte Briefe oder SMS, die EmpfÀnger auf manipulierte Bankseiten locken. Schwerpunkte sind derzeit Japan und die USA, doch auch in Europa nehmen die FÀlle zu. Kriminelle setzen zunehmend KI und Deepfakes ein, um finanzielle SchÀden in Millionenhöhe zu verursachen.
So scannen Nutzer QR-Codes sicher auf dem Smartphone
Zum GlĂŒck bieten moderne Betriebssysteme integrierte Funktionen â ein zweites GerĂ€t ist ĂŒberflĂŒssig. Android-Nutzer haben zwei Optionen: Die Funktion âCircle to Searchâ erlaubt durch langes DrĂŒcken des Home-Buttons das direkte Auslesen von Bildschirminhalten. Alternativ analysiert Google Lens in der Fotos-App Screenshots von QR-Codes.
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Apple-Nutzer mit iPhone Xs oder neuer nutzen âLive Textâ. Ein Screenshot des Codes in der Foto-App genĂŒgt â das System erkennt die Informationen und erlaubt das direkte Ăffnen oder Kopieren des Links.
BGH-Urteil stÀrkt Verbraucherrechte bei Betrug
Die rechtliche Lage hat sich zugunsten der Kunden entwickelt. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom Juli 2025 stellt klar: Banken mĂŒssen grobe FahrlĂ€ssigkeit nachweisen, wenn Kunden Opfer von Quishing wurden.
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Der belgische Kassationshof bestÀtigte Ende Juni 2026 diese Linie. Die Beweislast liegt primÀr bei den Kreditinstituten. Kunden haften nur bei grob fahrlÀssigem oder untypischem Verhalten.
Trotz dieser verbraucherfreundlichen Tendenz raten Sicherheitsexperten zur Vorsicht. QR-Codes sollten nur aus vertrauenswĂŒrdigen Quellen stammen. Bei Betrugsverdacht heiĂt es: Konto sofort ĂŒber den Notruf 116116 sperren. Und wer seine Profile in sozialen Netzwerken privat hĂ€lt, erschwert Kriminellen die Arbeit â sie nutzen zunehmend KI, um aus Urlaubsfotos Standorte fĂŒr personalisierte Angriffe zu extrahieren.
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