Quishing-Betrug, KI-Attacken

Quishing-Betrug: KI-Attacken auf MobilgerÀte um 196% gestiegen

29.05.2026 - 08:25:36 | boerse-global.de

Kriminelle nutzen gefĂ€lschte QR-Codes fĂŒr Phishing-Angriffe. Das LKA warnt vor massivem Betrug an LadesĂ€ulen und per Mail.

Quishing-Betrug: KI-Attacken auf MobilgerĂ€te um 196% gestiegen - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Quishing-Betrug: KI-Attacken auf MobilgerĂ€te um 196% gestiegen - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Cybersicherheitsexperten und Strafverfolgungsbehörden schlagen Alarm: Die Betrugsmasche „Quishing“ – eine Kombination aus QR-Code und Phishing – breitet sich weltweit rasant aus. Dabei manipulieren TĂ€ter QR-Codes, um ahnungslose Nutzer auf gefĂ€lschte Webseiten zu locken. Ziel ist der Diebstahl von Passwörtern, Bankdaten oder die Installation von Schadsoftware.

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Jede zweite QR-Mail ist Spam

Das Ausmaß des Problems ist enorm. Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am heutigen Freitag mitteilte, wurden rund 60 Prozent aller E-Mails mit QR-Codes im Jahr 2024 als Spam eingestuft. Die Dunkelziffer dĂŒrfte laut LKA deutlich höher liegen, da viele Opfer die Taten nicht melden.

Die Betrugsmasche beschrĂ€nkt sich lĂ€ngst nicht mehr auf digitale KanĂ€le. Im öffentlichen Raum kleben Kriminelle gefĂ€lschte QR-Code-Aufkleber ĂŒber die Originale – etwa an E-LadesĂ€ulen, Parkautomaten oder auf Plakaten. Wer den Code scannt, landet auf einer tĂ€uschend echten Zahlungsseite, die Bankdaten abgreift.

Neue Angriffswellen aus Asien und den USA

Besonders perfide sind die Methoden in Asien. Die indische Zentralbank warnte Ende Mai vor einer Welle von UPI-BetrugsfĂ€llen. Die Masche: Opfer scannen einen QR-Code in der Hoffnung, Geld zu erhalten – stattdessen autorisieren sie eine Zahlung an die TĂ€ter. Wer den Betrug sofort meldet, haftet nur eingeschrĂ€nkt.

In Malaysia beobachten Sicherheitsfirmen eine neue QualitĂ€t der Angriffe: „Authentication-in-the-Middle“-Taktiken umgehen die Zwei-Faktor-Authentifizierung, indem sie Login-Daten in Echtzeit abfangen. Das FBI warnte parallel vor der Kampagne „Kali365“, die gezielt Microsoft-365-Konten angreift.

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KĂŒnstliche Intelligenz befeuert die Gefahr

Die Bedrohungslage verschĂ€rft sich dramatisch. Eine aktuelle Risikostudie zeigt: 42 Prozent der Unternehmen weltweit und 52 Prozent der deutschen Firmen sehen Cyberangriffe als grĂ¶ĂŸtes GeschĂ€ftsrisiko. Besonders betroffen sind kleine und mittelstĂ€ndische Betriebe.

KI-gestĂŒtzte Attacken auf MobilgerĂ€te sind um 196 Prozent explodiert – auf 1,24 Millionen VorfĂ€lle. Die Technologie erlaubt es Kriminellen, tĂ€uschend echte Phishing-Seiten zu erstellen und QR-Codes massenhaft zu verbreiten.

So schĂŒtzen Sie sich

Die Behörden empfehlen ein konsequentes Vorgehen:

  • PrĂŒfen Sie die URL: Nach dem Scannen eines QR-Codes immer die angezeigte Webadresse kontrollieren, bevor Sie die Seite öffnen.
  • Vorsicht vor Aufklebern: Manipulierte QR-Codes erkennen Sie oft an schiefen Aufklebern ĂŒber dem Original.
  • Sicherheitssoftware nutzen: Moderne Schutzprogramme analysieren QR-Code-Ziele vor dem Öffnen.
  • Sofort handeln bei Betrug: Flugmodus einschalten, Bank informieren und Anzeige erstatten.

In Deutschland ist die Notrufnummer 116 116 die zentrale Anlaufstelle fĂŒr die Sperrung kompromittierter Konten. Experten betonen: Die „goldene Stunde“ nach einer betrĂŒgerischen Transaktion entscheidet oft ĂŒber die RĂŒckholung des Geldes.

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