Quishing-Betrug: Polizei warnt vor gefÀlschten Bankbriefen mit QR-Codes
Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 16:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Polizei warnt aktuell vor einer neuen Form des Computerbetrugs, bei der Kriminelle QR-Codes in gefĂ€lschten Bankanschreiben nutzen. Diese als âQuishingâ bekannte Methode zielt darauf ab, Kunden auf manipulierte Internetseiten zu locken, um sensible Zugangsdaten fĂŒr das Online-Banking zu entwenden. Berichten zufolge sind bereits erste finanzielle SchĂ€den entstanden, nachdem EmpfĂ€nger der Briefe Transaktionen unwissentlich autorisiert haben.
GefÀlschte Anschreiben im Landkreis Offenbach im Umlauf
Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden sind in den vergangenen Tagen vermehrt gefÀlschte Briefe aufgetaucht, die optisch den offiziellen Schreiben einer Bank nachempfunden sind. Besonders betroffen ist nach Polizeiangaben der Landkreis Offenbach. In den Dokumenten werden die EmpfÀnger unter einem Vorwand dazu aufgefordert, einen abgedruckten QR-Code mit ihrem Smartphone zu scannen.
Hinter dem Code verbirgt sich jedoch kein offizieller Dienst der Bank, sondern ein Link zu einer tĂ€uschend echt gestalteten Fake-Login-Seite. Geben Nutzer dort ihre Zugangsdaten oder Identifizierungsmerkmale ein, fallen diese direkt in die HĂ€nde der BetrĂŒger. Die Polizei betont, dass die QualitĂ€t der FĂ€lschungen so hoch sei, dass sie fĂŒr Laien auf den ersten Blick kaum von echten Bankmitteilungen zu unterscheiden seien.
Finanzielle SchÀden durch autorisierte Zahlungen
Die Masche ist fĂŒr die TĂ€ter bereits in mehreren FĂ€llen erfolgreich verlaufen. Die Polizei bestĂ€tigte, dass es in EinzelfĂ€llen bereits zur Autorisierung von Zahlungen gekommen ist. Sobald die BetrĂŒger Zugriff auf das Online-Banking der Opfer erhalten, versuchen sie zeitnah, Ăberweisungen zu veranlassen. Oftmals werden die Opfer auf den gefĂ€lschten Seiten zusĂ€tzlich dazu verleitet, eine Freigabe ĂŒber ihre Banking-App oder per TAN-Verfahren zu bestĂ€tigen, wodurch die unrechtmĂ€Ăigen Transaktionen legitimiert werden.
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Die Ermittler weisen darauf hin, dass die BetrĂŒger bei dieser Methode die physische Zustellung per Post nutzen, um ein falsches GefĂŒhl von Sicherheit und SeriositĂ€t zu vermitteln. Viele Verbraucher sind gegenĂŒber digitalen Phishing-Versuchen per E-Mail oder SMS sensibilisiert, bringen einem gedruckten Brief jedoch ein höheres Grundvertrauen entgegen.
Verhaltensempfehlungen der Ermittlungsbehörden
Um sich vor der neuen Betrugswelle zu schĂŒtzen, rĂ€t die Polizei zu erhöhter Wachsamkeit im Umgang mit QR-Codes in postalischen Zusendungen. QR-Codes sollten grundsĂ€tzlich nur dann gescannt werden, wenn die Herkunft des Schreibens zweifelsfrei feststeht. Banken fordern ihre Kunden in der Regel nicht unangekĂŒndigt per Post dazu auf, sich ĂŒber einen QR-Code auf einer Website einzuloggen oder sensible Daten zu verifizieren.
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Sollten Zweifel an der Echtheit eines Bankbriefs bestehen, raten Experten dazu, nicht den im Brief angegebenen Kontaktwegen zu folgen, sondern die Bank ĂŒber bekannte, offizielle Telefonnummern oder direkt in einer Filiale zu kontaktieren. Nutzer, die bereits einen QR-Code gescannt und Daten eingegeben haben, sollten umgehend ihr Kreditinstitut informieren, um den Zugang zum Online-Banking sowie betroffene Karten sperren zu lassen. Zudem wird dringend empfohlen, bei der Polizei Anzeige zu erstatten, um die Ermittlungen gegen die HintermĂ€nner zu unterstĂŒtzen.
