Quishing, QR-Code-Phishing

Quishing explodiert: QR-Code-Phishing um 146% gestiegen

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 20:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Xiaomi startet Auslieferung von HyperOS 3.3 für Top-Modelle. Microsoft schließt Rekordzahl an Sicherheitslücken und Quishing-Fälle explodieren.

Xiaomi HyperOS 3.3 Update: Android 17 für Flaggschiffe
Ein stilisiertes, leuchtendes Schildsymbol auf einem Smartphone-Bildschirm, das Datenströme und ein Schlosssymbol zeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

3 auf Basis von Android 17 begonnen. Die Aktualisierung rollt für die Flaggschiff-Modelle Xiaomi 17 Ultra und Xiaomi 17 in den Regionen Global und Europa aus. Das Xiaomi 15T Pro erhält das Update zunächst über das Mi-Pilot-Programm. Das Datenpaket bringt es auf rund 9,5 Gigabyte beim Ultra-Modell, bei den anderen auf etwa 7,5 Gigabyte.

Neben Leistungsverbesserungen und optimierter Energieverwaltung enthält das Update den Sicherheitspatch für Juni 2026. Branchenbeobachter rechnen bereits im kommenden Monat mit der nächsten Geräteserie – und dann könnte mit HyperOS 4 die Nachfolgeversion debütieren.

Microsoft schließt Rekordzahl an Sicherheitslücken

Parallel dazu hat Microsoft einen historischen Patchday hingelegt. Der Konzern schloss satte 570 Sicherheitslücken. Darunter: 59 kritische Schwachstellen und drei Zero-Day-Lücken. Betroffen waren unter anderem die Active Directory Federation Services und SharePoint.

Alarmierende Trends: Quishing explodiert

Passend zur Reisezeit warnen Sicherheitsexperten vor neuen Betrugsmaschen. Die Deutsche Telekom schlägt Alarm: Nach einem Smartphone-Diebstahl kontaktieren Täter die Besitzer über den „Verloren-Modus“ und schicken Phishing-Links. Ziel ist die Übernahme der Apple-ID oder des Google-Kontos. Die Devise: SIM-Karte sofort sperren, das Gerät auf keinen Fall aus dem eigenen Benutzerkonto entfernen.

Besonders rasant entwickelt sich das sogenannte Quishing – Phishing über manipulierte QR-Codes. Die Fallzahlen sind im ersten Quartal 2026 um 146 Prozent gestiegen. Künstliche Intelligenz hilft den Betrügern dabei, Urlaubsorte der Opfer mit 91-prozentiger Genauigkeit zu identifizieren. Kaspersky warnt zudem vor gefälschten eSIM-Seiten, die Mobilfunkanbieter imitieren und Kreditkartendaten abgreifen.

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Ein Urteil des Oberlandesgerichts Rostock stellt zudem klar: Plattformbetreiber müssen Nutzer nach Hacking-Vorfällen in deutscher Sprache informieren.

Nutzerverhalten: Fatale Nachlässigkeit

Der aktuelle WatchGuard Cybersecurity Hygiene Report zeigt: Die Bedrohungslage verschärft sich, doch die Nutzer reagieren nicht. 76 Prozent verwenden Passwörter mehrfach. 70 Prozent nutzen öffentliches WLAN für berufliche Zwecke – die Hälfte davon ohne VPN. 55 Prozent verwenden ihre Arbeitsgeräte privat, 64 Prozent greifen auf nicht autorisierte KI-Tools zu.

Branche reagiert mit neuen Sicherheitspaketen

Bitdefender hat seine Produktpalette für 2026 neu strukturiert. Alle Pakete von Antivirus Plus bis Ultimate Security nutzen dieselbe Erkennungs-Engine. Höhere Versionen wie Premium Security bieten ein unbegrenztes VPN und KI-Betrugsschutz, die Ultimate-Variante zusätzlich Darknet-Monitoring.

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Auch die Browser-Hersteller ziehen nach. Firefox 152.0.6 schließt über 40 Sicherheitslücken und bietet in Deutschland ein integriertes Gratis-VPN in der Beta-Phase. Opera 133.0 liefert ebenfalls ein kostenloses VPN sowie Werbe- und Tracking-Schutz mit.

Für Android-Nutzer hält der Google Play Store aktuell über 60 temporär kostenlose Apps bereit – darunter Watchfaces und Produktivitätstools, sofern sie mindestens drei Sterne haben.

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