Quishing, SMS-Phishing

Quishing und SMS-Phishing: Angriffe um 146 und 162% gestiegen

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 12:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Studie zeigt: 61 Prozent der Jugendlichen erkennen KI-Fakes nicht. Quishing und SMS-Betrug legen massiv zu.

KI-Fallen und Phishing: Jugendliche zunehmend gefÀhrdet
Eine Hand hĂ€lt ein Smartphone mit einem verzerrten, flimmernden Bildschirm, der digitale Muster zeigt. Im Hintergrund sind unscharfe QR-Codes und Textnachrichten zu sehen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

61 Prozent der 14- bis 17-JÀhrigen können KI-generierte Inhalte nicht von echten unterscheiden, zeigt die JIMplus-Studie 2026. Besonders alarmierend: 71 Prozent der Befragten sind bereits auf Falschmeldungen hereingefallen.

Die Verbreitung solcher Inhalte explodiert. Allein auf der Plattform WeChat erscheinen schÀtzungsweise 850 KI-Artikel pro Minute.

Internationale Politik reagiert

29 Staaten grĂŒndeten in Shanghai die Organisation WAICO. Ihr Ziel: strengere Kontrollen fĂŒr KI-Systeme. Auch die EU plant Maßnahmen. Kinder unter 13 Jahren dĂŒrften soziale Medien dann nur noch unter Aufsicht nutzen.

Phishing-Boom mit QR-Codes und SMS

Die Gefahr kommt aber nicht nur von Fakes. Kriminelle setzen verstĂ€rkt auf Quishing – manipulierte QR-Codes in Mails oder Briefen. Im ersten Quartal 2026 stiegen solche Angriffe um 146 Prozent. Jede neunte Phishing-Mail enthĂ€lt mittlerweile einen QR-Code.

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Auch SMS-Phishing legte im zweiten Quartal um 162 Prozent zu. Die Telekom warnt vor einer neuen Masche: Nach Smartphone-DiebstĂ€hlen geben sich TĂ€ter per SMS als Finder aus. Sie fordern Zugangsdaten fĂŒr Apple- oder Google-Konten – und umgehen so die Aktivierungssperre.

Erpressung und MillionenschÀden

Die Folgen sind dramatisch. In Kaiserslautern erpresste eine Chat-Bekanntschaft einen 21-JĂ€hrigen per Sextortion: erst 500 Euro, spĂ€ter 1.500 Euro in Bitcoin. In GroßrĂ€schen ĂŒberwies ein Mann 45.000 Euro fĂŒr angebliche ZollgebĂŒhren eines Pakets.

Deepfakes machen die Sache noch gefÀhrlicher. Ein Schockanruf mit KI-generierter Stimme in Sachsen verursachte einen Schaden von einer Million Euro. Ein Àhnlicher Fall auf der Plattform Sky Gold kostete Mitte Juli 1,3 Millionen Euro.

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Streit um Verbote und Regulierung

Die Politik sucht nach Lösungen. Familienministerin Karin Prien fordert ein Social-Media-Verbot fĂŒr Kinder unter 13 Jahren. Ramona Pop von der Bundesverbraucherzentrale ist dagegen: Sie will Plattformen strenger regulieren, statt pauschal auszuschließen.

Automatisches Endlos-Scrollen oder Standortfreigaben mĂŒssten verschwinden, so Pop. Ein Verbraucherreport stĂŒtzt ihre Position: 81 Prozent der 14- bis 29-JĂ€hrigen verlangen mehr Verantwortung von den Plattformen.

Die Bundesregierung legte zudem einen Plan gegen FinanzkriminalitÀt vor. 1.500 neue Stellen und verschÀrfte Aufbewahrungsfristen sollen helfen. Der jÀhrliche Gesamtschaden durch Betrug liegt bei rund 100 Milliarden Euro.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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