RAMageddon: PC-Markt schrumpft um 11,3 Prozent
12.05.2026 - 13:01:52 | boerse-global.deEin drastischer Anstieg der Speicherchip-Preise zwingt Hersteller wie Microsoft und Apple zu radikalen Strategiewechseln. Der Markt schrumpfte 2026 um 11,3 Prozent – ausgelöst durch das, was Branchenkenner längst „RAMageddon" taufen.
Speicherpreise explodieren – DRAM-Kosten steigen um 90 Prozent
Die Zahlen sind alarmierend: Im ersten Quartal 2026 verteuerten sich DRAM-Bausteine um 90 Prozent. FĂĽr das zweite Quartal prognostizieren Analysten weitere Preissteigerungen zwischen 40 und 50 Prozent. Die Folge: Hardware-Upgrades werden fĂĽr viele Nutzer unerschwinglich.
Besonders hart trifft es die Hersteller. Bei günstigen Geräten entfallen mittlerweile über 30 Prozent der Materialkosten allein auf den Arbeitsspeicher. Eine Entwicklung, die die gesamte Produktstrategie der Branche infrage stellt.
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Microsoft setzt auf Software-Tuning statt neuer Hardware
Mit „Project K2" schlägt Microsoft einen ungewöhnlichen Weg ein. Seit dem 8. Mai testen Windows-Insider ein neues „Low Latency Profile" (LLP). Die Technik treibt den Prozessor für kurze Momente auf maximale Taktfrequenz – und das ohne neue Hardware.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Anwendungen wie Edge und Outlook starten laut internen Messungen bis zu 40 Prozent schneller. Systemoberflächen wie das Startmenü reagieren sogar um bis zu 70 Prozent flotter. Möglich wird dies durch kurze CPU-Spitzen von ein bis drei Sekunden, bei denen die Auslastung auf bis zu 96 Prozent klettert.
Microsoft-Manager Scott Hanselman verteidigt den Ansatz. „Das ist kein Schummeln", betont er. „MacOS und Linux machen genau das Gleiche." Die Auswirkungen auf Akkulaufzeit und Wärmeentwicklung seien aufgrund der kurzen Dauer minimal.
Apple streicht günstige Modelle – Mac Mini wird teurer
Der DRAM-Schock hinterlässt auch bei Apple tiefe Spuren. Der Konzern stellte sein günstigstes Mac-Mini-Modell ein – bisher für 599 Euro erhältlich. Der neue Einstiegspreis liegt bei 799 Euro. Grund: Der Arbeitsspeicher frisst inzwischen über 30 Prozent der Materialkosten.
Noch dramatischer ist die Lage beim MacBook Neo. Das beliebte Einsteiger-Notebook erreichte Anfang Mai mit 589 Euro bei Drittanbietern einen historischen Tiefstpreis. Doch nun steht die 256-GB-Basisversion auf der Kippe. Branchenkreisen zufolge make die explodierenden Chipkosten und die Knappheit günstiger A18-Pro-Prozessoren den Preis von 699 Euro nahezu unmöglich.
Obwohl Apple die Produktion des Neo auf zehn Millionen Einheiten hochgefahren hat, bleiben die Lieferzeiten angespannt. Kunden warten bis zu 23 Tage auf das Notebook, beim Mac Mini sogar bis zu 84 Tage. Tim Cook bestätigte für das zweite Quartal anhaltende Lieferengpässe.
Windows 11 auf dem Vormarsch – aber mit Kinderkrankheiten
Die Software-Offensive von Microsoft kommt nicht von ungefähr. Nach dem Ende des Windows-10-Supports am 14. Oktober 2025 wächst die Nutzerbasis von Windows 11 rasant. Im April 2026 lag der Marktanteil bei rund 70 Prozent. Auf der Gaming-Plattform Steam waren es 67,74 Prozent, während Windows 10 noch 25 Prozent hielt.
Doch der Umstieg verlief holprig. Im Oktober 2025 legte ein Update Tastatur und Maus im Wiederherstellungsmodus lahm. Ein Patch im Januar 2026 sorgte für „Black Screen"-Fehler. Und USB-3.0-Speicher drosselten teils auf lächerliche 10 MB/s. Die IT-Abteilungen hatten alle Hände voll zu tun.
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Für Nutzer, die selbst Hand anlegen wollen, empfehlen Experten seit dem 10. Mai: Prozessor-C-States im BIOS deaktivieren, XMP- oder EXPO-Profile aktivieren und den „Ultimate Performance"-Energieplan nutzen.
Ausblick: macOS 27 und das UEFI-Problem
Die Branche blickt gespannt auf die kommenden Monate. Am 8. Juni will Apple auf der WWDC macOS 27 vorstellen. Gerüchte sprechen von einem „Liquid Glass"-Design und tieferer Chatbot-Integration in Siri und Spotlight. Doch die Kehrseite: Höhere Systemanforderungen könnten günstige Hardware-Konfigurationen weiter unter Druck setzen.
Microsoft wiederum plant, „Project K2" fest in das Windows-11-Update 26H2 zu integrieren, das für Herbst 2026 erwartet wird. Auch eine überarbeitete Taskleiste und Widgets ohne News-Feed sind im Gespräch.
Ein akutes Problem droht jedoch bereits im Juni: Ein UEFI-Zertifikat läuft aus. Wenn Hersteller und Softwareanbieter nicht rechtzeitig reagieren, könnten Systeme beim Booten versagen. Inmitten der Marktkrise von 11,3 Prozent Schrumpfung setzt die Branche alles auf eine Karte: maximale Leistung aus alter Hardware durch clevere Software-Tricks.
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