Rechenzentrum FRA7: CVC DIF investiert 250 Millionen in Rosbach
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Infrastruktur-Investor CVC DIF hat am 18. August 2026 die Übernahme einer signifikanten Mehrheitsbeteiligung an der firstcolo Holding GmbH bekannt gegeben. Die Transaktion erfolgt über den Fonds DIF Value Add IV, wobei die Anteile vom bisherigen Eigentümer Cube Infrastructure Managers erworben werden. Der Abschluss der Transaktion wird nach aktuellen Planungen bis Ende September 2026 erwartet.
Strategische Neuausrichtung nach vier Jahren
Mit dem Einstieg von CVC DIF endet die Beteiligungsphase von Cube Infrastructure Managers, die das Unternehmen fast vier Jahre lang begleitet hatten. Der spezialisierte Rechenzentrum-Betreiber firstcolo unterhält derzeit zwei Standorte in Frankfurt am Main, die laut Unternehmensangaben nahezu vollständig ausgelastet sind. Das Portfolio umfasst mehr als 350 Unternehmenskunden, die dort ihre IT-Infrastruktur betreiben.
Trotz des Wechsels im Gesellschafterkreis bleibt die operative Kontinuität gewahrt. Die Gründer von firstcolo werden auch unter der neuen Mehrheitseigentümerschaft an Bord bleiben und die weitere Entwicklung des Unternehmens begleiten.
Großinvestition in den Standort Rosbach
Zentraler Bestandteil der künftigen Wachstumsstrategie ist der Neubau eines weiteren Rechenzentrums mit der Bezeichnung FRA7 am Standort Rosbach. Für dieses Projekt ist eine Investitionssumme von 250 Millionen Euro vorgesehen. Die Bauarbeiten für die neue Anlage haben bereits im Juni 2026 begonnen. Die Fertigstellung sowie die feierliche Eröffnung sind für das Jahr 2027 geplant.
Investitionen in die digitale Infrastruktur und Rechenzentren sind zentrale Treiber für moderne Wachstumsmärkte. Dieser kostenlose Report ordnet die Chancen im Bereich des Infrastruktur-Booms für Anleger fundiert ein. Drei Sektoren des Infrastruktur-Booms entdecken
Das geplante Rechenzentrum soll eine Gesamtkapazität von 24 MW erreichen, wobei die reine IT-Last mit 16 MW beziffert wird. Technisch setzt das Unternehmen auf moderne Kühlsysteme: Vorgesehen sind wassergekühlte Racks, die eine Leistung von bis zu 200 kW unterstützen. Damit reagiert der Betreiber auf den steigenden Bedarf an Hochleistungsrechnen und effizienten Kühlmechanismen im Sektor der digitalen Infrastruktur.
Fokus auf Energieeffizienz und Beratung
Ein wesentlicher Aspekt des Neubauprojekts FRA7 ist die regionale Zusammenarbeit im Energiebereich. Es besteht eine Partnerschaft mit dem Energieversorger OVAG, die nicht nur die Stromversorgung sicherstellen soll, sondern auch Konzepte zur Abwärmenutzung am Standort umfasst. Die notwendigen Genehmigungen für den Bau sowie die Verträge zur Stromversorgung und die Grundstückssicherung sind bereits abgeschlossen.
Wer sich mit dem wachsenden Investitionsbedarf in Netze und Energieanlagen befasst, sollte die Hintergründe der aktuellen Marktentwicklung kennen. Der kostenlose Kompakt-Guide erklärt, warum Infrastrukturthemen derzeit wieder verstärkt in den Fokus rücken. Kostenlosen Infrastruktur-Report jetzt herunterladen
Bei der Strukturierung der Mehrheitsübernahme wurde CVC DIF rechtlich von der Kanzlei Latham & Watkins beraten. Das zuständige Beratungsteam stand unter der Federführung von Alexander Stefan Rieger und Leif U. Schrader. Durch die Akquisition positioniert sich CVC DIF verstärkt im deutschen Markt für Colocation-Rechenzentren, der insbesondere in der Region Frankfurt aufgrund der hohen Netzdichte als strategisch bedeutend gilt.
