Recht, Reparatur

Recht auf Reparatur: Bundestag beschließt 7-Jahre-Garantie für Smartphones

26.06.2026 - 21:41:34 | boerse-global.de

Neues Gesetz verpflichtet Hersteller zu langjähriger Ersatzteilvorhaltung und verlängert Gewährleistung auf drei Jahre.

Bundestag beschließt umfassendes Recht auf Reparatur für Elektrogeräte
Recht - Eine Hand hält ein Smartphone, im Hintergrund liegen Reparaturwerkzeuge. Das Bild symbolisiert Nachhaltigkeit und das Recht auf Reparatur. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Hersteller müssen künftig Ersatzteile für Jahre vorhalten – und dürfen Reparaturen nicht mehr per Software blockieren.

Die neuen Regeln treten Ende Juli in Kraft und betreffen Haushaltsgeräte, Smartphones und E-Bikes. Für Smartphones sind Ersatzteile sieben Jahre nach Produktionsende Pflicht, bei Waschmaschinen sogar zehn Jahre. Wer sein Gerät reparieren lässt, bekommt zudem eine längere Gewährleistung: statt zwei dann drei Jahre.

Kosmetik wird zum Pfandflaschen-Fall

Parallel zu den gesetzlichen Neuerungen startet die Industrie eigene Projekte. Das Start-up reo hat in Heilbronn ein Pfandsystem für Kosmetikverpackungen gestartet. Hersteller wie lavera, Kneipp, Logona und Santé sind mit an Bord. Kaufland weitet das System auf acht weitere Filialen aus.

Der ökologische Vorteil ist belegt: Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat nachgewiesen, dass Mehrwegsysteme in der Kosmetik bereits ab dem zweiten bis dritten Umlauf besser abschneiden als Einweg. Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) wird ab 2030 ohnehin verbindliche Vorgaben machen. Heilbronn bereitet sich parallel auf ihre Rolle als Europäische Green Capital 2027 vor.

Wohnen auf 32 Quadratmetern

In Kassel zeigt ein Pilotprojekt, wie ressourcenschonendes Wohnen aussehen kann. Das Suffizienzhaus U10 besteht fast komplett aus wiederverwendeten Materialien. Pro Person stehen dort nur 32 Quadratmeter zur Verfügung – der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 47. Solarthermie und Regenwassernutzung machen das Gebäude zusätzlich klimafreundlich.

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Im Landkreis Haßberge startete heute die „Türöffner-Aktion“. Die interaktive Ausstellung tourt durch die Region und zeigt, wie Leerstände aktiviert und Flächen gespart werden können.

Kommunen ziehen bei der Wärmeplanung nach

Papenburg hat gestern einen kommunalen Wärmeplan vorgelegt. Aktuell kommen 90 Prozent der Wärme aus fossilen Quellen. Bis 2040 soll der Bedarf von 555 Gigawattstunden pro Jahr auf 398 sinken.

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Auch andere Städte treiben die Klimaziele voran:

  • Paderborn präsentierte heute eine CO2-Bilanz – Klimaneutralität bis 2035 ist das Ziel
  • Darmstadt stellte gestern den Verkehrsplan „ZukunftMobil“ vor, der Radwege, ÖPNV und Gehwege priorisiert
  • Wismar traf gestern Entscheidungen zur lokalen Wärmeplanung und zur Verwendung von Bundesmitteln

Der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu wurde gestern zum 25. Mal verliehen. Zu den Preisträgern gehörten Prof. Dr. Harald Lesch sowie mehrere Nichtregierungsorganisationen und innovative Geschäftsmodelle.

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