RedWing-Trojaner, Banking-Malware

RedWing-Trojaner: Banking-Malware zielt auf 82 Finanzinstitute

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 17:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Googles Juli-Update behebt kritische Bootloop-Fehler. Experten warnen vor Banking-Trojaner RedWing und EtherRAT.

Android-Sicherheitsupdate: Pixel-Patch und neue Malware-Gefahr
RedWing-Trojaner - Ein stilisiertes, leuchtendes rotes Flügel-Symbol schwebt über einer abstrakten digitalen Landschaft mit Datenströmen und mobilen Geräten. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Zeitgleich warnen Experten vor einer neuen Generation von Schadsoftware, die über Messenger-Dienste verbreitet wird.

Pixel-Patch gegen Endlosschleife

Google hat Anfang Juli das monatliche Sicherheitsupdate für Android ausgerollt. Ein spezieller Patch für Pixel-Smartphones adressiert ein schwerwiegendes Problem: Ein Fehler in Android 17 führte auf mehreren Geräten – darunter auch das Pixel 6 – zu sogenannten Bootloops. Die Smartphones starteten immer wieder neu, ohne das System vollständig zu laden.

Das Update behebt zudem funktionelle Mängel wie das spontane Schließen von Apps und fehlerhafte Kontrastdarstellungen bei Widgets. Nutzer können die Aktualisierung ab sofort über die Systemeinstellungen installieren.

RedWing: Banking-Trojaner als Abo-Modell

Sicherheitsforscher von Zimperium haben eine neue Bedrohung identifiziert: Die Malware RedWing wird über Telegram als Dienstleistung für Kriminelle angeboten. Käufer schließen Abonnements ab und erhalten maßgeschneiderte Varianten der Schadsoftware – ein Modell namens Malware-as-a-Service.

RedWing ist eine Weiterentwicklung des Trojaners Oblivion und zielt auf Finanzdaten ab. Die Infektion erfolgt über Phishing-Links, die auf gefälschte App-Store-Seiten führen. Einmal installiert, fordert die Software schrittweise Berechtigungen ein und missbraucht den Bedienungshilfendienst. So kann das Programm Einmalcodes für Online-Banking abfangen und die Kontrolle über das Gerät übernehmen.

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Aktuellen Analysen zufolge haben die Hintermänner bereits 82 Finanzinstitute als Ziele markiert – mit Schwerpunkt auf dem russischen Markt.

EtherRAT und Device-Code-Phishing

Neben RedWing beobachten Sicherheitsdienstleister weitere komplexe Kampagnen. Die Schadsoftware EtherRAT nutzt eine ungewöhnliche Methode zur Steuerung infizierter Geräte: Die Kommunikation mit den Command-and-Control-Servern läuft über Smart Contracts auf der Ethereum-Blockchain. Verbreitet wird sie unter anderem über gefälschte Rechnungen in der russischen Luftfahrtbranche oder manipulierte Microsoft-Teams-Anrufe.

Zudem warnen Experten vor dem Missbrauch des Device Code Flows von Microsoft. Angreifer nutzen legitime Anmeldeprozesse, um Zugriff auf Microsoft-365-Konten zu erlangen. Opfer werden verleitet, eine fremde Anwendung zu autorisieren. Die Täter erhalten Zugriffstoken, ohne die eigentlichen Anmeldedaten zu stehlen.

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Strengere PIN-Regeln und Cloud-Änderungen

Android 17 verschärft die PIN-Eingaberegeln: Maximal 20 Fehlversuche sind künftig zulässig. Zeitliche Sperren verlängern sich mit zunehmenden Fehleingaben. Nach dem 20. Versuch droht eine mehrjährige Sperrfrist, die nur über eine vollständige Kontowiederherstellung umgangen werden kann.

Eine wirtschaftliche Änderung betrifft Cloud-Backups: Google rechnet Sicherungen mit SMS-Verläufen, Anruflisten und Systemeinstellungen ab sofort auf das allgemeine Speicherkontingent an. Das durchschnittliche Backup-Volumen steigt um etwa 40 Megabyte – und stößt schneller an die Grenzen des kostenlosen 15-GB-Speichers. Nutzer erhalten im Gegenzug neue Steuerungsoptionen, um gezielt auszuwählen, welche Daten gesichert werden.

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