Resilienz, Hochschulen

Resilienz an Hochschulen: 2,55 Millionen Euro fĂŒr Studierenden-Projekt

11.06.2026 - 00:39:15 | boerse-global.de

Mehrere Initiativen stÀrken die psychische Widerstandskraft von Studierenden und Kindern. Ein Verbundprojekt erhÀlt 2,55 Millionen Euro Förderung.

Resilienzförderung: Neue Projekte von Kita bis Hochschule
Resilienz - Studenten arbeiten in einer Bibliothek, wĂ€hrend ein Kind in einem Kindergarten spielt, was Resilienzförderung vom Kindesalter bis zur Hochschule symbolisiert. 11.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Verbundprojekt fĂŒr psychische Gesundheit an Hochschulen

Das Verbundprojekt „Resilient@Campus“ will die psychische Widerstandskraft von Studierenden stĂ€rken. Koordiniert wird es von der Hochschule Hannover (HsH). Gemeinsam mit der FH MĂŒnster und der Hochschule fĂŒr nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) lĂ€uft das Projekt vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2030.

Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert es mit 2,55 Millionen Euro. Prof. Dr. Henning Austmann von der HsH leitet das Vorhaben. Ziel ist eine evidenzbasierte Toolbox fĂŒr Lehrende. Die Auswahl war hart umkĂ€mpft: Nur 29 Projekte setzten sich gegen 219 AntrĂ€ge durch. „Wir wollen praktische Instrumente schaffen, die direkt in den Studienalltag integriert werden können“, so Austmann.

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Resilienzförderung bereits im Kindergartenalter

Auch die frĂŒhkindliche Entwicklung bleibt nicht außen vor. Das PrĂ€ventionsprogramm „TigerKids – Kindergarten aktiv“ wurde um ein Resilienz-Modul erweitert. Bisher lag der Fokus auf Bewegung, ErnĂ€hrung und Entspannung. Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse unterstĂŒtzt die Erweiterung.

Die Zahlen sprechen fĂŒr sich: Mehr als 10.000 Kindergartengruppen und rund 530.000 Familien erreichte das Programm bereits. Die Erweiterung reagiert auf den wachsenden Bedarf, Kinder frĂŒh auf Herausforderungen vorzubereiten.

Wissenschaftliche Einordnung und gesellschaftlicher Diskurs

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) startete Anfang Juni eine virtuelle Veranstaltungsreihe. Titel: „Resilienz im Epochenbruch“. Zum Auftakt diskutierten IW-Direktor Prof. Dr. Michael HĂŒther und Prof. Dr. Markus K. Brunnermeier von der Princeton University ĂŒber WiderstandsfĂ€higkeit in Umbruchphasen. Weitere Termine zu Sozialpartnerschaft, Staatsfinanzen und Infrastruktur folgen im Sommer und Herbst.

Der Bundeskongress Notfallseelsorge und Krisenintervention beschÀftigt sich im Juni ebenfalls mit Resilienz. Forscher der UniversitÀten Mainz und Bonn prÀsentieren wissenschaftliche BeitrÀge. Auch internationale AnsÀtze zur Resilienzförderung stehen auf dem Programm.

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Finanzielle Rahmenbedingungen im Bildungssektor

WĂ€hrend Förderprogramme wie „Resilient@Campus“ neue Ressourcen erschließen, steht der Hochschulsektor unter Druck. In Hamburg protestierten im Juni BeschĂ€ftigte und Studierende der UniversitĂ€t gegen KĂŒrzungen. Sie fordern eine Erhöhung des Grundetats um 30 Millionen Euro jĂ€hrlich sowie eine dynamische Mittelanpassung.

Haushaltssperren und unbesetzte Stellen – besonders bei Promotionsstellen und im akademischen Mittelbau – belasten die Hochschulen zusĂ€tzlich. Kritiker sehen darin eine wachsende Gefahr fĂŒr die psychische Gesundheit der UniversitĂ€tsangehörigen. Genau hier setzen die neuen Resilienz-Projekte an: Sie sollen helfen, die institutionelle StabilitĂ€t trotz knapper Kassen zu sichern.

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