Resistente Stärke: Warum kalte Nudeln die Darmgesundheit fördern
02.07.2026 - 12:31:13 | boerse-global.de
Rund 35 Prozent der zubereiteten Speisen landen im Müll. Allein in Deutschland entsprach das 2020 einer Menge von 1,9 Millionen Tonnen – etwa 17 Prozent des gesamten Abfallaufkommens. Die Treibhausgasemissionen? 4,9 Millionen Tonnen. Der Wasserverbrauch? Über 100.000 Kubikmeter.
EU-Startschuss für „Food4Alps“
Anfang Juli 2026 fiel der Startschuss für ein ehrgeiziges Projekt. Das EU-Programm „Food4Alps“ will nachhaltige Ernährungssysteme im Alpenraum etablieren. Unter der Leitung der Stadt Wien arbeiten zwölf Partner aus sechs Ländern bis Mitte 2029 daran, regionale Wertschöpfungsketten zu stärken.
Besonders im Fokus: öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser. Die Ziele sind ambitioniert. Bis 2025 sollen die Abfälle um 30 Prozent sinken, bis 2030 um die Hälfte. Dass das funktioniert, zeigen Modellbetriebe – sie senkten ihre Abfallmengen bereits um ein Viertel.
Preise: Entlastung bei Fetten, Anstieg bei Fleisch
Die finanzielle Lage der Haushalte bleibt gemischt. In Nordrhein-Westfalen lag die Inflationsrate im Juni 2026 bei 2,1 Prozent – niedriger als in den Vormonaten. Speisefette und Öle wurden 16,1 Prozent günstiger, Molkereiprodukte 3,7 Prozent. Doch Fleisch kostete 2,4 Prozent mehr, Fisch sogar 3,1 Prozent.
Verbraucherschützer warnen vor versteckten Preiserhöhungen. Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisierte Mars im Juli 2026 scharf. Bei Milky Way und Bounty sank die Anzahl der Riegel in Multipacks von neun auf fünf. Trotz einer Preissenkung bedeutet das eine effektive Verteuerung von 38 Prozent. Die Begründung mit gestiegenen Rohstoffkosten? Für die Verbraucherschützer nicht nachvollziehbar – die Kakaopreise sind schließlich gefallen.
Reste essen: Gut für Geldbeutel und Darm
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Ein bewusster Umgang mit Resten lohnt sich doppelt. Ernährungsexpertin Kerstin Neuber von der Verbraucherzentrale NRW erklärt: Stärkehaltige Lebensmittel wie Nudeln, Kartoffeln oder Reis bilden nach dem Abkühlen resistente Stärke. Der Prozess dauert 12 bis 24 Stunden.
Die Vorteile sind wissenschaftlich belegt. Resistente Stärke wird langsamer verdaut, lässt den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen und fördert die Darmgesundheit. Und das Beste: Die Struktur bleibt auch beim erneuten Aufwärmen erhalten.
Küchenhygiene: Schwämme sind Keimschleudern
Einfache Techniken verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Bananen halten bei gezielter Lagerung länger, selbstgemachte Johannisbeermarmelade bei kühler Aufbewahrung neun bis zwölf Monate.
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Doch Vorsicht: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor Keimen in der Küche. Eine Studie zeigt: Küchenschwämme sind häufig mit Escherichia coli oder Salmonellen kontaminiert – selbst wenn sie sauber aussehen und nicht riechen. Bereits leichter Druck überträgt die Keime auf Oberflächen. Die Empfehlung der Experten: Schwämme nach Kontakt mit rohem Fleisch konsequent entsorgen oder mindestens zwei Minuten in über 70 Grad heißes Wasser legen. Hygienischere Alternativen sind Spülbürsten oder Mikrofasertücher, die bei 60 Grad in der Maschine waschbar sind.
Start-up setzt auf Tiefkühlgerichte für Unternehmen
In der betrieblichen Verpflegung entstehen neue Konzepte. Das Berliner Start-up Juit testet ein Modell für mittelständische Unternehmen in Großstädten. Die Idee: hochwertige Tiefkühlgerichte ohne eigene Firmenküche anbieten. Das spart Fixkosten, ermöglicht flexible Anpassung an hybride Arbeitsmodelle – und minimiert durch präzise Portionierung die Lebensmittelverschwendung.
