RethinkDNS, Proxy-Netzwerk

RethinkDNS mit Proxy-Netzwerk: Fünf Exit-Punkte für mehr Privatsphäre

15.06.2026 - 13:07:35 | boerse-global.de

RethinkDNS integriert Proxy-Dienst mit Windscribe. Nutzer verteilen Traffic auf fünf Exit-Punkte. Branche setzt auf DNS-Verschlüsselung.

RethinkDNS: Neue Proxy-Funktion und Partnerschaft mit Windscribe
RethinkDNS - Ein stilisiertes, leuchtendes Schildsymbol mit verschlungenen Netzwerkleitungen, das digitale Sicherheit und Datenschutz symbolisiert. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

In Zusammenarbeit mit dem VPN-Anbieter Windscribe entstand das Rethink Proxy Network (RPN).

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Neues Feature: Datenverkehr auf fünf Exit-Punkte verteilen

Das RPN erlaubt es Nutzern, den Traffic einzelner Apps auf bis zu fünf verschiedene VPN-Exit-Punkte zu verteilen. Das Abonnement kostet ab 1,75 US-Dollar pro Monat.

Technisch hat sich einiges getan: Die Bandbreite bei WireGuard-Verbindungen stieg laut Hersteller um das Fünf- bis Zehnfache. Gleichzeitig sank der Speicherverbrauch im gleichen Maße.

Datenschutz: Ein neuer Balanceakt

Bisher setzte RethinkDNS auf lokale Filterung ohne externe Abhängigkeiten. Mit dem RPN kommt nun ein Partner ins Spiel, dem Nutzer vertrauen müssen: Windscribe speichert Verbindungsdaten für 30 Tage.

Zusätzlich enthält die Google-Play-Version der App das Analyse-Tool Firebase Crashlytics. Weitere Neuerungen sind ein Proxy Lockdown, DNS-Bypass-Optionen und die Möglichkeit, individuelle Interface-IPs zuzuweisen.

Branche rüstet auf: DNS-Verschlüsselung wird Standard

Parallel zur RethinkDNS-Veröffentlichung kündigte Microsoft DNS over HTTPS (DoH) für Windows Server 2025 an. Die Technologie verschlüsselt DNS-Anfragen und schützt vor Spoofing-Angriffen. Microsoft will künftig auch die Kommunikation zwischen DNS-Servern absichern.

Auf Hardware-Ebene formiert sich Widerstand gegen außereuropäische Dominanz: Devolo, Fritz!, LANCOM und TDT gründeten im Juni die Router-Allianz SAFENet. Ziel ist eine stärkere Regulierung für Netzwerkgeräte. Allianz-Sprecher Jan Oetjen fordert verbindliche Risikobewertungen – chinesische Anbieter kontrollieren derzeit rund 40 Prozent des europäischen Marktes.

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Ad-Blocking in der Krise: Warum DNS-Lösungen boomen

Der beliebte Werbeblocker uBlock Origin steht in Chromium-Browsern vor dem Aus. Grund ist die Umstellung auf das Erweiterungs-System Manifest V3. Ab Chromium 150 im Laufe des Jahres 2026 soll die Unterstützung für das alte Manifest V2 schrittweise enden.

Browser wie Firefox und Brave halten an herkömmlichen Blocker-Schnittstellen fest. Brave Software brachte Anfang Juni mit Brave Origin sogar eine abgespeckte, kostenpflichtige Version ohne Krypto- und KI-Funktionen auf den Markt.

Für Nutzer, die browserunabhängig filtern wollen, werden DNS-basierte Ansätze wie RethinkDNS damit immer attraktiver. Sie bieten plattformübergreifende Kontrolle – unabhängig davon, welcher Browser zum Einsatz kommt.

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