Rheumaorthopädie, DKOU

Rheumaorthopädie: DKOU 2026 macht Mangelfach zum Kongressschwerpunkt

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 19:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der DKOU 2026 stellt sektorenübergreifende Versorgung und die orthopädische Rheumatologie als Mangelfach in den Mittelpunkt.

DKOU 2026: Kongress setzt auf neue Wege in der Rheumaorthopädie
Ein minimalistisch eingerichteter, leerer Behandlungsraum in einer modernen medizinischen Einrichtung mit hellem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2026 findet vom 20. bis 23. Oktober im CityCube Berlin statt. Das Programm des Kongresses wurde veröffentlicht, die Anmeldung ist geöffnet.

Im Zentrum der inhaltlichen Ausrichtung steht unter dem Motto „Neue Wege gehen" die Frage, wie sich Versorgungsstrukturen in der Orthopädie und Unfallchirurgie weiterentwickeln müssen – mit einem besonderen Blick auf die orthopädische Rheumatologie.

Kongressleitung und thematische Ausrichtung

Die Kongresspräsidentschaft 2026 liegt bei Prof. Dr. Frank Hildebrand aus Aachen, Dr. Jörn Dohle aus Wuppertal und Dr. Wolfgang Böker aus Lüneburg. Das veröffentlichte Programm umfasst Vorträge, Seminare und Diskurse zu Versorgungsmodellen, Patientensicherheit, Rheumaorthopädie und neuen Kooperationsformen zwischen den Versorgungsebenen.

Im Vorfeld des Kongresses äußerte sich Dr. Wolfgang Böker, der auch dem Bundesverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) angehört, in einem Video-Interview zu zentralen Herausforderungen des Fachgebiets. Das Gespräch ist Teil einer dreiteiligen Interview-Serie, die den DKOU 2026 begleitet.

Forderung nach sektorenĂĽbergreifender Versorgung

Böker forderte in dem Interview eine engere Verzahnung ambulanter und stationärer Strukturen. Er sprach sich für eine sektorenübergreifende Versorgung aus, die die bislang oft getrennten Bereiche von Praxis und Klinik stärker zusammenführt. Als konkrete Ansatzpunkte nannte er die Stärkung des Belegarztwesens, das niedergelassene Ärztinnen und Ärzte enger an Krankenhäuser bindet, sowie eine verstärkte Förderung der Digitalisierung im Fachgebiet.

Diese strukturellen Forderungen richten sich nach seiner Darstellung an eine Versorgungslandschaft, in der Patientinnen und Patienten mit orthopädisch-rheumatologischen Beschwerden häufig zwischen verschiedenen Zuständigkeiten und Sektoren wechseln müssen, ohne dass eine durchgängige Betreuung gewährleistet ist.

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Die orthopädische Rheumatologie gilt als Mangelfach mit struktureller Unterversorgung — und steht im Mittelpunkt des kommenden Kongresses. Wer seine Praxis oder Klinik darauf vorbereiten will, braucht einen klaren Fahrplan: von sektorenübergreifenden Versorgungsmodellen über das Belegarztwesen bis zu Weiterbildungspfaden. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern

Orthopädische Rheumatologie als Mangelfach

Besonderes Gewicht legte Böker auf die Situation der orthopädischen Rheumatologie. Er bezeichnete das Teilgebiet als Mangelfach, in dem eine strukturelle Unterversorgung bestehe.

Um diesem Engpass zu begegnen, forderte er eine Ausweitung der Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich. Nur so lasse sich mittelfristig sicherstellen, dass ausreichend qualifizierte Fachkräfte für die Behandlung rheumatisch-orthopädischer Erkrankungen zur Verfügung stehen.

Diese Einschätzung deckt sich mit der programmatischen Schwerpunktsetzung des Kongresses, der der Rheumaorthopädie im Rahmen von Diskursen und Fachseminaren einen eigenen Platz einräumt.

Programm, Zugang und Presseakkreditierung

Das Kongressprogramm sieht neben klassischen Vortragsformaten auch Seminare und sogenannte Diskurse vor, die Versorgungsmodelle, Fragen der Patientensicherheit sowie neue Formen der Kooperation zwischen den beteiligten Fachgruppen thematisieren. FĂĽr Medienvertreter werden kostenfreie Pressetickets angeboten. Kurse und Seminare sind davon ausgenommen: Diese sind kostenpflichtig und nicht im Presseticket enthalten.

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Ambulanz und Station arbeiten oft getrennt — Patientinnen und Patienten mit rheumatisch-orthopädischen Beschwerden wechseln zwischen Zuständigkeiten, ohne durchgängig betreut zu werden. Der Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Sie ambulante und stationäre Wege verzahnen und Ihr Team für das Mangelfach qualifizieren. Leitfaden sektorenübergreifende Versorgung sichern

Der DKOU 2026 versteht sich mit seiner Ausrichtung als Plattform, auf der strukturelle Reformvorschläge – etwa zur sektorenübergreifenden Versorgung oder zur Nachwuchsförderung in Mangelbereichen wie der orthopädischen Rheumatologie – einem Fachpublikum aus Orthopädie und Unfallchirurgie vorgestellt und diskutiert werden.

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