Rivian, Uber

Rivian und Uber: 10.000 autonome Robotaxis bis 2031 geplant

03.07.2026 - 23:04:56 | boerse-global.de

Rivian korrigiert Ausblick nach oben dank Uber-Partnerschaft und überraschend hohen Auslieferungen im zweiten Quartal 2026.

Rivian hebt Prognose an: Uber-Deal und starkes Quartal beflügeln
Rivian - Ein futuristischer, elektrischer autonomer Robotaxi mit Rivian-Design und dezentem Uber-Branding fährt in der Dämmerung durch eine Stadtstraße. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Grund sind ein starkes zweites Quartal und eine milliardenschwere Partnerschaft mit Uber. Der Fahrdienst-Vermittler will rund 1,25 Milliarden Euro in eine Flotte autonomer Robotaxis investieren, die auf Rivians neuer R2-Plattform basieren.

Deal mit Uber: 10.000 Robotaxis bis 2031 geplant

Die Vereinbarung zwischen Uber und Rivian sieht zunächst eine Zahlung von 300 Millionen Euro bei Vertragsunterzeichnung vor. Ziel ist es, bis 2031 rund 10.000 autonome R2-Robotaxis auf die Straße zu bringen. Erste Einsätze sind für 2028 in San Francisco und Miami geplant. Uber hat zudem die Option, die Flotte auf bis zu 50.000 Fahrzeuge auszuweiten.

Die Robotaxis werden exklusiv über die Uber-App buchbar sein und Autonomiestufe 4 nutzen – das Fahrzeug steuert sich also in den meisten Situationen selbst. Rivian entwickelt dafür eigens entwickelte KI-Chips, die für hochautonome Fahrfunktionen ausgelegt sind. Für beide Unternehmen ist dies ein entscheidender Schritt zur Kommerzialisierung des fahrerlosen Personentransports.

Zweites Quartal übertrifft Erwartungen

Rivians Entscheidung, die Jahresprognose anzuheben, basiert auf einem starken zweiten Quartal 2026. Der Hersteller lieferte in diesem Zeitraum 12.194 Fahrzeuge aus – ein Plus von 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen deutlich, die mit 9.000 bis 11.000 Einheiten gerechnet hatten.

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Im gleichen Zeitraum produzierte Rivian 12.613 Fahrzeuge. Auf Basis dieser Dynamik hob der Hersteller seine Gesamtprognose für 2026 auf 65.000 bis 70.000 Auslieferungen an – zuvor waren 62.000 bis 67.000 Einheiten erwartet worden.

Die Börse reagierte positiv: Die Rivian-Aktie legte am 2. Juli um mehr als zehn Prozent zu. Analysten führen die stabile Nachfrage nach Elektrofahrzeugen unter anderem auf gestiegene Spritpreise zurück, die durch internationale Konflikte befeuert werden.

R2-SUV als Wachstumstreiber

Das Wachstum wird maßgeblich vom neuen R2-SUV getragen. Die Produktion des Modells startete im April 2026, erste Auslieferungen erfolgten im Juni. Rivians Finanzvorstand rechnet für das Gesamtjahr mit 20.000 bis 25.000 ausgelieferten R2-Einheiten.

Der R2 startet bei einem Preis von rund 54.000 Euro. Eine günstigere Variante für etwa 42.000 Euro soll Ende 2027 folgen. Um die langfristige Nachfrage zu bedienen, optimiert Rivian seine Produktionskapazitäten: Das Werk in Normal (Illinois) kann jährlich bis zu 155.000 R2-Einheiten fertigen. Eine zweite Fabrik in Georgia soll bis 2028 eine Kapazität von 300.000 Fahrzeugen pro Jahr erreichen.

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Lieferketten-Sorgen und finanzielle Ziele

Trotz der optimistischen Prognose äußerte CEO RJ Scaringe leichte Bedenken hinsichtlich möglicher Lieferkettenprobleme – insbesondere bei Speicherchips. Finanziell arbeitet Rivian darauf hin, bis Ende 2026 eine positive Bruttomarge im Fahrzeuggeschäft zu erzielen. Die Gesamtprofitabilität des Unternehmens wird für 2027 angestrebt.

Die Liquidität wurde nicht nur durch den Uber-Deal gestärkt, sondern auch durch ein Joint Venture mit Volkswagen, das 2026 voraussichtlich rund zwei Milliarden Euro beisteuern wird. Einen detaillierten Finanzbericht legt Rivian am 30. Juli 2026 mit der Vorlage der Quartalszahlen vor.

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