Roche, CE-Kennzeichnung

Roche cobas smart e: CE-Kennzeichnung fĂŒr kompakten Immunoanalyser

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 15:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das neue Roche-System ist fĂŒr kleinere Labore ausgelegt; CoSara Diagnostics hat einen Tuberkulose-PCR-Test in Indien zur Zulassung eingereicht.
Ein minimalistisch eingerichteter, heller medizinischer Laborraum in einer lÀndlichen Gesundheitseinrichtung. Illustration mit AI erstellt.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat die CE-Kennzeichnung fĂŒr seinen cobasÂź smart e Immunoanalyser erhalten. Wie aus Berichten vom 27. Oktober 2026 hervorgeht, reichte am selben Tag zudem CoSara Diagnostics einen neu entwickelten Tuberkulose-Test zur Genehmigung bei der indischen Zulassungsbehörde CDSCO ein. Beide Entwicklungen zielen darauf ab, moderne Labordiagnostik in kleineren Einrichtungen und dezentralen Versorgungsstrukturen verfĂŒgbar zu machen.

Kompaktes Format fĂŒr kleinere Gesundheitseinrichtungen

Bei dem System von Roche handelt es sich um eine kompakte Standalone-Plattform mit einer StellflĂ€che von unter einem Quadratmeter (rund 0,9 mÂČ) und 36 Reagenzpositionen.

Das GerĂ€t nutzt dieselben Reagenzien sowie die Elecsys-Technologie etablierter GroßgerĂ€te und ergĂ€nzt das bestehende Portfolio um die Modelle cobas e 402 und e 801. WĂ€hrend die bisherigen Plattformen DurchsĂ€tze von bis zu 120 beziehungsweise 300 Tests pro Stunde erreichen, ist das neue System fĂŒr bis zu 60 Tests pro Stunde ausgelegt.

Das geplante MenĂŒ umfasst ĂŒber 100 Assays aus den Bereichen Kardiometabolik, Onkologie und Infektionskrankheiten, die in sequenziellen Wellen eingefĂŒhrt werden sollen. Bei mehr als 90 Prozent der Immunassays liegt die Reaktionszeit bei höchstens 18 Minuten.

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Mit einem integrierten Wassertank, Anschluss an Standardstrom und integriertem Staubschutz ist das GerĂ€t speziell fĂŒr den Einsatz in lĂ€ndlichen Einrichtungen konzipiert.

Der tĂ€gliche Bedieneraufwand liegt bei einer Minute, wĂ€hrend sich der manuelle Wartungsaufwand gegenĂŒber VorgĂ€ngerplattformen um bis zu zwei Drittel reduziert. Bei 36 Proben bietet das System eine Walk-away-Zeit von bis zu zwei Stunden.

Matt Sause, CEO von Roche Diagnostics, erklÀrte, das GerÀt ermögliche kleinen KrankenhÀusern und Laboren eigene Inhouse-Analysen und bringe den Standard von Zentrallaboren in kleinere Einrichtungen. Roche verwies in diesem Zusammenhang auf Prognosen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die bis 2030 einen weltweiten Mangel von 11 Millionen GesundheitsfachkrÀften voraussagt.

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Angaben zur konkreten MarkteinfĂŒhrung, zum Verkaufspreis oder zum erwarteten Umsatzbeitrag machte das Unternehmen nicht. An der SIX Swiss Exchange notierte die Roche-Aktie zeitweise um 0,25 Prozent schwĂ€cher bei 395,50 Franken. Ein Analystenhaus hob das Kursziel fĂŒr den Titel unter Beibehaltung der Einstufung Outperform von 434,50 auf 447,98 Schweizer Franken an.

CoSara Diagnostics treibt Tuberkulose-Test in Indien voran

Parallel zur europĂ€ischen Freigabe fĂŒr Roche reichte das Gemeinschaftsunternehmen CoSara Diagnostics, an dem Co-Diagnostics beteiligt ist, einen PCR-Test auf Mycobacterium tuberculosis bei der indischen CDSCO ein.

Der Test basiert auf der Co-Primers-Technologie und lĂ€uft auf dem System CoSara PCR Pro. Die Plattform liefert Echtzeit-Ergebnisse in rund 30 Minuten ĂŒber eine mobile Anwendung; die zugehörige Mobil- und Cloud-Infrastruktur wurde in Indien bereits aufgebaut.

Hintergrund des Vorhabens ist die hohe Krankheitslast: Laut dem WHO Global TB Report 2025 entfÀllt rund ein Viertel aller weltweiten Tuberkulose-FÀlle auf Indien. Vorbehaltlich der behördlichen Freigabe erwartet das Unternehmen die Genehmigung im vierten Quartal 2026 und plant den Verkaufsstart vor dem Jahresende.

Der Vertrieb soll ĂŒber ein eigenes Direktteam sowie ĂŒber Distributoren in Indien und Teilen SĂŒdasiens erfolgen. ErgĂ€nzend dazu reichte Co-Diagnostics im August 2026 einen Zulassungsantrag nach dem 510(k)-Verfahren bei der US-amerikanischen FDA ein, der sich derzeit in der behördlichen PrĂŒfung befindet.

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