Rollstuhltraining: Projekt romowo stärkt bundesweit die Selbstständigkeit
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie eigenständige Fortbewegung im Rollstuhl stellt für viele Menschen eine alltägliche Herausforderung dar. Um Seniorinnen, Senioren sowie anderen Betroffenen dabei zu helfen, sich in ihrer Umgebung sicherer und unabhängiger zu bewegen, ermöglicht das Projekt „romowo“ bundesweite Mobilitätstrainings.
Ziel des Vorhabens ist es, die praktischen Fähigkeiten im Umgang mit dem Hilfsmittel gezielt zu schulen und so die gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern, wie der Sozialverband VdK in einem Bericht vom 1. November 2026 darlegte.
Kombination aus Präsenzterminen und App-gestützten Übungen
Das Konzept des Projekts beruht auf einer Verknüpfung von Vor-Ort-Veranstaltungen und individuellem Training im häuslichen Umfeld. In Tübingen werden die Trainings beispielsweise in der BG-Klinik Tübingen an zwei Ganztagen durchgeführt. Als Termine hierfür sind der 1. November 2026 sowie der 29. November 2026 vorgesehen.
Zwischen diesen beiden Präsenzveranstaltungen bricht der Lernprozess nicht ab: Die Teilnehmenden üben in der Zwischenzeit zu Hause eigenständig weiter. Als Hilfestellung und Anleitung dient dabei eine eigens vorgesehene App, über die Übungsinhalte digital bereitgestellt werden.
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Diese Methodik soll gewährleisten, dass neu erworbene Bewegungsabläufe und Techniken im vertrauten Umfeld gefestigt werden, bevor am zweiten Präsenztag offene Fragen geklärt und Fähigkeiten vertieft werden können.
Trägerstruktur und Unterstützung durch Förderpartner
Hinter der Initiative stehen spezialisierte Trägerorganisationen: Das romowo-Projekt wird gemeinsam vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) und dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) getragen.
Beide Partner bringen ihre Erfahrungen in der Bewegungsförderung und Inklusion ein, um das Schulungsprogramm anwendungsorientiert zu gestalten. Finanziell ermöglicht und unterstützt wird das Angebot durch eine Förderung der Aktion Mensch.
Relevanz für Betroffene und Anmeldemöglichkeiten
Für mobilitätseingeschränkte Personen, insbesondere im höheren Alter, bedeutet ein sicherer Umgang mit dem Rollstuhl oft den Unterschied zwischen sozialer Isolation und aktiver Teilhabe. Im Alltag können bereits kleine Hürden wie Bordsteinkanten, unebene Untergründe oder beengte Räumlichkeiten zu erheblichen Barrieren werden.
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Mobilitätsschulungen setzen genau an diesen Schnittstellen an, um Ängste abzubauen und Techniken zur Bewältigung solcher Barrieren zu vermitteln. Die Begleitung durch geschulte Fachkräfte in Kombination mit einer kontinuierlichen Übungspraxis zu Hause soll Betroffenen ermöglichen, alltägliche Strecken wieder mit mehr Zutrauen selbst zu bewältigen.
Interessierte Personen, die an den Schulungsangeboten teilnehmen möchten, können sich direkt per E-Mail unter der Adresse info@romowo.app für das Training anmelden.
