RTX 50 Super: Nvidia verschiebt Launch auf Januar 2027
10.06.2026 - 13:46:20 | boerse-global.de
Die nĂ€chste Generation von Grafikkarten lĂ€sst Gamer lĂ€nger warten als gedacht. Sowohl Nvidia als auch AMD verschieben offenbar ihre Launch-PlĂ€ne â Grund sind EngpĂ€sse bei Speicherchips und der Fokus auf KI-Hardware.
Die Zeiten, in denen alle zwei Jahre eine neue Grafikkartengeneration auf den Markt kam, scheinen vorerst vorbei. Branchenberichte und Lieferkettendaten deuten auf massive Verschiebungen bei den kommenden GPU-Serien von Nvidia und AMD hin. WĂ€hrend sich die GerĂŒchte um Zwischengenerationen ĂŒberschlagen, zeichnet sich ein klares Bild ab: Der Hunger der KI-Industrie nach Rechenleistung frisst die KapazitĂ€ten fĂŒr Gaming-Hardware.
RTX 50 Super erst 2027: Speicherprobleme bremsen Nvidia
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Laut ĂŒbereinstimmenden Berichten könnte Nvidia die EinfĂŒhrung seiner GeForce RTX 50 Super-Serie auf Anfang 2027 verschieben. Die EnthĂŒllung wĂ€re dann auf der CES im Januar 2027 zu erwarten â rund zwei Jahre nach dem DebĂŒt der ursprĂŒnglichen Blackwell-Modelle.
Die geplante Palette liest sich ambitioniert: Die RTX 5060 Super soll mit 12 GB VRAM kommen, die RTX 5070 Super mit 18 GB. Die Spitzenmodelle RTX 5070 Ti Super und RTX 5080 Super wÀren sogar mit 24 GB Videospeicher ausgestattet. Das wÀre ein Sprung von 50 Prozent mehr Speicher im Vergleich zu den Standarderwartungen.
Der Grund fĂŒr die Verzögerung? Die geplanten 3 GB GDDR7-Speicherchips sind offenbar nicht rechtzeitig in ausreichender StĂŒckzahl verfĂŒgbar. Allerdings gibt es widersprĂŒchliche Signale: Einige Branchenkenner berichten, dass Nvidia die Serie weiterhin wie geplant vorantreibt â trotz steigender DRAM-Preise und höherer Leistungsaufnahme.
Rubin und RDNA 5: NĂ€chste Generation erst 2028?
Noch weiter in die Ferne rĂŒcken die komplett neuen Architekturen. Branchenanalysten und Board-Partner rechnen nun damit, dass Nvidias âRubinâ-Architektur und AMDs RDNA 5-Serie erst Ende 2027 oder Anfang 2028 auf den Markt kommen.
Drei Faktoren treiben diese Verzögerung:
- KI-Hardware hat Vorrang: Die Hersteller verlagern ProduktionskapazitÀten und Entwicklung in das margenstarke KI-RechenzentrumsgeschÀft.
- Speicherknappheit: Spezielle Speicherkomponenten fĂŒr High-End-Grafikkarten sind weiterhin Mangelware.
- Lieferketten-Konsolidierung: Nvidia hat einen langfristigen Vertrag mit SK hynix geschlossen, um die Versorgung mit modernen Speicherchips zu sichern.
Bei AMD rechnen die Partner frĂŒhestens in der zweiten JahreshĂ€lfte 2027 mit RDNA 5 â einige SchĂ€tzungen gehen sogar von Anfang 2028 aus. Als ĂberbrĂŒckung hat AMD die Radeon RX 9070 GRE angekĂŒndigt, eine Karte fĂŒr das 1440p-Gaming-Segment mit 48 Compute Units und 12 GB GDDR6-Speicher.
Nvidia stellt klar: Keine Lieferverzögerungen bei Netzwerk-Hardware
WĂ€hrend die Gaming-Sparte warten muss, gibt es bei den Rechenzentrumsprodukten Entwarnung. Am 9. Juni 2026 wies Nvidia Berichte ĂŒber Lieferverzögerungen bei seinen Spectrum-X Ethernet-CPO-Switches zurĂŒck.
Gilad Shainer, Senior Vice President bei Nvidia, bestĂ€tigte: Die Massenproduktion und Auslieferung der Spectrum-X-Reihe beginne planmĂ€Ăig in der zweiten JahreshĂ€lfte 2026. Kleinere Lieferungen fĂŒr spezialisierte Supercomputing-Kunden sollen sogar noch vor Jahresende starten.
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Strategischer Schachzug: Nvidia prĂŒft Intel als Fertigungspartner
Ein möglicherweise noch bedeutenderer Trend zeichnet sich in der Fertigung ab. Nvidia evaluiert derzeit Intels 18A-Prozess und fortschrittliche Packaging-Technologien fĂŒr eine kĂŒnftige Multi-Die-GPU namens Feynman.
Damit folgt Nvidia einem Schritt von Google, das bei Intel Foundry bereits drei Millionen Tensor Processing Units (TPUs) fĂŒr 2028 bestellt hat. Die Strategie ist klar: Die AbhĂ€ngigkeit von TSMC reduzieren. Die Nachricht lieĂ Intels Aktienkurs Anfang der Woche um 12 Prozent steigen â ein deutliches Signal, dass die Branche auf neue Allianzen setzt.
