Rufus, Entwickler

Rufus 4.6: Entwickler umgehen Microsofts TPM- und Secure-Boot-Pflicht

26.06.2026 - 19:33:03 | boerse-global.de

Open-Source-Tools wie Rufus 4.6 erlauben weiterhin Windows 11 auf älteren PCs, während Microsoft native Umgehungen blockiert.

Rufus und Ventoy: Neue Versionen umgehen Windows 11 Hürden
Rufus - Nahaufnahme einer leuchtenden, komplexen Leiterplatte mit einer transparenten digitalen '11'-Überlagerung, die Technologie und Betriebssysteme darstellt. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während Microsoft die Sicherheitsanforderungen für Windows 11 verschärft, halten Entwickler mit neuen Versionen ihrer Tools dagegen. Rufus und Ventoy ermöglichen weiterhin die Installation auf älteren Rechnern – ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Redmond und der Open-Source-Gemeinde.

Rufus 4.6: Der Klassiker wird noch flexibler

Die neueste Version des bewährten USB-Tools Rufus 4.6 umgeht gleich mehrere von Microsofts Pflichtprüfungen. Dazu gehören die Anforderungen an TPM 2.0, Secure Boot und mindestens 4 GB Arbeitsspeicher. Nutzer können zudem die Microsoft-Konto-Pflicht sowie CPU-Kompatibilitätschecks überspringen. Besonders praktisch: Auch Inplace-Upgrades auf Windows 11 24H2 werden unterstützt.

Auch Ventoy hat nachgelegt. Die Versionen 1.1.14 und 1.1.15 beheben Boot-Fehler und aktualisieren den Secure-Boot-Shim auf den UEFI-CA-2023-Standard. Die Tools unterstützen weiterhin ISO, WIM und VHD – und machen Installationen ohne moderne Hardware möglich.

Microsoft schließt native Umgehungen

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Doch der Konzern schläft nicht. Im aktuellen Build 26200.5516 entfernte Microsoft den Befehl „bypassnro.cmd“ – eine beliebte Methode, um Internetzwang und Microsoft-Konto zu umgehen. Wer dennoch lokale Konten nutzen will, greift zu Audit Mode (via Tastenkürzel) oder dem Befehl „ms-cxh:localonly“. Windows 11 Pro erlaubt weiterhin lokale Konten über die „Domänenbeitritt“-Option – die Home-Version bleibt strenger.

Update-Flut: Von 174 KB bis 6,5 GB

Am heutigen Freitag veröffentlichte Microsoft offizielle ISO-Images für Windows 11 26H2 Insider Build 26300.8697. Die finale Version wird für Oktober 2026 erwartet. Der Update-Umfang variiert enorm: Wer auf einem aktuellen Build ist, lädt lediglich ein 174 KB großes Aktivierungspaket herunter. Nutzer älterer Versionen wie 23H2 müssen dagegen 6,5 GB schultern.

Drittanbieter treiben Hardware-Wechsel

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Um für solche Updates oder Systemausfälle gewappnet zu sein, empfiehlt sich die Erstellung eines eigenen Installations-Mediums. Diese Gratis-Anleitung für Einsteiger zeigt Ihnen, wie Sie einen Windows-11-USB-Stick korrekt vorbereiten und teure Service-Kosten vermeiden. Kostenlosen Ratgeber: Windows 11 Boot-Stick erstellen

Nicht nur Microsoft drängt auf moderne Hardware. Seit dem 24. Juni 2026 verlangt Riot Games’ Vanguard-Sicherheitssoftware im On-Demand-Modus zwingend Windows 11 25H2 samt TPM 2.0, Secure Boot und HVCI. Branchenbeobachter schätzen, dass nur rund 35 Prozent der Spieler diese Anforderungen erfüllen.

Windows 10: Lebensverlängerung gegen Geld

Für alle, die weiterhin auf Windows 10 setzen: Der offizielle Support endet am 14. Oktober 2025. Microsoft hat jedoch still und leise das Extended Security Update (ESU)-Programm für Privatnutzer bis zum 12. Oktober 2027 verlängert. Kostenpunkt: rund 30 Euro – oder kostenlos über bestimmte Microsoft-Konto- und Belohnungsprogramme.

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