Ryzen AI MAX+ PRO 495: AMDs neuer Chip bringt KI auf den Desktop
30.05.2026 - 17:01:25 | boerse-global.deAMD bringt mit der Ryzen AI MAX+ PRO 400 Serie leistungsstarke Chips auf den Markt, die KI-Anwendungen direkt auf dem Gerät ermöglichen – ohne Cloud-Anbindung.
Die neuen Prozessoren basieren auf der Zen 5-Architektur und sind speziell für das Ryzen AI Halo-Plattform-Konzept entwickelt worden. Ab Sommer 2026 sollen sie in Mini-Workstations, mobilen Geräten und Handheld-Systemen verfügbar sein. Das Flaggschiff-Modell, der Ryzen AI MAX+ PRO 495, kommt mit 16 Kernen und 32 Threads, taktet mit bis zu 5,2 GHz und bietet 64 MB L3-Cache. Die thermische Verlustleistung (TDP) liegt standardmäßig bei 55 Watt, kann aber je nach Kühllösung auf bis zu 120 Watt skaliert werden.
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Für Grafikaufgaben sorgt eine integrierte Radeon 8065S GPU mit 40 Compute Units. Der Chip unterstützt LPDDR5X-Speicher mit 256-Bit-Anbindung und bis zu 192 GB Kapazität. Die einheitliche Speicherarchitektur stellt dabei bis zu 160 GB VRAM-Äquivalent für rechenintensive KI-Operationen bereit. Die integrierte Neural Processing Unit (NPU) liefert 55 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde).
Acer und Dell bringen erste Workstations
Acer hat mit dem Veriton RA110 eine Mini-Workstation vorgestellt, die auf den Ryzen AI Max+ 395 setzt. Das System ist als Windows 11 Copilot+ PC ausgelegt und erreicht eine Gesamt-KI-Leistung von bis zu 126 TOPS. Laut Herstellerangaben kann der Veriton RA110 KI-Modelle mit bis zu 200 Milliarden Parametern verarbeiten. Das Gerät unterstützt bis zu 128 GB LPDDR5X-8533 Arbeitsspeicher und eine 2 TB SSD – alles in einem kompakten Gehäuse von 160x160x47 Millimetern.
Die Markteinführung in der EMEA-Region ist für das dritte Quartal 2026 geplant, gefolgt von Nordamerika in der zweiten Jahreshälfte und Australien im vierten Quartal. Parallel dazu bringt Acer die All-in-One-Systeme Aspire C27 und C24 AI auf den Markt, die wahlweise mit AMD Ryzen AI 400 oder Intel Core Ultra Series 3 Prozessoren ab dem dritten Quartal 2026 erhältlich sein werden.
Dell hat ebenfalls nachgelegt: Die Pro 7 Serie erscheint als 14-Zoll-2-in-1-Geräte. Kunden können zwischen dem AMD Ryzen AI 9 HX Pro 470 oder dem Intel Core Ultra 7 366H vPro wählen. Die Laptops verfügen über Hochleistungsakkus mit bis zu 70 Wh und unterstützen bis zu 64 GB LPDDR5X-8533 RAM. Die AMD-Modelle starten bei etwa 2.550 Euro, die Intel-Varianten ab rund 2.720 Euro.
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Handhelds und Mini-PCs für Spezialisten
Der Ryzen AI MAX+ 395 kommt auch im OneXPlayer X2 Mini Pro zum Einsatz – einem 8,8-Zoll-OLED-Handheld mit abnehmbaren Controllern und Kompatibilität zu Flüssigkeitskühlung. Der weltweite Verkaufsstart über Indiegogo ist für Mitte Juni 2026 geplant.
Für professionelle lokale KI-Workloads wurde ein Ryzen AI Halo Mini-PC angekündigt, dessen Preis bei rund 4.000 Euro beginnt. Vorbestellungen sollen ebenfalls im Juni 2026 möglich sein. Hersteller versprechen eine potenzielle Amortisation innerhalb von sechs Monaten für Nutzer, die täglich etwa 6 Millionen Tokens verarbeiten. Die High-End-Konfiguration mit dem Ryzen AI Max+ Pro 495 soll im dritten Quartal 2026 folgen.
Benchmark-Vergleiche und Wettbewerb
Erste Benchmark-Ergebnisse zeigen, wie sich die AMD-Chips gegen die Konkurrenz schlagen. Im PassMark-Multicore-Test erreichte der 12-Kern-Ryzen AI MAX+ 392 einen Wort von 44.617 Punkten, während der 15-Kern-Apple M5 Pro auf 49.738 Punkte kam. Bei der Single-Core-Leistung liegt der Apple-Prozessor rund 34,6 Prozent vor dem AMD-Varianten.
Auch NVIDIA plant offenbar den Einstieg in den Windows-on-Arm-Markt. Eine Präsentation von Jensen Huang ist für den 1. Juni 2026 auf der GTC Taipei im Rahmen der Computex angesetzt. Berichten zufolge könnten kommende Laptops von ASUS, Dell und Lenovo mit NVIDIAs neuen N1- und N1X-Chips ausgestattet werden – letztere mit einem 20-Kern-Arm-Prozessor und 6.144 CUDA-Kernen.
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