SĂ€ureblocker-Risiko, Protonenpumpenhemmer

SÀureblocker-Risiko: Protonenpumpenhemmer erhöhen Demenz um 44%

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 02:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Langzeiteinnahme von Protonenpumpenhemmern erhöht laut Nature Metabolism das Demenzrisiko deutlich. Auch andere Wirkstoffe stehen unter Verdacht.

SĂ€ureblocker-Studie: 44 Prozent mehr Demenzrisiko bei Dauergebrauch
Eine Ă€ltere Hand hĂ€lt eine Pillenflasche vor einem verschwommenen Krankenhausflur, der das Risiko von SĂ€ureblockern und Demenz symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Eine aktuelle Untersuchung in Nature Metabolism zeigt: Bei Dauertherapie mit Protonenpumpenhemmern (PPI) steigt das Demenzrisiko um 44 Prozent.

Besonders betroffen sind Ă€ltere Patienten, die PPI ĂŒber mehr als zehn Jahre einnehmen. Bei ihnen liegt die Wahrscheinlichkeit fĂŒr kognitive BeeintrĂ€chtigungen sogar um 47 Prozent höher. Die Studie wertete Daten von 66.000 Probanden aus.

Auch andere Wirkstoffe unter Verdacht

PPI sind nicht die einzigen Medikamente mit Risiken fĂŒr die Gehirngesundheit. Anticholinergika erhöhen das Risiko fĂŒr kognitive EinschrĂ€nkungen ebenfalls um 47 Prozent. Überraschend: Eine Langzeitstudie der University of Florida (2012–2024) zeigt, dass Glucosamin bei Patienten mit leichten kognitiven Defiziten das Alzheimer-Risiko um 25 Prozent steigern kann.

Gefahr fĂŒr die Lunge

Die Risiken beschrÀnken sich nicht auf das Gehirn. Eine Analyse in Chest mit 932.000 Erwachsenen belegt: Asthma- und COPD-Patienten unter PPI erleiden 18 Prozent hÀufiger akute Verschlechterungen.

Hinzu kommt ein Umweltproblem: Die UniversitĂ€t Freiburg fand im Auftrag des Umweltbundesamtes PFAS-Strukturen in 111 Humanarzneimittelwirkstoffen. FĂŒr 87 Prozent dieser PrĂ€parate gibt es bereits PFAS-freie Alternativen. Über 80 Prozent der PFAS-Wirkstoffe können zu TrifluoressigsĂ€ure zerfallen. Das UBA plant einen Arzneimittelindex Umwelt.

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Wer langfristig SĂ€ureblocker einnimmt, sollte die neuen Risikodaten kennen: Eine Nature-Metabolism-Studie zeigt ein 44% höheres Demenzrisiko. Dieser Report zeigt Ihnen natĂŒrliche Alternativen und die DASH-DiĂ€t, die das Risiko um 41% senkt. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Was schĂŒtzt wirklich?

Die DASH-DiĂ€t senkt das Risiko fĂŒr kognitiven Abbau um 41 Prozent – das zeigt eine JAMA Neurology-Studie mit 160.000 Teilnehmern. Insgesamt identifiziert die Forschung 14 Risikofaktoren, die fĂŒr 45 Prozent aller DemenzfĂ€lle verantwortlich sind: Diabetes, Übergewicht, Hörstörungen und soziale Isolation zĂ€hlen dazu.

Auch Diabetes-Medikamente könnten schĂŒtzen. NIH-Daten vom Juli 2026 zeigen: SGLT2-Inhibitoren senkten das Alzheimer-Risiko um 43 Prozent, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent. Die Studie umfasste 112.000 Ă€ltere Erwachsene.

FrĂŒherkennung wird prĂ€ziser

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Auch Glucosamin und Anticholinergika stehen unter Verdacht, das Alzheimer-Risiko zu steigern. Erfahren Sie in diesem Leitfaden, welche Medikamente Sie meiden sollten und wie Bluttests auf pTau217 das Risiko Jahre vorher erkennen. Risiko-Check jetzt sichern

Bluttests auf den Biomarker pTau217 erkennen Alzheimer mit ĂŒber 90 Prozent Genauigkeit – und das zwei bis vier Jahre vor den ersten Symptomen. KI-gestĂŒtzte Netzhautscans sagen das Risiko bis zu 8,5 Jahre im Voraus vorher.

Seit Juni 2026 sind die Antikörper Lecanemab und Donanemab in Deutschland verfĂŒgbar. Sie kommen fĂŒr rund 120.000 Patienten infrage. Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) wird bereits in ĂŒber 100 Kliniken der DACH-Region eingesetzt – weltweit fanden 290.000 Sitzungen statt. Forscher betonen: Kombinierte PrĂ€ventionsprogramme mit Bewegung und kognitiven Übungen bleiben der SchlĂŒssel, um Neuerkrankungen zu verzögern.

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