Safari: KI erstellt Erweiterungen und sortiert Tabs automatisch
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 04:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deApple erweitert seinen Webbrowser Safari um neue Funktionen auf Basis künstlicher Intelligenz. Wie am 3. November 2026 bekannt wurde, erhalten Nutzer die Möglichkeit, eigene Browser-Erweiterungen allein durch die Beschreibung der gewünschten Funktionalität erstellen zu lassen.
Zudem kann das System geöffnete Tabs automatisch anhand inhaltlicher Kriterien strukturieren und Benachrichtigungen auslösen, sobald sich Inhalte auf beobachteten Webseiten verändern.
Automatische Tab-Organisation und erweiterte Browsersteuerung
Die neuen Werkzeuge zur Tab-Verwaltung greifen auf die Fähigkeiten von Siri AI zurück. Der Assistent ist in der Lage, Tabs und Browserfenster zu sortieren, zu verschieben, thematisch zu gruppieren und zu schließen sowie eigenständig Tab-Gruppen anzulegen. Nutzer können Aktionen formulieren, um beispielsweise sämtliche Tabs einer bestimmten Plattform wie Reddit auf einmal zu schließen oder alle offenen Seiten in einer Gruppe zusammenzufassen.
Darüber hinaus umfasst der Funktionsumfang die Verwaltung der Leseliste und des Browserverlaufs. Dieser lässt sich gezielt für einzelne Webseiten oder für frei wählbare Zeiträume entfernen, beispielsweise für die vergangenen zehn oder zwanzig Tage.
Wer sich mit neuen Technologien wie Apple Intelligence befasst, stolpert oft über komplizierte Fachbegriffe. Dieses kostenlose Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe rund um das Apple-Universum leicht verständlich und mit praktischen Aussprachehilfen. In 10 Minuten die Apple-Sprache verstehen
Über sogenannte Custom Actions kann das System Vergleiche über mehrere geöffnete Tabs hinweg anstellen, etwa bei der Gegenüberstellung von Produktdaten wie Schuhen. Das Auslesen spezifischer Daten aus Webseiten, wie etwa Gewichtsangaben aus einer Produktbeschreibung, wird ebenfalls unterstützt.
Eine vollständige Erfassung aller Webseiten-Inhalte inklusive inaktiver Tabs soll allerdings erst mit einem späteren Update nachgereicht werden und ist in der ersten Testversion noch nicht enthalten.
Systemvoraussetzungen und Entwickler-Betas
Die Verteilung der Neuerungen hat im Rahmen erster Entwickler-Betas für iOS 27.3, iPadOS 27.3 sowie macOS Golden Gate 27.3 begonnen. Die Funktionen sind damit auch für iPadOS 27 und macOS 27 vorgesehen. Eine Veröffentlichung der Versionen 27.3 für alle Endanwender wird für Dezember 2026 erwartet.
Voraussetzung für die Nutzung der KI-basierten Erweiterungserstellung und der automatischen Tab-Organisation ist die Hardwareunterstützung für Apple Intelligence. Unterstützt werden die Modelle iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max, die Serien iPhone 16 und iPhone 17 sowie das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und das iPhone Duo.
Große System-Updates bringen oft versteckte Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen mit sich. Ein Apple-Experte zeigt Ihnen in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihr Gerät nach einer Aktualisierung optimal absichern und Ihre Daten wirksam schützen. So installieren Sie iOS-Updates sicher
Im Tablet- und Computerbereich erfordern die Funktionen ein iPad mit M1-Chip oder neuer, beziehungsweise ein iPad mini ab dem A17-Pro-Chip, sowie einen Mac mit M1-Prozessor oder neuer.
App-Integration und regionale Einschränkungen
Über Safari hinaus ist Siri AI auf 15 Apple-eigene Anwendungen ausgelegt. Dazu zählen neben dem Browser unter anderem Kalender, Dateien, der Finder, Journal, Mail, Karten, Nachrichten, Musik, Notizen, Fotos, Vorschau, Erinnerungen, Kurzbefehle und Wetter.
Über eine Developer Preview wird die Technologie mittels App Intents und Skills auch für Drittanbieter geöffnet. Entsprechende Einreichungen für den App Store sollen ab Frühjahr 2027 möglich sein, während die Freigabe für Endkunden wenige Monate darauf folgen soll.
Für Siri AI wurden zudem neue Sprachversionen angekündigt, darunter Norwegisch, Traditionelles Chinesisch, Türkisch und Vietnamesisch. Für den Zugriff auf Siri AI wird mindestens ein iPhone 16 oder ein iPad beziehungsweise Mac mit M1-Chip vorausgesetzt. In der Europäischen Union und in China stehen die Siri-AI-Funktionen vorerst nicht zur Verfügung.
