Sammelklage ExtraEnergie: Bis 13. Juli beitreten und Preisrückerstattung sichern
24.06.2026 - 15:02:48 | boerse-global.de
Verbraucherschutzorganisationen reagieren mit einem massiven Ausbau digitaler Angebote – von Online-Seminaren bis zu spezialisierten Sprechstunden.
Wärmewende wird zum Dauerbrenner
Am heutigen Mittwoch läuft eine wichtige Frist ab: Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen ihre kommunalen Wärmepläne vorlegen. München setzt dabei auf Fernwärme und Wärmepumpen, Köln plant für 2028 den Bau großskaliger Flusswasser-Wärmepumpen.
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Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und das EBZ Stuttgart bieten zeitnah passende Informationsveranstaltungen an. Heute stehen Photovoltaik-Lösungen für Mehrfamilienhäuser im Fokus, am 1. Juli folgen Seminare zur Wärmepumpentechnik. Auch die intelligente Steuerung der Heizung gewinnt an Bedeutung: Laut Trend-Index Wärmepumpe 2026 wollen sieben von zehn Bundesbürgern ihre Heizsysteme künftig per Smartphone steuern.
Die regionale Nachfrage untermauert diesen Trend. In Baden-Württemberg stieg die Zahl der installierten Balkonkraftwerke bis Januar auf über 161.000 Anlagen. Der VerbraucherService Bayern führt Ende Juni spezielle Sprechstunden zu Steckersolargeräten durch.
Sammelklage gegen ExtraEnergie läuft
Ein weiteres Thema treibt viele Verbraucher um: Rechtsstreitigkeiten mit Energielieferanten. Bis zum 13. Juli können sich betroffene Strom- und Gaskunden der Sammelklage gegen ExtraEnergie anschließen. Das Oberlandesgericht Hamm hatte Preiserhöhungen für unzulässig erklärt, die ab September 2022 vorgenommen wurden.
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Parallel dazu nehmen die Beratungsstellen die Bekämpfung digitaler Kriminalität in den Fokus. Die Beratungsstelle in Moers verzeichnete für 2025 rund 4.100 Kontakte – vor allem zu Fake-Shops und KI-gestützten Betrugsmaschen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet deshalb im November Web-Seminare zu Phishing und Inkasso-Abzocke an. Auch die EUDI-Wallet und der Umgang mit Fake News sind Gegenstand aktueller Vorträge.
Kritik am Gebäudemodernisierungsgesetz
Die Beratungstätigkeit findet vor dem Hintergrund laufender Gesetzgebungsverfahren statt. Der Regierungsentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz stieß bei einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss am Montag auf deutliche Kritik. Interessenvertreter bemängeln potenzielle Kostenrisiken für Mieter und bürokratische Hürden. Der Mieterbund fordert einen Heizkostendeckel.
Neben technischen und rechtlichen Fragen rücken auch soziale Aspekte in den Fokus. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz thematisiert Ende Juni und Anfang Juli in einer Seminarreihe den Einfluss von Social Media auf das Ernährungsverhalten. Anfang Juli folgen Online-Veranstaltungen zur geförderten Altersvorsorge.
Der Ausbau dieser digitalen Angebote zeigt: Der Bedarf an fachspezifischer Expertise wächst – sei es zu neuen EU-Fluggastrechten, steuerlichen Änderungen oder dem Schutz vor manipulativen Online-Angeboten.
