Sammelklage, Samsung

Sammelklage gegen Samsung: 280 Millionen Euro für AirDrop-Blockade

30.05.2026 - 08:04:19 | boerse-global.de

Pixel-Besitzer verlangen PIN-Pflicht für Schnelleinstellungen. Google verliert Marktanteile, während Samsung und Apple aufrüsten.

eBay Aktie: Depop-Rückkauf zündet - Foto: über boerse-global.de
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Google gerät zunehmend unter Druck seiner Smartphone-Kunden. Sie verlangen Sicherheitsfunktionen, die bei Apple und Samsung längst Standard sind.

Pixel-Besitzer fordern eine Pflicht zur Authentifizierung beim Zugriff auf die Schnelleinstellungen im Sperrbildschirm. Derzeit erlaubt Googles Android-Betriebssystem auf Pixel-Geräten das Umschalten von WLAN oder den Flugmodus ohne Entsperrung. Das Problem: Unbefugte können so die Konnektivität eines gestohlenen Geräts deaktivieren und die Ortung erschweren. Zwar gibt es eine manuelle Problemumgehung – das Entfernen bestimmter Kacheln aus dem Menü. Doch die Nutzer wünschen sich eine native Softwarelösung, die PIN oder biometrische Abfrage für diese Aktionen vorschreibt.

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Marktdaten zeigen schwieriges Umfeld

Die Forderungen nach mehr Sicherheit kommen zu einem Zeitpunkt, da Googles Hardware-Sparte unter Druck steht. Im ersten Quartal 2026 verkaufte Google in den USA 800.000 Pixel-Einheiten – ein Rückgang gegenüber 900.000 im Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil liegt bei mageren drei Prozent.

Der Preiskampf im Premiumsegment bleibt intensiv. Das Pixel 10 Pro XL mit 512 Gigabyte Speicher kostet 1.019 Euro und liegt damit dicht am Galaxy S26 Ultra mit 1.049,99 Euro. Hinzu kommen erste technische Berichte zum Pixel 11: Der kommende Tensor G6-Chip soll auf ältere Grafiktechnologie setzen und damit hinter den kommenden Chips von Samsung und Apple zurückbleiben.

Fortschritte bei der Gerätevernetzung

Trotz der Sicherheitslücken beim Sperrbildschirm macht Google Fortschritte bei der plattformübergreifenden Vernetzung. Aktuelle Tests zeigen: Die Android-Canary-Builds für die Pixel-9-Serie enthalten Systemdateien für die AirDrop-Kompatibilität via Quick Share. Ältere Pixel-Modelle fehlen diese Dateien noch. Die Funktion soll mit Android 17 oder einem Zwischenupdate kommen.

Ganz anders die Lage bei Samsung: Gegen den koreanischen Hersteller wurde diese Woche eine Sammelklage in Berlin vorbereitet. Gefordert werden 280 Millionen Euro Schadensersatz. Der Vorwurf: geplante Obsoleszenz. Samsung habe AirDrop-Support auf dem Galaxy S23 blockiert, obwohl die Hardware dazu in der Lage wäre. Grund sei das Fehlen einer MFi-Lizenz, die die Gerätekosten um zwei bis vier Prozent erhöhen würde.

Android 17 und One UI 9: Die nächste Generation

Der Sommer 2026 bringt große Software-Updates. Android 17 erscheint voraussichtlich im Juni oder Juli und führt mehrere Neuerungen ein:

  • Rambler: Ein KI-Diktierwerkzeug direkt in Gboard, das mehrere Sprachen unterstützt
  • Multitasking: „App Bubbles" – schwebende Symbole für aktive Anwendungen
  • Medienoptimierung: Verbesserte Instagram-Uploads mit Ultra HDR und stabilisierter Videofunktion
  • Digital Wellbeing: Die neue Funktion „Pause Point" erfordert einen Neustart zur Deaktivierung und soll exzessive Handynutzung eindämmen

Samsung arbeitet parallel an One UI 9, das sich derzeit auf dem Galaxy S26 Ultra in der Beta-Phase befindet. Die neue Oberfläche nutzt Android-17-Funktionen, um Anrufprotokolle von Drittanbieter-Apps wie WhatsApp und Google Meet direkt in die native Telefon-App zu integrieren. Die finale Version soll Ende Juli 2026 zusammen mit dem Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8 erscheinen.

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Neue Sicherheitsstrategien bei Google und Apple

Während die Nutzer mehr Kontrolle über die Sperrbildschirm-Einstellungen fordern, verschärft Google andere Sicherheitsaspekte. Ab September 2026 gelten in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand neue Beschränkungen für das Sideloading von Apps. Entwickler müssen dann eine verifizierte Registrierung nachweisen, um Apps außerhalb des offiziellen Stores anzubieten. Ein globaler Rollout ist für 2027 geplant.

Interessant: Apple lässt sich offenbar von Android inspirieren. Der iPhone-Hersteller arbeitet an einer Anti-Diebstahl-Funktion, die Beschleunigungssensor und Gyroskop nutzt. Erkennt das System eine plötzliche Bewegung – etwa das Entreißen des Geräts –, sperrt es automatisch den Bildschirm. Das Konzept erinnert stark an die bestehende Diebstahlerkennung von Android.

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