Samsung One UI 9: Dauerhafte Sperre nach 13 falschen PIN-Eingaben
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 20:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Samsung verschÀrft die Sicherheit seiner Smartphones drastisch. Wer seinen PIN oder sein Muster 13 Mal falsch eingibt, verliert alle Daten.
Der sĂŒdkoreanische Elektronikkonzern fĂŒhrt mit der neuen BenutzeroberflĂ€che One UI 9, die auf Android 17 basiert, ein gestaffeltes Sperrsystem ein. Die MaĂnahme soll Smartphones besser vor unbefugtem Zugriff schĂŒtzen â etwa bei Diebstahl. FĂŒr deutsche Nutzer bedeutet das: Wer sein Passwort vergisst, muss mit drastischen Konsequenzen rechnen.
Die Sperrzeiten eskalieren schnell
Anders als bisher verhÀngt das System nicht sofort eine lange Sperre. Stattdessen steigen die Wartezeiten mit jedem weiteren Fehlversuch an:
- 5 Fehlversuche: 1 Minute Sperre
- 6 Fehlversuche: 5 Minuten
- 7 Fehlversuche: 15 Minuten
- 8 Fehlversuche: 30 Minuten
- 9 Fehlversuche: 90 Minuten
- 10 Fehlversuche: 4 Stunden
- 11 Fehlversuche: 12 Stunden
- 12 Fehlversuche: 24 Stunden
- 13 Fehlversuche: Dauerhafte Sperre und Werksreset
Um die 13. Stufe zu erreichen, mĂŒsste ein Angreifer rund 42 Stunden und 21 Minuten warten. Samsung hat zudem eine âintelligente ZĂ€hlung" integriert: Mehrfach hintereinander eingegebene, identische Codes werden nur als ein Versuch gewertet. Ein Warnhinweis auf dem Sperrbildschirm zeigt die verbleibenden Versuche an.
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Strenger als Googles Vorgaben
Die 13-Fehler-Grenze liegt deutlich unter dem Standard von Android 17. Branchenberichten zufolge erlaubt Googles Basisversion 20 Fehlversuche, bevor das GerĂ€t zurĂŒckgesetzt wird. Samsung verschĂ€rft die Regeln also bewusst, um Brute-Force-Angriffe zu erschweren.
Der Konzern stellt klar: Wer seinen PIN oder sein Muster vergisst, kann nicht auf die Daten zugreifen. Samsung kann die Zugangsdaten nicht wiederherstellen. Die Botschaft an die Nutzer ist eindeutig: RegelmĂ€Ăige Backups sind Pflicht.
Auch wer sein Smartphone per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperrt, muss alle 72 Stunden den PIN manuell eingeben. So soll verhindert werden, dass der Code in Vergessenheit gerÀt.
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Diese GerÀte sind betroffen
Die neue Sicherheitsrichtlinie kommt mit One UI 9 auf den Markt. Die ersten Modelle mit vorinstalliertem System sind das Galaxy Z Fold 8, das Galaxy Z Fold 8 Ultra und das Galaxy Z Flip 8. Diese GerÀte wurden am 26. Juli auf dem Samsung-Unpacked-Event vorgestellt.
Ein Update fĂŒr Ă€ltere Galaxy-Modelle soll zu einem spĂ€teren Zeitpunkt folgen. Selbst nach einem Werksreset bleibt der Factory-Reset-Schutz (FRP) aktiv. Das bedeutet: Das GerĂ€t lĂ€sst sich nur mit den ursprĂŒnglichen Samsung- und Google-Kontodaten wieder in Betrieb nehmen.
Neben den SicherheitsÀnderungen bringt One UI 9 auch eine neue Google-Suche auf den Startbildschirm. Sie ergÀnzt das bestehende Samsung-Finder-Tool. Nutzer können beide Suchfunktionen nach Belieben ein- oder ausschalten.
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