Starliner-Kapsel, Besatzung

«Starliner»-Kapsel dockt ohne Besatzung von ISS ab

07.09.2024 - 05:38:40 | dpa.de

Schafft Boeings «Starliner»-Raumschiff es ohne weitere ZwischenfĂ€lle zurĂŒck zur Erde? Dass es erhebliche Zweifel gibt, zeigt sich vor allem daran, wer nicht mitfliegt.

Bald wieder auf der Erde: die «Starliner»-Kapsel. - Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa
Bald wieder auf der Erde: die «Starliner»-Kapsel. - Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa

Nach drei Monaten im All ist das krisengeplagte Raumschiff «Starliner» auf dem Weg zurĂŒck zur Erde. Die Kapsel vom US-Hersteller Boeing dockte kurz nach Mitternacht (MESZ) ohne Besatzung an Bord von der Internationalen Raumstation (ISS) 400 Kilometer ĂŒber der Erde ab, wie Live-Aufnahmen der US-Weltraumbehörde Nasa zeigten. Nach sechs Stunden soll der «Starliner» in der WĂŒste des US-Bundesstaates New Mexico aufsetzen. 

Eigentlich hĂ€tten die Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore schon lĂ€ngst mit dem Raumschiff zurĂŒck zur Erde fliegen sollen. Doch eine Odyssee im Weltraum verhinderte das. Die beiden befinden sich nach dem ersten bemannten Start des «Starliner» Anfang Juni noch immer auf der ISS, obwohl sie nur eine Woche an Bord verbringen sollten. 

Gestrandet auf der ISS

Die Entscheidung begrĂŒndete Nasa-Chef Bill Nelson mit Sicherheitsbedenken, den «Starliner» mit einer Crew auf die Erde zurĂŒckzuschicken. Denn nach dem Start waren technische Probleme - unter anderem mit den Triebwerken - und Heliumlecks aufgetreten. Seitdem hĂ€ngen die beiden Astronauten auf der Raumstation fest und werden nun mit einem Alternativplan erst kommendes Jahr nach Hause gebracht.

In den nĂ€chsten Stunden wird mit Spannung erwartet, ob der «Starliner» ohne weitere Probleme zur Erde zurĂŒckkommt. Die Expertinnen und Experten von Boeing und Nasa waren sich uneinig darĂŒber, wie hoch das Risiko fĂŒr die Gesundheit der Astronauten an Bord gewesen wĂ€re. Beim Wiedereintritt in die ErdatmosphĂ€re wirken enorme KrĂ€fte auf Raumkapseln.

SpaceX als Retter in der Not 

Williams und Wilmore sollen unterdessen mit einem anderen Raumschiff zurĂŒck zur Erde gebracht werden: Bei einer ab Ende September geplanten Mission mit dem «Dragon» der privaten Raumfahrtfirma SpaceX zur ISS machte die Nasa fĂŒr die beiden bereits zwei der vier PlĂ€tze frei. Der RĂŒckflug ist allerdings erst fĂŒr Februar geplant. Damit werden Williams und Wilmore aller Voraussicht insgesamt mehr als acht Monate im All sein.

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