Schmerzforschung, Esther

Schmerzforschung: Esther Pogatzki-Zahn ĂŒbernimmt EFIC-PrĂ€sidentschaft

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 07:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die MĂŒnsteraner Schmerzmedizinerin setzt auf Nachwuchsförderung, bessere Leitlinien und mehr Patientenbeteiligung in der europĂ€ischen Schmerzforschung.
Ein modernes, helles medizinisches Forschungslabor mit hochwertiger Ausstattung und neutraler Ästhetik. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Beginn einer neuen dreijÀhrigen Amtszeit hat sich an der Spitze der europÀischen Schmerzforschung ein personeller Wechsel vollzogen. Seit dem 1. Oktober 2026 leitet Prof. Dr. Esther Pogatzki-Zahn als PrÀsidentin die European Pain Federation (EFIC).

Die Medizinerin, die an der Medizinischen FakultĂ€t der UniversitĂ€t MĂŒnster forscht und als OberĂ€rztin an der Klinik fĂŒr AnĂ€sthesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am UniversitĂ€tsklinikum MĂŒnster (UKM) tĂ€tig ist, wird den Fachverband bis zum Jahr 2029 fĂŒhren.

Der AmtsĂŒbernahme ging eine lĂ€ngere Vorbereitungszeit voraus: Bereits im Jahr 2024 war Pogatzki-Zahn zur sogenannten President-elect der Organisation gewĂ€hlt worden.

Die European Pain Federation, gegrĂŒndet im Jahr 1993, fungiert als zentraler europĂ€ischer Zusammenschluss zur Förderung der Schmerzforschung und Schmerztherapie. Mit dem Antritt der PrĂ€sidentschaft sind klare inhaltliche Vorgaben fĂŒr die kommenden drei Jahre verknĂŒpft, die das Fachgebiet auf europĂ€ischer Ebene prĂ€gen sollen.

Vernetzung von Forschung, Versorgung und Gesundheitspolitik

Ein zentrales Anliegen der neuen EFIC-PrĂ€sidentin besteht darin, die wissenschaftliche Schmerzforschung, die praktische klinische Versorgung und gesundheitspolitische Entscheidungen enger miteinander zu verzahnen. Ziel dieser BemĂŒhungen ist es, die Schmerzbehandlung auf europĂ€ischer Ebene nachhaltig und flĂ€chendeckend zu verbessern.

FĂŒr ihre Amtszeit bis 2029 hat Pogatzki-Zahn mehrere konkrete Schwerpunkte definiert. Neben dem Ausbau der schmerzmedizinischen Fortbildung steht insbesondere die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fokus der Verbandsarbeit. Zudem soll die Weiterentwicklung europĂ€ischer Behandlungsleitlinien vorangetrieben werden.

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Ein weiterer wesentlicher Pfeiler ist die stĂ€rkere Einbindung von Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten: Deren Perspektiven sollen kĂŒnftig direkter in die Festlegung von ForschungsprioritĂ€ten einfließen, um wissenschaftliche Projekte noch gezielter an den BedĂŒrfnissen der Betroffenen auszurichten.

Eigener Forschungsschwerpunkt zu chronischen Schmerzen nach Operationen

Neben ihrer Funktion in der europĂ€ischen Fachgesellschaft bringt Pogatzki-Zahn eine langjĂ€hrige klinische und wissenschaftliche Expertise aus MĂŒnster ein. Zu ihren eigenen Forschungsschwerpunkten zĂ€hlt die PrĂ€vention anhaltender beziehungsweise chronischer Schmerzen nach operativen Eingriffen.

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Die Vorbeugung chronifizierter postoperativer Schmerzen gilt in der Schmerzmedizin als bedeutendes Versorgungsfeld, da persistierende SchmerzzustĂ€nde nach chirurgischen Eingriffen die Genesung beeintrĂ€chtigen und langfristige Behandlungen erfordern können. Diese fachliche Ausrichtung verbindet die Arbeit am UniversitĂ€tsklinikum MĂŒnster unmittelbar mit den Zielen des europĂ€ischen Verbands, wissenschaftliche Erkenntnisse ĂŒber Leitlinien und Weiterbildungsinitiativen direkt in den klinischen Versorgungsalltag zu ĂŒberfĂŒhren.

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