Schnelles Abnehmen: Studie widerlegt Jo-Jo-Effekt-Mythos
26.06.2026 - 23:53:17 | boerse-global.de
Stimmt nicht, sagen Forscher. Neue Daten vom Adipositas-Kongress in Istanbul stellen den bekannten Jo-Jo-Effekt infrage.
Studie zeigt: Schnelles Abnehmen hÀlt lÀnger
Die Studie des Vestfold Hospital Trust untersuchte 284 Erwachsene mit Adipositas. Eine Gruppe aĂ acht Wochen lang weniger als 1.000 Kalorien pro Tag. Die andere Gruppe reduzierte moderat auf etwa 1.400 Kalorien.
Nach vier Monaten hatte die schnelle Gruppe 13 Prozent verloren, die langsame Gruppe acht Prozent. Nach zwölf Monaten lag die schnelle Gruppe bei 14,4 Prozent, die langsame bei 10,5 Prozent. Die Forscher fanden keinen verstÀrkten Jo-Jo-Effekt durch schnelles Abnehmen.
Mediziner warnen trotzdem vor extremen DiĂ€ten. Eine fĂŒnftĂ€gige ApfeldiĂ€t kann zu MangelernĂ€hrung, Unterzuckerung und Nierenbelastung fĂŒhren.
Abnehmspritzen: Segen oder Risiko?
Auf dem Diabetes-Kongress in DĂŒsseldorf diskutierten 250 Experten ĂŒber GLP-1-Medikamente wie Ozempic, Wegovy oder Mounjaro. Die PrĂ€parate können bis zu 20 Prozent Gewichtsverlust bewirken. Das Deutsche Diabetes-Zentrum warnt jedoch ausdrĂŒcklich vor Selbstmedikation.
Der Longevity-Experte Prof. Dr. Thomas KĂ€licke weist auf ein unterschĂ€tztes Risiko hin: Die Medikamente verlangsamen die Magenentleerung. Das erhöht das Narkoserisiko bei Operationen. Kliniken fragen die Einnahme inzwischen routinemĂ€Ăig ab.
Medikamentöse UnterstĂŒtzung kann zwar beim Abnehmen helfen, doch fĂŒr eine nachhaltige Gesundheit ist der Erhalt der Muskulatur entscheidend. In diesem kostenlosen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie mit nur 6 einfachen Ăbungen zuhause effektiv gegensteuern können. Gratis-PDF: Krafttraining ohne Fitnessstudio
Sein Fazit: Medikamente können helfen, ersetzen aber keine LebensstilÀnderung. Nachhaltige Gesundheit braucht ErnÀhrung, Bewegung, Krafttraining und Schlaf.
Essstörungen im Leistungssport
Die Kehrseite des Schlankheitswahns zeigt sich im Eiskunstlauf. Die Deutsche Eislauf-Union berichtet von alarmierenden Zahlen: Etwa ein Drittel der 14- bis 17-jÀhrigen MÀdchen zeigt Symptome von Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie.
Verbandspsychologin Carolina Chon und Trainerin Robynne Tweedale fordern eine sensiblere Kommunikation und mehr Akzeptanz fĂŒr verschiedene Körperformen. Sie wollen Krankheiten wie Anorexia athletica oder das relative Energiedefizit-Syndrom (RED-S) verhindern.
Die EistĂ€nzerin Karla Maria Karl macht auf den Druck in der PubertĂ€t und den herrschenden Perfektionismus aufmerksam. Parallel feiern extrem dĂŒnne Körperideale in der Modebranche ein Comeback. Etwa zehn Prozent der Anorexiepatienten sterben an den Folgen.
Seilspringen: Der neue Fitnesstrend
Ohne Medikamente und strenge DiĂ€ten kommt ein Trend aus: Seilspringen. Besonders âDouble Undersâ â DoppeldurchschlĂ€ge â gelten als effizient fĂŒr Ausdauer und Koordination. FĂŒnf bis zehn Minuten tĂ€glich reichen.
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Die Schauspielerin Ronja Forcher zeigt, wie es langfristig geht: 14 Kilo Gewichtsreduktion in drei Jahren. Ihre Methode: CrossFit, regelmĂ€Ăige SaunagĂ€nge und proteinreiche, vegetarische ErnĂ€hrung.
Experten betonen: Ăbergewicht liegt selten an fehlender Willenskraft. Schlafmangel und die stĂ€ndige VerfĂŒgbarkeit von Fast Food sind oft die wahren Ursachen. Die PACT-Formel hilft mit strukturierten Motivationsschritten bei der langfristigen Zielerreichung.
