Schnelles Abnehmen: Studie widerlegt Jo-Jo-Effekt-Mythos
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 18:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das zeigt eine norwegische Studie, die auf dem Europäischen Kongress für Adipositas im Mai 2026 in Istanbul vorgestellt wurde.
Die Forscher teilten 284 Erwachsene mit Adipositas in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe nahm acht Wochen lang weniger als 1.000 Kilokalorien pro Tag zu sich, die zweite rund 1.400 Kilokalorien.
Nach vier Monaten hatte die Restriktionsgruppe 13 Prozent ihres Ausgangsgewichts verloren, die Vergleichsgruppe acht Prozent. Nach einem Jahr lag der Wert bei 14,4 Prozent gegenüber 10,5 Prozent.
Dr. Line Kristin Johnson vom Vestfold Hospital Trust und Dr. Marie Spreckley aus Cambridge stützen die Erkenntnis: Ein schneller Start führt nicht automatisch zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt.
Joghurt und Sport verlangsamen das Altern
Auch die Kombination von Ernährung und Bewegung rückt in den Fokus der Forschung. Wissenschaftler der Universität Tokio untersuchten in der Fachzeitschrift „Aging“ den Effekt von Naturjoghurt auf die biologische Alterungsrate.
48 übergewichtige Männer konsumierten täglich 100 Gramm Naturjoghurt, stellten ihre Ernährung um und absolvierten dreimal wöchentlich ein 30-minütiges Bewegungsprogramm. Nach zwölf Wochen sank die biologische Alterungsrate um 2,2 Prozent – gemessen am DNA-Marker DunedinPACE.
Zudem verbesserte sich ein DNA-Marker für die Nierenfunktion. Die Forscher betonen: Der Effekt ist synergetisch, keine einzelne Maßnahme ist dafür verantwortlich. Allerdings sei die Stichprobe klein und spezifisch – japanische Männer über zwölf Wochen. Eine allgemeine Übertragbarkeit müsse noch validiert werden.
Proteine boomen, „Runcations“ im Trend
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Proteine bleiben der Treibstoff für Sportler. Neben natürlichen Quellen greifen immer mehr zu Pulvern, Riegeln und Shakes – sowohl tierisch als auch pflanzlich. Experten raten zu Produkten ohne künstliche Zusätze.
Parallel dazu erlebt die Reisebranche einen Run auf sportorientierten Urlaub. Laut CamperDays stiegen die Suchanfragen nach aktivem Tourismus um 5.000 Prozent. Trailrunning legte im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent zu.
Beliebte Ziele für sogenannte „Runcations“: die Dolomiten, der Schwarzwald, Madeira und Mallorca.
Schwimmbäder boomen – trotz Problemen
Im Wassersport setzen Athleten auf neue Trainingsmethoden. Zur Verbesserung der Sauerstoffverwertung beim Kraulschwimmen trainieren sie unter Sauerstoffschuld – etwa mit der sogenannten Atempyramide.
Regional zeigt sich eine enorme Nachfrage nach Schwimmgelegenheiten. Das Bürgerbad in Bad Iburg verzeichnete seit seiner Wiedereröffnung Mitte Mai 2026 rund 20.000 Besucher in acht Wochen. Deutlich mehr als in früheren Jahren. Möglich machte das ein Förderverein mit über 500 Mitgliedern und rund 30.000 geleisteten Arbeitsstunden.
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In Duisburg lockt das Hafen-Freibad „Duispool“ im Innenhafen noch bis zum 6. September 2026 an den Wochenenden. Der Eintritt ist frei, regelmäßige Wasserqualitätsprüfungen und Rettungsschwimmer sind selbstverständlich. Im Vorjahr kamen rund 2.500 Gäste.
Andernorts läuft es weniger harmonisch. In Sassenberg sah sich die Stadtverwaltung gezwungen, Angriffe auf das Badpersonal zu verurteilen und die Hausordnung durchzusetzen. Bürgermeister Josef Uphoff betonte die Bedeutung der Aufsichtspflicht und eines geordneten Badebetriebs.
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