Schockanrufe, Euro

Schockanrufe: 280.000 Euro Beute in zwei Wochen

25.06.2026 - 11:55:53 | boerse-global.de

Organisierte Banden erbeuten mit Ablenkungsmanövern und Telefonbetrug Millionen. Handelsverluste durch Diebstähle erreichen Rekordniveau.

Kriminalitätswelle: Trickdiebstähle und Schockanrufe auf dem Vormarsch
Schockanrufe - Eine Hand entwendet unbemerkt eine Halskette von einer abgelenkten Person, während die andere Hand ein Geschenk überreicht. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neben klassischen Taschendiebstählen setzen Kriminelle vermehrt auf perfide Maschen: vorgetäuschte Geschenke, Schockanrufe und falsche Polizisten.

„Geschenk“ mit böser Überraschung

In Ludwigshafen-Pfingstweide schlug eine Trickdiebin am Donnerstag zu. Sie sprach eine Frau an und gab vor, ihr eine Kette schenken zu wollen. Während sie das Opfer umarmte, entwendete sie unbemerkt dessen Goldkette im Wert von rund 600 Euro. Die Täterin flüchtete mit einem Fahrzeug. Die Polizei sucht Zeugen.

Ablenkung als Erfolgsrezept

Die Masche ist immer dieselbe: Ablenken und klauen. In einer Bäckerei in Zell im Wiesental entwendete ein Trio am Mittwoch die Trinkgeldkasse, während zwei Männer die Verkäuferin beschäftigten. In Kassel wurden am Dienstag und Mittwoch zwei Frauen in Bekleidungsgeschäften bestohlen – die Täter griffen unbemerkt in ihre Handtaschen.

In der Schweiz traf es eine 95-Jährige. Zwei Männer lockten sie mit einem Inserat für Schallplatten in ein Verkaufsgespräch. Sie erwarben ihren Schmuck zu einem Bruchteil des Wertes. Schaden: rund 18.000 Euro.

Schockanrufe: 280.000 Euro in zwei Wochen

Besonders lukrativ sind Telefonbetrügereien. Im Kreis Böblingen und Ludwigsburg registrierte die Polizei zwischen Mitte Juni und Mittwoch sieben Anzeigen wegen Schockanrufen. Die Täter gaben sich als Ärzte, Bankmitarbeiter oder Polizisten aus. Die Beute: rund 280.000 Euro.

Der schwerste Fall ereignete sich in Gifhorn. Ein 64-jähriger Firmeninhaber übergab 100.000 Euro auf einem Parkplatz an einen Unbekannten – nach einem Anruf mit der Masche des „falschen Polizeibeamten“. Die Polizei warnt: Gehen Sie niemals auf Geldforderungen am Telefon ein.

Im Süden Deutschlands geben sich Betrüger zudem als Mitarbeiter von Pflegestützpunkten aus, um an sensible Daten zu kommen.

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Handel verliert Rekordsumme

Die Kriminalitätswelle hinterlässt Spuren in den Kassen. Laut EHI-Studie erreichten die Handelsverluste durch Diebstähle 2025 ein Rekordniveau von 4,3 Milliarden Euro – ein Plus von 30 Prozent. Allein Mitarbeiterdiebstähle machen 910 Millionen Euro aus. Die größte Sorge bereitet dem Handel jedoch die organisierte Kriminalität.

Rätsel um verdächtige Kuscheltiere

Auch online sorgt ein Fall für Aufsehen. Auf der Plattform Vinted tauchten Kuscheltiere zu extrem hohen Preisen auf, kombiniert mit Altersangaben. In sozialen Medien kursierten Spekulationen über Menschenhandel. Die Polizei in Dortmund und Konstanz prüft die Vorfälle. Das Hessische Landeskriminalamt sieht jedoch keine Belege für reale Straftaten. Es werde von Fake-Anzeigen oder Provokationen ausgegangen. Die Behörden raten, keine unbestätigten Gerüchte zu verbreiten.

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Die Behörden raten, keine unbestätigten Gerüchte zu verbreiten.

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