Schockanrufe, Fallzahlen

Schockanrufe: Fallzahlen sinken, Schadenssummen steigen um 40%

Veröffentlicht am: 21.06.2026 um 16:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz rĂŒcklĂ€ufiger Fallzahlen steigt die Gesamtschadenssumme durch Schockanrufe drastisch an. BetrĂŒger erbeuten pro Fall höhere Summen.

Schockanrufe: Weniger FÀlle, aber höhere Schadenssummen 2025
Eine zitternde Hand hĂ€lt einen alten Telefonhörer, im unscharfen Hintergrund eine besorgte Ă€ltere Person in einem dunklen Raum. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

In den vergangenen Tagen wurden erneut mehrere Senioren um ihr Vermögen gebracht.

Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt meldet einen paradoxen Trend: 2025 gingen die gemeldeten Schockanrufe von 1.259 auf 758 FĂ€lle zurĂŒck. Die Gesamtschadenssumme kletterte jedoch um 40 Prozent auf 1,83 Millionen Euro. Die TĂ€ter erbeuten pro Einzelfall deutlich höhere Summen.

Gold und Bargeld – Die dreistesten Maschen der letzten Tage

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In Pirna-Copitz ĂŒbergab eine 87-JĂ€hrige GoldmĂŒnzen und Schmuck im Wert von rund 65.000 Euro an einen unbekannten Abholer. Die BetrĂŒger hatten sich am Telefon zunĂ€chst als Bankmitarbeiter, spĂ€ter als Polizisten ausgegeben.

In Wilsdruff-Mohorn verlor eine 86-JĂ€hrige nach der Herausgabe ihrer PIN sowohl Geldkarten als auch Goldschmuck. Besonders dreist gingen TĂ€ter im Landkreis Mansfeld-SĂŒdharz vor: Eine 75-JĂ€hrige ĂŒbergab Bargeld und Wertsachen in einem Kochtopf an einen angeblichen Ermittler eines Einbruchsdezernats.

Auch in Hessen schlugen die Kriminellen zu. In Wiesbaden-Kostheim ĂŒbergab ein 92-jĂ€hriger Mann am 19. Juni eine fĂŒnfstellige Bargeldsumme. Die TĂ€ter hatten ihm am Telefon suggeriert, ein Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht. Im Schwalm-Eder-Kreis wurde eine Seniorin um rund 6.000 Euro betrogen – sie hatte ihre EC-Karte samt PIN einem vermeintlichen Bankmitarbeiter ausgehĂ€ndigt.

Falsche Polizisten und gefÀlschte Logos

Die Deutsche Rentenversicherung warnt vor einer neuen Masche: Aktuell kursieren gefĂ€lschte E-Mails mit dem offiziellen Logo der Versicherung. Ziel ist der Abgriff persönlicher Daten. Die Behörde betont: Mitarbeiter fordern niemals telefonisch zur Zahlung von GeldbetrĂ€gen auf oder drohen mit RentenkĂŒrzungen.

Die Verbraucherzentrale Baden-WĂŒrttemberg meldet Anrufe, bei denen sich TĂ€ter als Mitarbeiter der Organisation ausgeben. Sie locken Opfer auf manipulierte Webseiten. Parallel laufen großflĂ€chige Phishing-Wellen gegen Kunden von Sparkassen, PayPal und Booking.com.

KI-Stimmen und der Cent-Trick

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Mit Blick auf den Amazon Prime Day (23. bis 26. Juni) warnen Experten vor einer Zunahme von Betrugsversuchen per SMS, E-Mail und Telefon. Im vergangenen Jahr wurden rund 28 Prozent der weltweiten BetrugsfĂ€lle mit tĂ€uschend echten Nachrichten eingeleitet. Amazon ließ daraufhin zehntausende Phishing-Webseiten und Telefonnummern sperren.

Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt das sogenannte 30-Sekunden-Protokoll: Schweigend zuhören, eine Verifikationsfrage stellen, die nur der echte Angehörige beantworten kann, und im Zweifel sofort auflegen. Anschließend die Person unter der bekannten Nummer zurĂŒckrufen.

Eine neue Methode sorgt zudem im Inkasso-Bereich fĂŒr Aufsehen: BetrĂŒger ĂŒberweisen KleinstbetrĂ€ge von einem Cent auf Konten, um deren GĂŒltigkeit zu prĂŒfen. VerbraucherschĂŒtzer warnen vor anschließenden unberechtigten Lastschriften.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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