Schwarzenberger, Neubau

Schwarzenberger Neubau: Energiekosten sollen auf 0,95 Euro je Quadratmeter sinken

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 06:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Wohnungsgenossenschaft kalkuliert monatliche Energiekosten von 0,95 Euro je Quadratmeter und plant rund 60 Prozent Solarstromdeckung.

Schwarzenberg baut drei solarversorgte MehrfamilienhÀuser mit Pauschalmiete
Moderne MehrfamilienhÀuser mit integrierten Photovoltaik-Fassaden und Dachanlagen in einer bergigen Landschaft. Illustration mit AI erstellt.

Ein Bauprojekt im sÀchsischen Erzgebirge veranschaulicht, wie energetische UnabhÀngigkeit und reduzierte Nebenkosten im Geschosswohnungsbau zusammenfinden.

Die Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg eG errichtet dort drei vollelektrische MehrfamilienhÀuser im Standard KfW Effizienzhaus 55. Wie aus einem Bericht von geb-info.de vom 28. September 2026 hervorgeht, zielt das Projekt auf einen hohen Grad an Energieautarkie ab, um Mietern langfristig kalkulierbare Wohnkosten zu bieten.

Ganzheitliches Solarkonzept und Infrarottechnik

Das technische Konzept der GebĂ€ude wurde von Timo Leukefeld geplant und verzichtet vollstĂ€ndig auf fossile Brennstoffe oder klassische WĂ€rmepumpensysteme. Jedes Haus verfĂŒgt ĂŒber eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 77,8 kWp. Diese Leistung teilt sich auf eine Dachanlage mit 65,2 kWp und eine Fassadenanlage mit 12,6 kWp auf. ErgĂ€nzt wird die solare Erzeugung durch einen Batteriespeicher mit einer KapazitĂ€t von 56 kWh.

Die WĂ€rmeversorgung der Wohneinheiten erfolgt dezentral ĂŒber Infrarotheizungen pro Zimmer, wĂ€hrend das Brauchwasser ĂŒber sogenannte Autarkie-Boiler erwĂ€rmt wird. Durch dieses Zusammenspiel sollen rund 60 Prozent des gesamten Energiebedarfs fĂŒr RaumwĂ€rme, Warmwasser und Haushaltsstrom direkt aus dem selbst erzeugten Solarstrom gedeckt werden.

FlÀchenaufteilung und Energiekennwerte

Die drei GebĂ€ude bieten jeweils Platz fĂŒr sieben Wohneinheiten mit GrĂ¶ĂŸen zwischen 85 und 104 Quadratmetern sowie eine Maisonette-Wohnung mit 74 Quadratmetern. Bei einer WohnflĂ€che von 608 Quadratmetern pro Haus belĂ€uft sich die EnergiebezugsflĂ€che auf 915 Quadratmeter.

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Ein Bauprojekt im Erzgebirge zeigt, wie sich Energiekosten im Geschosswohnungsbau auf 0,95 Euro pro Quadratmeter drĂŒcken lassen — mit PV, Speicher und Infrarotheizung statt fossiler Brennstoffe. Wer Ă€hnlich plant, findet hier die konkreten Rechenschritte. Jetzt kostenlosen Praxisleitfaden anfordern

Aus der Planung geht ein jĂ€hrlicher Gesamtstrombedarf von 57.625 kWh pro Haus hervor. Der spezifische Heizstrombedarf ist mit 20 kWh/(mÂČ*a) veranschlagt. Auf dieser Grundlage fĂŒhrt die Genossenschaft ein Pauschalmietmodell ein, das zunĂ€chst fĂŒr einen Zeitraum von fĂŒnf Jahren festgeschrieben wird.

Die gesamten Energiekosten sind dabei mit circa 0,95 Euro pro Quadratmeter vermietbare FlÀche und Monat kalkuliert. Bei vergleichbaren Neubauten ohne hohen Autarkiegrad bewegen sich die Kosten typischerweise zwischen 2,50 und 4,00 Euro pro Quadratmeter.

Genossenschaftliche Bestandsentwicklung

Das Neubauvorhaben ist Teil einer langfristigen Anpassung der Wohnungsgenossenschaft an den regionalen Wohnungsmarkt. WĂ€hrend der Leerstand im Jahr 2001 noch bei 27 Prozent lag, konnte die Quote inzwischen auf circa 12 bis 14 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig verringerte die Genossenschaft ihren Gesamtbestand von einst fast 2.600 auf nunmehr rund 1.800 Wohnungen.

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Explodierende Nebenkosten machen Mietern und Vermietern gleichermaßen zu schaffen. Ein aktuelles Konzept zeigt, wie ein voll elektrischer KfW-55-Neubau mit Solarstrom und Speicher langfristig kalkulierbare Wohnkosten ermöglicht. Kalkulationsmodell fĂŒr 0,95 Euro pro Quadratmeter sichern

FĂŒr den 30. September 2026 ist in Schwarzenberg die offizielle Grundsteinlegung im Rahmen einer öffentlichen Auftaktveranstaltung von 13 bis 16 Uhr angesetzt. Mit dem Bau will das Wohnungsunternehmen demonstrieren, wie sich dezentrale Solarstromerzeugung und Speichertechnologien wirtschaftlich im Mietsektor etablieren lassen.

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