Schwedische, Studie

Schwedische Studie: Bei 60- bis 69-Jährigen steigt das Risiko um bis zu 86 Prozent

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 09:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei 60- bis 69-Jährigen gingen schwache Testergebnisse mit einem um 66 bis 86 Prozent höheren Risiko einher.
Ein minimalistischer, hell durchfluteter Raum mit sanftem Schattenwurf an einer leeren Wand. Illustration mit AI erstellt.

Ein Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit um das 60. Lebensjahr herum kann auf eine drohende zerebrovaskuläre Erkrankung im darauffolgenden Jahrzehnt hindeuten. Das zeigt eine schwedische Kohortenstudie, deren Ergebnisse im Fachblatt Journal of the American Heart Association publiziert wurden.

Demnach lassen sich Einbußen bei kognitiven Fähigkeiten wie dem Gedächtnis und der Verarbeitungsgeschwindigkeit als statistische Vorboten für spätere Durchblutungsstörungen des Gehirns identifizieren.

Studienergebnisse zur kognitiven Leistungsfähigkeit

Im Rahmen der Untersuchung analysierten die Forschenden Daten einer Kohorte von 4.900 Personen, die zu Beginn der Erhebung gesund und zwischen 50 und 80 Jahre alt waren. Während der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 12 Jahren registrierten die Wissenschaftler bei 572 Teilnehmenden erstmals eine zerebrovaskuläre Störung.

Besonders deutlich zeichnete sich dieser Zusammenhang in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen ab. Personen in diesem Alterssegment, die bei kognitiven Tests die schwächsten Resultate erzielten, wiesen ein um 66 bis 86 Prozent höheres Erkrankungsrisiko auf als jene Gleichaltrigen, die in den Tests am besten abschnitten.

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Die beobachtete Verbindung behielt auch nach der statistischen Bereinigung um relevante Hintergrundvariablen ihre Gültigkeit. Wie finnische Medien unter Berufung auf den medizinischen Nachrichtendienst Duodecim berichteten, unterstreicht dies die Bedeutung neurokognitiver Auffälligkeiten als eigenständigen Risikomarker.

Hohe Fallzahlen und Potenziale der Prävention

Zerebrovaskuläre Störungen stellen im Gesundheitssystem eine erhebliche Belastung dar. Am Beispiel Finnlands wird das Ausmaß derartiger Ereignisse sichtbar: Dort treten jedes Jahr rund 25.000 zerebrovaskuläre Störungen auf, bei denen es sich überwiegend um Hirninfarkte handelt.

Gleichzeitig verweisen Fachleute auf bestehende Möglichkeiten der Vorbeugung. Laut Angaben von Terveyskylä Aivotalo könnten 9 von 10 zerebrovaskulären Störungen verhindert werden. Vor diesem Hintergrund gewinnen Früherkennungsmerkmale an Relevanz.

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Wenn kognitive Funktionseinbußen frühzeitig im sechsten Lebensjahrzehnt erfasst werden, könnte dies künftig dazu beitragen, gefährdete Personen rechtzeitig zu identifizieren und gezielte präventive Maßnahmen gegen Gefäßerkrankungen des Gehirns einzuleiten.

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