Security-Fiasko, Millionen

Security-Fiasko? 32 Millionen Computer in Deutschland laufen noch mit Windows 10

02.01.2025 - 09:15:00 | pressetext.de

Jena - Droht Deutschland in wenigen Monaten ein Security-GAU? 32 Millionen Windows-Computer laufen in Deutschland immer noch unter dem Betriebssystem Windows 10. Das sind rund 65 Prozent aller GerĂ€te in deutschen Haushalten. Das Support-Ende fĂŒr das bald zehn Jahre alte System ist fĂŒr den 14. Oktober 2025 angekĂŒndigt. Das neuere Windows 11 lĂ€uft aktuell auf rund 33 Prozent der GerĂ€te (16,5 Millionen GerĂ€te). Weiterhin gibt es noch ĂŒber eine Million Windows-Dinosaurier, die mit Windows 8.1, 8, 7 oder sogar XP laufen.

"Es ist fĂŒnf vor zwölf, um ein Security-Fiasko fĂŒr das Jahr 2025 zu vermeiden. Wir raten allen Anwendern dringend, nicht bis Oktober zu warten, sondern umgehend auf Windows 11 umzusteigen oder ein alternatives Betriebssystem zu wĂ€hlen, falls ihr GerĂ€t nicht auf das neueste Windows-Betriebssystem aktualisiert werden kann. Andernfalls setzen sich Nutzer erheblichen Sicherheitsrisiken aus und machen sich anfĂ€llig fĂŒr gefĂ€hrliche Cyberangriffe und Datenverluste", erklĂ€rt IT-Sicherheitsexperte Thorsten Urbanski von ESET.

"Unternehmen sollten frĂŒhzeitig den Umstieg planen. Eine VerlĂ€ngerung des Supports ist kostspielig. Die GerĂ€te einfach weiterlaufen zu lassen ist grob fahrlĂ€ssig. Gerade diese veralteten Systeme sind anfĂ€lliger fĂŒr Cyberangriffe. Schlimmstenfalls sind diese Computer der Ausgangspunkt fĂŒr Datenverluste, Spionage- und Ransomware-Attacken. Im Schadensfall können Versicherungen sogar die Regulierung verweigern, da der Stand der Technik nicht eingehalten wurde", so Urbanski weiter.

GefÀhrlichere Situation als beim Ende von Windows 7

"Die Situation ist gefĂ€hrlicher als beim Support-Ende von Windows 7 Anfang 2020", so Urbanski weiter. "Bereits vor dem offiziellen Datum setzten Ende 2019 nur noch rund 20 Prozent der Anwender auf Windows 7. Bereits ĂŒber 70 Prozent hatten das neue Windows 10 im Einsatz. Die aktuelle Situation ist brandgefĂ€hrlich. Cyberkriminelle kennen diese Zahlen sehr genau und warten nur auf den Tag des Support-Endes."

Mehrheit setzt auf Windows 10

Rund 65 Prozent aller Anwender in Deutschland haben Windows 10 auf ihren Computern installiert. In absoluten Zahlen ausgedrĂŒckt, sind dies rund 32 Millionen Rechner. Auch in Österreich (63 Prozent) und der Schweiz (56 Prozent) setzt die Mehrheit der Nutzer noch auf das auslaufende Betriebssystem. Insgesamt sind dies fĂŒr den gesamten DACH-Raum ĂŒber 35 Millionen GerĂ€te. Derzeit veröffentlicht Microsoft noch regelmĂ€ĂŸig Sicherheitsupdates fĂŒr Windows 10. Am 14.10.2025 ist jedoch Schluss damit. Neu entdeckte SicherheitslĂŒcken werden nicht mehr geschlossen. Dies macht die GerĂ€te anfĂ€lliger fĂŒr Malware und Cyberangriffe. Ohne Updates fĂ€llt es Kriminellen leichter, sensible Daten wie Bankverbindungen oder Passwörter abzugreifen.

Auch Unternehmen sollten reagieren

Microsoft hat bereits angekĂŒndigt, dass es einen erweiterten, kostenpflichtigen Support fĂŒr Windows 10 geben wird. Neu ist, dass auch Privatanwender diesen Service kaufen können. Die Kosten sind allerdings hoch und steigen mit jedem Jahr der Nutzung um das Doppelte. Auch im Unternehmensbereich sind gerade veraltete Systeme ein Hauptziel fĂŒr Cyberkriminelle. Daher sollten die Verantwortlichen frĂŒhzeitig den Umstieg planen. GerĂ€te mit nicht mehr unterstĂŒtzter Software sind anfĂ€lliger fĂŒr Angriffe.

Neben Gefahren wie Datenverlust, Spionage- sowie kostspieligen Ransomware-Angriffen drohen zudem KompatibilitĂ€tsprobleme mit moderner Soft- und Hardware, was die ProduktivitĂ€t beeintrĂ€chtigt. Unternehmen riskieren auch VerstĂ¶ĂŸe gegen geltende Datenschutzbestimmungen, was rechtliche Konsequenzen und einen Vertrauensverlust bei Kunden nach sich ziehen kann.

Sicherheitstipps der ESET-Experten

* Windows aktualisieren: Nutzen Sie stets die neueste Windows-Version, auch wenn die Umstellung zunĂ€chst schwerfĂ€llt. Alte Versionen wie Windows 7 oder XP sind ein hohes Sicherheitsrisiko und sollten dringend ersetzt werden. Auch der Umstieg von Windows 10 sollte schon geplant werden. ESET empfiehlt einen schnellstmöglichen Wechsel zu Windows 11. Alternativ kann auch eine Linux-Distribution eine gute Option sein, besonders fĂŒr Ă€ltere Hardware. * RegelmĂ€ĂŸige Updates installieren: Halten Sie nicht nur das Betriebssystem, sondern auch die GerĂ€te-Firmware und alle installierten Programme stets auf dem neuesten Stand. Aktivieren Sie die automatische Updatefunktion wenn möglich. ÜberprĂŒfen Sie regelmĂ€ĂŸig, ob neue Updates verfĂŒgbar sind. * Sicherheitssoftware einsetzen: Eine moderne Internet Security Software ist unverzichtbar. Diese sollte E-Mails, Webseiten, Wechselmedien wie USB-Sticks, den Arbeitsspeicher und Netzwerkschnittstellen auf Schadsoftware ĂŒberprĂŒfen. Ein Exploit Blocker ist wichtig, um Schutz zu bieten, wenn noch kein Update fĂŒr eine SicherheitslĂŒcke verfĂŒgbar ist. WĂ€hlen Sie Lösungen, die auch eine cloudbasierte Schutzebene vorweisen. Diese hilft bei der Abwehr noch unbekannter Bedrohungen. * Admin-Rechte minimieren: Arbeiten Sie im Alltag mit eingeschrĂ€nkten Benutzerrechten. Verwenden Sie Admin-Rechte nur, wenn es unbedingt notwendig ist. * RegelmĂ€ĂŸige Backups: Sichern Sie Ihre Daten regelmĂ€ĂŸig auf externen Speichermedien oder in einer sicheren Cloud, um im Falle eines Angriffs oder Systemausfalls vorbereitet zu sein.

(Ende)

Aussender: ESET Deutschland GmbH Ansprechpartner: Philipp Plum Tel.: +49 3641 3114 141 E-Mail: philipp.plum@eset.com Website: www.eset.de

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