Europas SouverÀnitÀt im Stresstest: Tag zwei des 17. EuropÀischen Mediengipfels
08.12.2025 - 11:02:06Am Panel âKrieg und Frieden: Welt in Eskalation â Europa in Unsicherheitâ richtete die Diskussion den Blick auf globale Konflikte, geopolitische Machtverschiebungen und die Frage, welche Rolle Europa zwischen den GroĂmĂ€chten USA, Russland und China kĂŒnftig einnehmen könnte.
Kai Diekmann (ehemaliger BILD-Chefredakteur) und Maria Scholl (Chefredakteurin der Austria Presse Agentur) fĂŒhrten durch das GesprĂ€ch mit Julia Friedlander (GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Atlantik-BrĂŒcke in Berlin und ehem. Beraterin im US-Finanzministerium), Gerhard Mangott (Russland-Experte) und Claudia BrĂŒhwiler (Professorin fĂŒr American Political Thought and Culture an der UniversitĂ€t St. Gallen).
Mangott lenkte den Blick nach Osten und betonte, dass das VerstĂ€ndnis Russlands entscheidend fĂŒr Europas Politik sei. Russland könne seiner EinschĂ€tzung nach keine liberale Demokratie werden: âIch werde bald 60 und glaube nicht, dass ich eine liberale Demokratie in Russland erleben werde.â, so Mangott.
BrĂŒhwiler richtete den Blick ĂŒber den Atlantik und sprach ĂŒber mögliche Ăberraschungen bei den US-PrĂ€sidentschaftswahlen 2028: âMöglicherweise ist der neue PrĂ€sident ein Phönix aus der Asche, aus der demokratischen Partei.â Die Expertin wies darauf hin, dass wirtschaftliche Entwicklungen traditionell eine zentrale Rolle fĂŒr das Wahlverhalten in den USA spielen. Sollte der Zollkonflikt weiter eskalieren, könnten die Chancen fĂŒr einen demokratischen Kandidaten steigen.
Friedlander bewertete Europas Stellenwert aus amerikanischer Perspektive. Auf die Frage, ob Europa fĂŒr die USA noch eine Rolle spiele, erklĂ€rte sie: âEuropa ist auf dem Weg zu einer Beziehung auf Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten.â Der europĂ€ische Einfluss werde in den USA keineswegs unterschĂ€tzt, im Gegenteil habe die Bedeutung der EU dort zugenommen.
In einem Punkt waren sich alle drei Diskutierenden einig: Europa stehe vor groĂen Herausforderungen, könne sich in einer turbulenten und globalisierten Welt jedoch behaupten.
Europa zwischen Aufbruch und RĂŒckschritt
Das BĂŒhnenprogramm am Freitag bot auĂerdem weitere Themen aus Politik, Medien und Gesellschaft. Diskutiert wurden aktuelle Fragen der europĂ€ischen Demokratie, die Herausforderungen digitaler Kommunikation sowie neue Perspektiven auf wirtschaftliches Wachstum und Verantwortung.
FĂŒr Samstagvormittag u.a. angekĂŒndigt: Josef Aschbacher (Generaldirektor der EuropĂ€ischen Weltraumorganisation ESA) und Sviatlana Tsikhanouskaya (Belarussische Oppositionspolitikerin). Seinen Abschluss findet der 17. EuropĂ€ische Mediengipfel mit einer literarischen Europareise unter dem Motto: Der österreichische Erfolgsautor Michael Köhlmeier erzĂ€hlt, der Philosoph Konrad Paul Liessmann interpretiert.
Das Programm sowie den Live-Stream und die Mediathek zum Nachschauen gibt es hier: mediengipfel.at
Ăber den EuropĂ€ischen Mediengipfel
Seit dem GrĂŒndungsjahr 2007 bildet der EuropĂ€ische Mediengipfel einen auĂergewöhnlichen Rahmen fĂŒr Diskussionen, bei denen die anhaltend turbulente Welt der Medien, die europĂ€ische Politik sowie wirtschaftliche und gesellschaftspolitische ZusammenhĂ€nge der europĂ€ischen LebensrealitĂ€t beleuchtet werden.
Der von Beginn an unter der Schirmherrschaft des Ăsterreichischen AuĂenministeriums stehende EuropĂ€ische Mediengipfel â von der Kommunikationsagentur ProMedia Kommunikation initiiert und federfĂŒhrend mit dem Verband der Auslandspresse in Wien organisiert â wird von der Region Seefeld und dem Land Tirol bzw. der Lebensraum Tirol Gruppe unterstĂŒtzt.
Weitere Partner sind: Industriellenvereinigung Tirol, Uniqa, UniversitĂ€t Innsbruck, Management Center Innsbruck, EuropĂ€isches Parlament, Wirtschaftskammer Ăsterreich, Wirtschaftskammer Tirol, Ăsterreichische Medienakademie, APA â Austria Presse Agentur, Tageszeitung Dolomiten und Moser Holding.
Pressekontakt:
ProMedia Kommunikation GmbH
Nadine Rendl, MA
Telefon: +43 664 5208373
E-Mail: nadine.rendl@pro.media
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