Physik, Astronomie

Ein Jahr «Webb»-Teleskop - einzigartige Blicke ins All

12.07.2023 - 12:28:12 | dpa.de

Seit einem Jahr liefert das «Webb»-Teleskop spektakulÀre Bilder aus dem All. Zum JubilÀum gibt es einen Blick in eine kosmische Kinderstube.

Der Galaxienhaufen SMACS 0723, aufgenommen mit dem «James Webb»-Teleskop. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den ersten Jahrestag des Beginns der wissenschaftlichen Arbeit des «James Webb»-Teleskops gefeiert. - Foto: Space Telescope Science Institut/NASA/ESA/CSA/dpa

Mit der Veröffentlichung einer neuen Aufnahme hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa den ersten Jahrestag des Beginns der wissenschaftlichen Arbeit des «James Webb»-Teleskops gefeiert. Das am Mittwoch prÀsentierte Bild zeigt die sogenannte Rho-Ophiuchi-Wolke. Laut Nasa ist sie mit einer Entfernung von 390 Lichtjahren das der Erde nÀchstgelegene Sternentstehungsgebiet.

Genau vor einem Jahr zuvor, am 12. Juli 2022, hatte die Nasa erstmals Aufnahmen des Teleskops gezeigt - Bilder, die die bis dahin tiefsten und detailreichsten Einblicke in den Weltraum lieferten. Die allererste veröffentlichte Aufnahme, die nach Angaben der Nasa «tiefste und schĂ€rfste bislang aufgenommene Infrarot-Sicht auf das Universum», wurde im Weißen Haus gemeinsam mit US-PrĂ€sident Joe Biden und dessen Vize Kamala Harris prĂ€sentiert. Biden sprach von einem «historischen Tag».

Seitdem hat die Nasa immer wieder neue Bilder des Teleskops veröffentlicht und damit Wissenschaftler und Weltraum-Fans weltweit begeistert. Unter anderem waren darunter Aufnahmen von den Planeten Jupiter, Neptun und Saturn sowie von Galaxien und Exoplaneten.

Nach 30 Jahren Entwicklung

«James Webb», das bislang grĂ¶ĂŸte und leistungsfĂ€higste Teleskop, das je ins All gebracht wurde, war am 25. Dezember 2021 an Bord einer Ariane-TrĂ€gerrakete vom europĂ€ischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet - nachdem es zuvor Kostenexplosionen und immer neue Verschiebungen gegeben hatte. Das Teleskop ist nach einem frĂŒheren Nasa-Chef benannt, der die Behörde in den fĂŒr die Raumfahrt wichtigen 60er Jahren leitete. Die Weltraumagenturen der USA, Kanadas und Europas kooperieren bei dem Projekt.

Das «James Webb Space Telescope» (JWST) wurde rund 30 Jahre lang entwickelt und kostete schlussendlich etwa 10 Milliarden Dollar (rund 8,8 Milliarden Euro). Es folgt auf das Teleskop «Hubble», das seit mehr als 30 Jahren im Einsatz ist. WÀhrend «Hubble» im optischen und ultravioletten Bereich arbeitet, untersucht «James Webb» im infrarotnahen Bereich.

«James Webb» soll rund 1,5 Millionen Kilometer weit ins All fliegen und unter anderem mit Hilfe eines 25 Quadratmeter großen Spiegels neue Bilder aus dem frĂŒhen Universum liefern. Wissenschaftler erhoffen sich von den Aufnahmen unter anderem Erkenntnisse ĂŒber die Zeit nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren. Sie hoffen auf Bilder von Sternen, die Ă€lter sind als unser Sonnensystem und vielleicht nicht mehr existieren - und möglicherweise sogar auf Hinweise auf eine zweite Erde. Die Lebensdauer von «James Webb» ist dabei erstmal auf zehn Jahre angelegt.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
wissenschaft | 63841682 |