Studie, Jobs

Studie: Weniger Jobs fĂŒr junge Arbeitnehmer durch KI

27.08.2025 - 01:08:31 | dpa.de

Seit Jahren wird darĂŒber diskutiert, wie KI den Arbeitsmarkt verĂ€ndern wird. US-Forscher stellten nun fest, dass Jobs fĂŒr eine bestimmte Altersgruppe besonders stark betroffen sind.

Der Einsatz von KI-Software schlĂ€gt der Studie zufolge vor allem auf Einstiegsjobs fĂŒr junge Arbeitnehmer durch. (Archivbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-tmn
Der Einsatz von KI-Software schlĂ€gt der Studie zufolge vor allem auf Einstiegsjobs fĂŒr junge Arbeitnehmer durch. (Archivbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-tmn

In Bereichen mit einem breiten Einsatz von KĂŒnstlicher Intelligenz gibt es laut einer US-Studie spĂŒrbar weniger Jobs fĂŒr junge Arbeitnehmer. So sei die BeschĂ€ftigung von 22- bis 25-jĂ€hrigen Software-Entwicklern seit Ende 2022 um ein FĂŒnftel gefallen, errechneten Forscher der Stanford-UniversitĂ€t. 

Insgesamt sei die Zahl der 22- bis 25-jĂ€hrigen BeschĂ€ftigten in Jobs, die am stĂ€rksten von KI-Software durchdrungen sind, um sechs Prozent gesunken. Eine weitere stark betroffene Branche neben der Software-Entwicklung ist der Kundendienst unter anderem mit Callcenter-ArbeitsplĂ€tzen. In Bereichen mit wenig KI-Einsatz sei die BeschĂ€ftigung junger Arbeitnehmer dagegen um rund neun Prozent gestiegen, hieß es.

SchĂŒtzt Erfahrung vor KI-Konkurrenz? 

Eine weitere Erkenntnis aus der Studie: Die Zahl Ă€lterer Arbeitnehmer nahm auch in Bereichen mit hohem KI-Einsatz zu. Die Stanford-Forscher sehen eine mögliche ErklĂ€rung dafĂŒr darin, dass KI ĂŒber das Grundwissen aus der Ausbildung verfĂŒge - nicht aber ĂŒber die Erfahrung, die man sich mit der lĂ€ngeren AusĂŒbung eines Berufs aneigne. 

Zudem sei die VerdrĂ€ngung höher bei Jobs, in denen KI Mitarbeiter ersetzen könne, statt sie nur zu unterstĂŒtzen. In Bereichen wie der Pflege wachse die BeschĂ€ftigung in allen Altersgruppen. 

Auch andere Faktoren möglich

FĂŒr die Studie wurden Informationen des Personalbuchhaltungs-Dienstleisters ADP ausgewertet. Nach dem Ausschluss unter anderem von Teilzeit-BeschĂ€ftigten lag die Datenbasis fĂŒr die Studie bei 3,5 bis 5 Millionen Arbeitnehmern pro Monat. Es ist die erste Analyse auf einer so breiten Grundlage, die zu dem Ergebnis kommt, dass KI den Arbeitsmarkt bereits spĂŒrbar beeinflusst.

Die Stanford-Forscher schrĂ€nken zugleich ein, dass die ADP-Daten nicht ganz die Struktur der US-Wirtschaft abbilden. Auch stĂŒtzten sie sich unter anderem auf SchĂ€tzungen der KI-Firma Anthropic als es darum ging, die Art der KI-Nutzung in einer TĂ€tigkeit zu bestimmen. Die Forscher rĂ€umen ein, dass die exakten Zahlen auch von anderen Faktoren beeinflusst werden könnten. Sie versuchten unter anderem, mögliche Verzerrungen durch die Konjunktur oder die Jobstreichungen nach einem zu schnellen Aufbau von ArbeitsplĂ€tzen zu Beginn der Corona-Pandemie herauszurechnen.

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