Serviceroboter, Lagerroboter

Serviceroboter: Mobile Lagerroboter legen weltweit um 19 Prozent zu

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 14:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der weltweite Absatz mobiler Intralogistikroboter legte 2025 um 19 Prozent zu; mehr als 90 Prozent stammten aus Asien-Pazifik.
Ein weitläufiges, leeres Lagerhaus mit hohen Regalsystemen und poliertem Betonboden in einer modernen Industriehalle. Illustration mit AI erstellt.

Die Automatisierung in Lagern und Fabriken treibt den globalen Markt für mobile Serviceroboter weiter an. Wie aus dem Report „World Robotics 2026 – Service Robots“ der International Federation of Robotics (IFR) hervorgeht, erreichte der weltweite Absatz mobiler Roboter in der Intralogistik im Jahr 2025 rund 103.700 Einheiten. Dies entspricht einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Einschließlich weiterer Einsatzbereiche summierte sich das Segment für Transport und Logistik auf insgesamt rund 117.500 Einheiten.

Damit behauptet die Intralogistik ihre Position als wichtigster Pfeiler der professionellen Servicerobotik. Von den insgesamt 250.000 im Jahr 2025 erfassten Einheiten entfielen 47 Prozent auf diesen Bereich, basierend auf einer Stichprobe von 238 Unternehmen. Parallel dazu verzeichnete auch das Geschäftsmodell Robot-as-a-Service (RaaS) ein starkes Plus und wuchs von 2024 auf 2025 um 42 Prozent.

Starke asiatische Präsenz und ungleiche Wettbewerbsbedingungen

Die Auswertung der Herstellerherkunft verdeutlicht ein erhebliches geografisches Ungleichgewicht. Mehr als 90 Prozent der mobilen Intralogistik-Roboter stammten 2025 aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Europa kam auf einen Anteil von lediglich 7 Prozent, während Nord- und Südamerika zusammen nur 1 Prozent stellten.

VDMA-Geschäftsführer Sascha Schmel wies auf diesen hohen asiatischen Marktanteil hin. Zwar sei ein fairer Wettbewerb mit chinesischen Anbietern ausdrücklich willkommen, staatliche Förderungen in China schafften jedoch ungleiche Rahmenbedingungen zum Nachteil europäischer Hersteller.

Chinesische Anbieter wie Hikvision Robotics unterstreichen dieses Übergewicht: Das Unternehmen meldete bis Juli 2026 mehr als 200.000 kumuliert produzierte mobile Roboter über alle Kategorien hinweg und bediente mit Stand Ende April 2026 über 20.000 Kunden in mehr als 200 Branchen.

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Langfristige Wachstumsaussichten bis 2035

Prognosen von Marktforschern signalisieren eine Fortsetzung dieser Dynamik. Einer Analyse von Futurum zufolge soll der weltweite Gesamtmarkt für Robotik von 83 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 im Basis-Szenario auf 391 Milliarden US-Dollar im Jahr 2035 steigen, was einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 16,7 Prozent entspricht. Das Segment der bodengebundenen mobilen Roboter werde dabei auf 125 Milliarden US-Dollar anwachsen und rund 32 Prozent des Gesamtmarkts stellen.

Ein Bericht von The Business Research Company (TBRC) sieht für den Markt für autonome mobile Roboter (AMR) bis 2030 ein Volumen von über 7 Milliarden US-Dollar vor, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 13 Prozent.

Als wesentliche Treiber gelten die Lager- und Logistikautomation, die demnach rund 1,5 Prozentpunkte zum jährlichen Wachstum beiträgt, gefolgt vom Arbeitskräftemangel mit rund 1,2 Prozentpunkten. ABB hielt 2025 die Marktführerschaft mit einem Anteil von 4 Prozent, während die zehn größten Anbieter zusammen 23 Prozent des Umsatzes auf sich vereinten.

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Industrielle Erweiterungen und neue Komponenten

Auch europäische Industrieunternehmen bauen ihr Engagement im Markt aus. Continental adressiert die Nachfrage mit dem Transportroboter NXS 300, der Lasten bis 300 Kilogramm befördert und über eine native VDA-5050-Schnittstelle verfügt.

Gleichzeitig treiben Zulieferer spezialisierte Komponenten voran: SEW-Eurodrive kündigte mit PxG integrated einen kompakten Präzisionsplanetengetriebemotor an, Dunkermotoren stellte integrierte funktionale Sicherheitsfunktionen für bürstenlose Gleichstrommotoren vor, und DeepDrive trat im Oktober 2026 mit Doppelrotor-Aktuatoren für kompakte Robotergelenke in den Markt ein.

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