SharePoint-Lücke: Microsoft setzt Frist bis 19. Juli für kritischen Patch
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 19:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Von Preisanpassungen über zwingende Sicherheitsupdates bis hin zu neuen Funktionen – wer Microsoft 365 nutzt, muss jetzt handeln.
Preise steigen zum 1. Juli – Partner-Benefits neu geregelt
Seit dem 1. Juli 2026 gelten höhere Preise für zahlreiche Microsoft-365-Produkte. Betroffen sind Enterprise-, Business- und Frontline-Lizenzen sowie verschiedene Standalone-SKUs. Parallel dazu hat Microsoft die Abwicklung von Partner-Benefits umgestellt: Die Einlösung erfolgt nun über einen spezifischen Workflow im Partner Center, der an das Microsoft Customer Agreement (MCA) gekoppelt ist.
Eine wichtige Änderung für Partner: Die bisherige 30-tägige Gnadenfrist für die Nutzung von Cloud-Benefits wurde gestrichen. Branchenkenner rechnen damit, dass beim anstehenden MCAPS Start for Partners-Event am 22. Juli 2026 die strategischen Prioritäten für das neue Geschäftsjahr vorgestellt werden.
Sicherheitslücken: CISA setzt Unternehmen unter Druck
Der Patch Tuesday im Juli hat hunderte Schwachstellen im Microsoft-Stack geschlossen – doch einige sind besonders kritisch. Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat eine Remote-Code-Ausführungslücke in SharePoint Server in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen. Betroffene Behörden und Unternehmen müssen den Patch bis zum 19. Juli 2026 einspielen, sonst drohen Angriffe auf Maschinenschlüssel oder die Installation nicht autorisierter Shells.
Erst am 17. Juli lief eine Frist für eine weitere SharePoint-Sicherheitslücke ab, die eine Rechteausweitung ermöglichte. Die Dringlichkeit wird durch das Support-Ende mehrerer Legacy-Produkte verschärft: SharePoint Server 2016 und 2019 sowie SQL Server 2016 erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Zudem hat Microsoft die letzte Stufe der Kerberos-Härtung abgeschlossen – der Verschlüsselungsalgorithmus RC4 wird nun vollständig blockiert.
Angesichts der verschärften Bedrohungslage durch neue Sicherheitslücken im Microsoft-Stack müssen Unternehmen ihre Compliance und IT-Sicherheit jetzt proaktiv stärken. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden verschafft Ihnen den nötigen Überblick über aktuelle Fristen und rechtliche Pflichten. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Neue Features: Defender für E3 und Abschied von alten Funktionen
Microsoft erweitert den Leistungsumfang für E3-Lizenznehmer: Ab dem 1. August 2026 ist Microsoft Defender for Office 365 Plan 1 enthalten. Die Sicherheitslösung bietet Funktionen wie Safe Links und Echtzeit-Bedrohungserkennung.
Gleichzeitig bereitet Microsoft den Ruhestand mehrerer Funktionen vor:
- Network Data Loss Prevention (DLP): Die Integration von Microsoft Purview DLP mit Entra Global Secure Access ist für September 2026 geplant. Das Tool blockiert vertrauliche Dateien vor dem Transfer in nicht verwaltete Cloud-Anwendungen.
- Outlook Meeting Insights: Anfang September 2026 wird die Funktion eingestellt. Als Ersatz kommt eine neue Vorbereitungserfahrung auf Basis von Microsoft 365 Copilot, die Zusammenfassungen bietet und über 30 Dateitypen unterstützt.
- SharePoint-Externes Teilen: Ab Oktober 2026 wird das Einmal-Passwort-System (OTP) für SharePoint und OneDrive abgeschafft. Der externe Zugriff erfolgt dann ausschließlich über Microsoft Entra B2B.
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Schulungen im Wochenrhythmus: Microsoft beschleunigt Weiterbildung
Seit dem 17. Juli 2026 erscheinen die Instructor-Led Training (ILT)-Kataloge im Wochenrhythmus. Die neue Taktung umfasst Zertifizierungen zu Azure, Sicherheit und Künstlicher Intelligenz. Unternehmen erhalten so Zugriff auf aktuelle Schulungsmaterialien, sobald neue Funktionen ausgerollt werden – ein Schritt, der die wachsende Geschwindigkeit der Microsoft-Cloud-Entwicklung widerspiegelt.
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