SharePoint-Sicherheit, KI-Tools

SharePoint-Sicherheit: 76% fürchten KI-Tools bei Datenschutz

26.06.2026 - 22:48:39 | boerse-global.de

Anbieter wie Keeper, Netwrix und CoreView erweitern ihre Sicherheitslösungen für Microsoft 365 gegen wachsende KI-Risiken.

Sicherheitslösungen für Microsoft 365: KI-Risiken im Fokus
SharePoint-Sicherheit - Abstraktes digitales Netzwerk mit leuchtenden Linien, die Symbole für Microsoft Teams, KI und Sicherheitsschilder verbinden, symbolisiert Daten-Governance. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Fokus stehen die wachsenden Risiken durch künstliche Intelligenz in Unternehmen.

Privilegierte Zugriffe im Visier

Keeper Security bringt seine Teams-App auf den Markt. Ab sofort können Nutzer sensible Daten direkt in Microsoft Teams anfordern und freigeben – ohne die Plattform verlassen zu müssen. Die App unterstützt fünf Kernfunktionen, darunter einmaliges Teilen von Passwörtern und automatisierte Berechtigungsrotation nach Ablauf des Zugriffs. Das Besondere: Das System arbeitet nach dem Zero-Knowledge-Prinzip. Zugriffe werden nur temporär gewährt, dauerhafte Berechtigungen gehören der Vergangenheit an.

Parallel dazu hat Netwrix seine 1Secure-Plattform um KI-Governance-Funktionen erweitert. Der neue Assistent namens Netwrix Neo soll Sicherheitslücken im Active Directory aufspüren. Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein: Unternehmen, die KI einsetzen und ihre digitalen Identitäten ausweiten, haben eine Sicherheitsvorfallrate von 43 Prozent. Zum Vergleich: Firmen ohne solche Erweiterungen kommen auf lediglich elf Prozent.

Sharepoint: Das Sicherheitsrisiko im Schatten

CoreView präsentiert mit „Control for SharePoint" ein Werkzeug, das Berechtigungen auf Datei-, Ordner- und Einzelebene sichtbar macht. Die Lösung kommt nicht von ungefähr: Laut Unternehmensangaben sehen 68 Prozent der IT-Verantwortlichen anonyme Freigabelinks als erhebliches Risiko. Noch mehr – nämlich 76 Prozent – fürchten, dass KI-Tools ungeschützte vertrauliche Dateien aufspüren könnten. Das Tool bewertet Risiken und schließt Sicherheitslücken automatisch, bevor interne KI-Systeme sie entdecken.

EPC Group hat parallel eine vierstufige Zugriffskontroll-Architektur für SharePoint und Teams vorgestellt. Sie kombiniert Vertraulichkeitskennzeichnungen, Privileged Identity Management von Entra und vierteljährliche Berechtigungsüberprüfungen. Das Ziel: Compliance mit strengen Standards wie HIPAA und FedRAMP. Die Implementierung dauert drei Wochen für die Analysephase und bis zu 16 Wochen für die Integration.

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Microsoft zieht nach: Neue Governance-Funktionen

Der Konzern selbst bleibt nicht untätig. Ab sofort stehen neue Site Lifecycle Management-Richtlinien für SharePoint Advanced Management zur Verfügung. Administratoren können damit Mindestanforderungen an Seitenbesitzer festlegen, inaktive Seiten aufspüren und regelmäßige Bestätigungen einfordern. Verstöße werden hart bestraft: Die Seiten landen im Read-Only-Modus oder werden archiviert.

Weitere Neuerungen im Überblick:

  • Intelligent Recap: Eine neue App bündelt Meeting-Aufzeichnungen, Chats und geteilte Dateien in einer Oberfläche. Schluss mit der Sucherei in historischen Besprechungsdaten.
  • Wi-Fi Check-In: Wer sich ins Firmennetz einwählt, wird automatisch als „Im Büro" markiert. Die Funktion erreicht diesen Monat die allgemeine Verfügbarkeit.
  • Assistenten-Sichtbarkeit: Ab Juli zeigt Teams Assistenten-Informationen aus Entra ID in Profilkarten und Organigrammen an – für reibungslosere Terminplanung.
  • Data Loss Prevention: Microsoft Purview Endpoint DLP erkennt ab August Vertraulichkeitskennzeichnungen in ZIP-Archiven. Ein bisheriges Schlupfloch wird geschlossen.

KI-Governance der nächsten Stufe

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68 Prozent der IT-Verantwortlichen sehen anonyme Freigabelinks als erhebliches Risiko – und 76 Prozent fürchten, dass KI ungeschützte Dateien aufspürt. Dieser Report zeigt, wie Sie beide Gefahren mit einem strukturierten 3-Stufen-Plan in den Griff bekommen. Risiko-Checkliste jetzt sichern

Mit Veridect betritt ein weiterer Anbieter die Bühne. Die Plattform fungiert als Governance-Schicht für Unternehmens-KI. Ein Konsens-Engine-Modell lässt mehrere hochwertige KI-Modelle parallel laufen und prüft deren Ergebnisse, bevor sie ausgeführt werden. Dieser „Pre-Action-Gate" gibt innerhalb von drei Sekunden grünes Licht, eskaliert oder blockiert Aktionen autonomer Agenten.

Auch F5 mischt mit. Nach der Übernahme von SurePath AI bringt der Netzwerkspezialist eine KI-Sicherheitsplattform auf den Markt. Der Fokus liegt auf der Erkennung und dem Schutz von KI-Anwendungen in Echtzeit. Der Hintergrund: 88 Prozent der Unternehmen berichteten zu Jahresbeginn von Problemen bei der KI-Implementierung. Unerkannte KI-Agenten in Firmennetzen sind ein wachsendes Problem – und genau hier setzt die neue Lösung an.

de | wissenschaft | 69635955 |