Bundesamt, HĂ€ufiger

Bundesamt: HĂ€ufiger Cannabinoide in SĂŒĂŸigkeiten

26.09.2024 - 15:26:24

Sieht aus wie ein normales buntes GummibĂ€rchen, enthĂ€lt aber Cannabinoide: Behörden fallen immer hĂ€ufiger solche nicht fĂŒr Kinder geeignete, aber leicht damit zu verwechselnde Produkte auf.

In SĂŒĂŸwaren sind nach EU-weiten Analysen immer hĂ€ufiger Cannabinoide enthalten. Betroffen sind vermehrt Produkte, die geeignet sind, von Kindern mit handelsĂŒblichen Erzeugnissen verwechselt zu werden, wie das Bundesamt fĂŒr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte. Dazu zĂ€hlen demnach Gummidrops, Kaugummis, Honig, Sirup, SoftgetrĂ€nke und Kekse.

Schnellmeldungen zu 20 solchen verwechselbaren Produkten seien im vergangenen Jahr ĂŒber das europĂ€ische Warnsystem RASFF ausgetauscht worden. Neben Cannabidiol (CBD) enthielten einige Produkte dem BVL zufolge das psychoaktive Hexahydrocannabinol (HHC), dessen Verkauf in Deutschland mittlerweile verboten ist. CBD-Erzeugnisse wiederum dĂŒrfen nicht verkauft werden, da bisher keine Zulassung von Cannabidiol als neuartiges Lebensmittel erfolgt ist.

Höchststand erreicht

Der Anteil von Meldungen zu Produkten mit Cannabinoiden verdoppelte sich prozentual von drei Prozent im Jahr 2022 auf sechs Prozent im vergangenen Jahr, wie es vom Bundesamt hieß. Insgesamt gab es demnach knapp 4.700 Meldungen zu potenziell gesundheitsgefĂ€hrdenden Lebensmitteln, Futtermitteln und Lebensmittelkontaktmaterialien von Behörden der 31 angeschlossenen Staaten. «Dies ist ein neuer Höchststand», hieß es. 

Fast jede achte Meldung (592) wurde dem BVL zufolge von deutschen Behörden ĂŒbermittelt. Bei jeder fĂŒnften Meldung war Deutschland als EmpfĂ€nger der zu beanstandenden Ware angegeben, ĂŒberwiegend waren Lebensmittel betroffen.

Zu den hĂ€ufigsten WarngrĂŒnden in der RASFF-Erfassung zĂ€hlten wie in den Vorjahren Pflanzenschutzmittel-RĂŒckstĂ€nde in Obst und GemĂŒse aus der TĂŒrkei sowie Salmonellen in GeflĂŒgelfleisch aus Polen.

@ dpa.de