Siri-Umbau, Apple

Siri-Umbau: Apple zahlt Google 1 Milliarde Dollar für Gemini

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 08:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple integriert Googles KI-Modell Gemini für rund eine Milliarde Dollar jährlich in Siri und verhandelt parallel über Nachrichtenlizenzen.

Apple plant Milliarden-Deal: Google Gemini soll Siri revolutionieren
Ein modernes Smartphone auf einem minimalistischen Schreibtisch in einem hellen, professionellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Technologiekonzern Apple bereitet offenbar eine umfassende technologische Neuausrichtung seines Sprachassistenten Siri vor. Berichten zufolge steht das Unternehmen vor dem Abschluss eines mehrjährigen Vertrages mit Google, um dessen KI-Modell Gemini tiefgreifend in das Apple-Ökosystem zu integrieren. Für die Nutzung der KI-Technologie soll Apple eine jährliche Gebühr von etwa 1 Milliarde US-Dollar an den Wettbewerber entrichten.

Integration in die Systemarchitektur

Die Einbindung von Google Gemini erfolgt laut den vorliegenden Informationen nicht als eigenständige Anwendung, sondern wird direkt in die sogenannten Apple Foundation Models integriert. Damit bleibt die Marke Gemini für die Endnutzer von Siri unsichtbar, während die technologische Basis des Sprachassistenten signifikant aufgewertet wird. Für die technische Leitung des Projekts zeichnen Mike Rockwell und Amar Subramanya verantwortlich.

Ein wesentlicher Aspekt der neuen Architektur ist die Datensicherheit und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Die überarbeitete Version von Siri soll wahlweise über eine private Cloud oder direkt auf dem Endgerät ausgeführt werden. Größere Software-Aktualisierungen, die diese Neuerungen vollumfänglich nutzen, werden für die Betriebssystem-Generationen iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 erwartet. Eine erste Aufwertung der Siri-Funktionalitäten wird bereits im weiteren Verlauf des aktuellen Jahres in Aussicht gestellt.

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer übersehen nach großen System-Updates oft wichtige Einstellungen zum Schutz ihrer Privatsphäre. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Gerät sicher aktualisieren und Ihre Daten optimal schützen. Kostenlosen Update-Ratgeber jetzt herunterladen

Verhandlungen mit Medienhäusern über Lizenzmodelle

Um die Qualität der bereitgestellten Informationen zu erhöhen, führt Apple parallel Gespräche mit zahlreichen Nachrichtenverlagen. Ziel dieser Verhandlungen sind mehrjährige Lizenzverträge, die der Siri-KI den Zugriff auf aktuelle journalistische Inhalte ermöglichen sollen. Das von Apple vorgeschlagene Vergütungsmodell sei variabel gestaltet, wobei das Gesamtbudget für diese Partnerschaften im neunstelligen US-Dollar-Bereich liegen soll.

Die Verlage stehen derzeit vor der Entscheidung, ob sie den Lizenzmodellen zustimmen oder rechtliche Schritte gegen die Nutzung ihrer Inhalte prüfen. Apple ist in diesem Bereich kein Unbekannter und hat bereits in der Vergangenheit Zahlungen für KI-Trainingsinhalte geleistet. Die Notwendigkeit für verifizierte Datenquellen wurde insbesondere Ende 2024 deutlich, als der Konzern die Bereitstellung von KI-generierten Nachrichtenzusammenfassungen aufgrund von Ungenauigkeiten vorerst einstellen musste. Zu den aktuellen Verhandlungen mit den Publishern wollte sich Apple bisher nicht offiziell äußern.

Rechtliche Hürden und finanzielle Entwicklung

Während die technologische Transformation voranschreitet, muss Apple auch Altlasten bewältigen. Ein Vergleich über 250 Millionen US-Dollar wurde vorläufig genehmigt, nachdem es Vorwürfe bezüglich Verzögerungen bei der Entwicklung von Siris KI-Fähigkeiten gegeben hatte.

Anzeige

Wer sich mit der neuen Apple-Technologie befasst, stößt oft auf komplizierte Fachbegriffe von AirDrop bis iOS. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Begriffe der Apple-Welt in einfachen Worten – inklusive praktischer Aussprachehilfen. Das iPhone-Lexikon kostenlos als PDF sichern

An den Finanzmärkten wurde die Nachricht über die Gemini-Integration eher zurückhaltend aufgenommen. Die Apple-Aktie verzeichnete am Mittwoch nach Börsenschluss einen leichten Rückgang um 0,2 Prozent. Dennoch blickt das Unternehmen auf eine solide Performance im bisherigen Kalenderjahr zurück; im Jahresverlauf verzeichnet das Papier ein Plus von elf Prozent. Branchenkenner werten den geplanten Deal mit Google als strategischen Schritt, um im Wettbewerb um generative Künstliche Intelligenz den Anschluss an die Marktführer nicht zu verlieren.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69943159 |