Siri-Umbau, WWDC

Siri-Umbau zur WWDC: Apple stellt eigenstÀndige KI-App vor

28.05.2026 - 07:30:27 | boerse-global.de

Apple kĂŒndigt auf der WWDC 2026 eine grundlegende Siri-Neugestaltung an. Die Sprachassistentin wird zur Chatbot-App mit Google-KI und Screen Awareness.

Siri-Umbau zur WWDC: Apple stellt eigenstĂ€ndige KI-App vor - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Siri-Umbau zur WWDC: Apple stellt eigenstĂ€ndige KI-App vor - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der Startschuss fÀllt am 8. Juni.

Siri wird zur eigenstÀndigen App

Das HerzstĂŒck der Neuerung ist eine separate Siri-Anwendung, die sowohl Text- als auch Spracheingabe unterstĂŒtzt. Anders als bisher soll Siri kĂŒnftig wie ein Chatbot funktionieren – angetrieben von generativer kĂŒnstlicher Intelligenz.

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Das visuelle Design fÀllt bewusst auffÀllig aus: Ein permanentes dunkles Farbschema in Gold, Blau, Pink und Orange bleibt unabhÀngig vom systemweiten Hell- oder Dunkelmodus bestehen. Die Inspiration stammt vom Look der WWDC 2026.

Nutzer sehen kĂŒnftig ein Eingabefeld mit der Aufforderung „Suchen oder Fragen", einen blinkenden Cursor und eine Animation im Dynamic Island. Durchsuchbare GesprĂ€chsverlĂ€ufe und halbtransparente Ergebnispanels runden das Interface ab. Die Datenverwaltung lĂ€sst sich flexibel einstellen – von automatischer Löschung nach 30 Tagen bis zur unbegrenzten Speicherung.

Google Gemini als KI-Motor

Interne Tests hatten gezeigt: Apples eigene KI-Modelle reichten fĂŒr die geplanten Funktionen nicht aus. Deshalb hat der Konzern einen Lizenzvertrag mit Google geschlossen. Branchenkreisen zufolge kommt ein maßgeschneidertes Modell mit 1,2 Billionen Parametern zum Einsatz. Die Kosten: rund eine Milliarde Euro jĂ€hrlich.

Die neue Siri soll deutlich besser verstehen, was der Nutzer gerade tut – Stichwort „Screen Awareness". Sie erfasst den Bildschirminhalt und fĂŒhrt komplexe Aufgaben ĂŒber mehrere Schritte hinweg aus. Die Verarbeitung lĂ€uft ĂŒber Apples Private Cloud Compute, also in der firmeneigenen Cloud-Infrastruktur.

Allerdings: Die KI-Funktionen benötigen mindestens 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das schrÀnkt die KompatibilitÀt auf das iPhone 15 Pro und neuere Modelle ein.

Drittanbieter-Chatbots und neue Werkzeuge

Mit iOS 27 fĂŒhrt Apple sogenannte Extensions ein. Nutzer können dann ChatGPT, Gemini oder Claude als Standard-Assistenten festlegen. Das ist ein Novum fĂŒr das bislang geschlossene Apple-Ökosystem.

Daneben bringt das Update zahlreiche KI-gestĂŒtzte Funktionen:

  • Kommunikation: Verbesserte GrammatikprĂŒfung, intelligentere Autokorrektur, höhere QualitĂ€t bei Genmoji und Image Playground
  • Navigation & Medien: Satellitenbasierte Apple Maps, ĂŒberarbeitetes AirPods-MenĂŒ, Google Cast als Standard-Streamingprotokoll – zunĂ€chst wohl in der EU
  • Alltag: KI-Bildbearbeitung, automatische Safari-Tab-Gruppen, KI-Gesundheitsassistent, Wallet-PĂ€sse direkt aus digitalen Tickets

Zeitplan und rechtlicher Hintergrund

Die öffentliche Version von iOS 27 erscheint voraussichtlich im September 2026. Die erste Entwickler-Beta soll direkt nach der WWDC-Keynote am 8. Juni bereitstehen, eine öffentliche Beta folgt im Juli.

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Parallel dazu veröffentlichte Apple am 26. Mai die erste Beta von iOS 26.6 – der letzten Version vor dem großen Sprung. Sie bringt vor allem StabilitĂ€tsverbesserungen, etwa eine Benachrichtigung bei 20.000 gesperrten Kontakten und einen 120-Hertz-Safari-Modus.

Der große Siri-Umbau kommt nicht zufĂ€llig: Anfang des Jahres einigte sich Apple in einem Rechtsstreit um angeblich verspĂ€tete Siri-Funktionen auf einen Vergleich ĂŒber umgerechnet rund 230 Millionen Euro. Betroffene iPhone-Nutzer in den USA können mit Zahlungen zwischen 23 und 87 Euro rechnen.

Die WWDC 2026 lĂ€uft vom 8. bis 12. Juni. Ob die neue Siri hĂ€lt, was die AnkĂŒndigungen versprechen, wird sich dann zeigen.

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