Slush-Eis-Warnung, BfR

Slush-Eis-Warnung: BfR warnt vor Glycerin-Gehalt bei Kindern

29.06.2026 - 17:09:45 | boerse-global.de

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Glycerin in Slush-Eis. Schon geringe Mengen können bei Kindern zu Vergiftungserscheinungen führen.

BfR warnt: Glycerin in Slush-Eis gefährdet Kinder
Slush-Eis-Warnung - Ein Kind hält ein buntes Slush-Eisgetränk in der Hand, mit sichtbaren Eiskristallen. Der Hintergrund ist unscharf. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Besonders Kinder sind gefährdet.

Ab 250 Milligramm pro Kilo wird es kritisch

Der Stoff (E 422) kann bei Kindern Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen. Auch Durchfall und Benommenheit sind mögliche Folgen. Glycerin wird in der Lebensmittelindustrie häufig als Feuchthaltemittel oder zur Konsistenzoptimierung eingesetzt.

Die kritische Schwelle liegt bei 250 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Ein Rechenbeispiel des BfR macht das deutlich: Bei einem fünfjährigen Kind mit 20 Kilogramm Körpergewicht reichen knapp 200 Milliliter Slush-Eis mit mittlerem Glycerin-Gehalt aus, um diesen Wert zu erreichen. Weil Kinder ein geringeres Körpergewicht haben, gelten sie als besonders gefährdet.

Keine gesetzlichen Höchstmengen für Hersteller

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Das BfR warnt: Glycerin in Slush-Eis kann bei Kindern Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen. Mit dem kostenlosen Sicherheits-Check erfahren Sie, ab welcher Menge es kritisch wird und welche Alternativen es gibt. Kein medizinischer Test, keine Diagnose. Sicherheits-Check per E-Mail anfordern

Ein zentrales Problem: Es gibt keine gesetzlichen Grenzwerte für Glycerin in diesem Produktsegment. Der Gehalt variiert stark je nach Anbieter und Rezeptur. Verbraucher können die tatsächliche Aufnahme kaum kontrollieren.

Die Verbraucherzentrale Bayern rät Eltern zur Vorsicht. Sie empfiehlt, entweder auf Slush-Eis zu verzichten oder gezielt beim Verkaufspersonal nach dem Glyceringehalt zu fragen. Eine Alternative: Die Stiftung Warentest verweist auf selbstgemachte Granita. So behalten Verbraucher die Kontrolle über die Inhaltsstoffe.

Hitzewelle treibt Nachfrage nach Kühlgetränken

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Die Warnung kommt mitten in einer extremen Hitzewelle. In weiten Teilen Deutschlands wurden Temperaturen von bis zu 40 Grad gemessen. In Berlin-Tempelhof wurde am vergangenen Samstag ein Rekordwert von 39,9 Grad verzeichnet.

Die Hitze hat die Nachfrage nach gekühlten Produkten massiv gesteigert. Gleichzeitig führte sie zu einer erhöhten Belastung der Rettungskräfte und zu vielen hitzebedingten Notfällen. Die Warnung des BfR unterstreicht die Relevanz einer sicheren Versorgung mit unbedenklichen Erfrischungsmitteln.

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