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Smart Glasses in BĂ€dern: Potsdam verbietet Brillen mit Kamera

30.06.2026 - 17:19:25 | boerse-global.de

Immer mehr deutsche BĂ€der verbieten Datenbrillen wegen Aufnahmefunktionen. Ein neues Modell mit Daueraufzeichnung sorgt fĂŒr zusĂ€tzliche Diskussionen.

Smart Glasses in FreibÀdern: Neue Verbote zum Schutz der PrivatsphÀre
Smart - Eine Hand hĂ€lt eine Smart Glass mit sichtbarer Kamera vor dem unscharfen Hintergrund eines öffentlichen Schwimmbades. 30.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die intelligenten Brillen mit integrierten Kameras und Aufnahmefunktionen werden zunehmend zur Gefahr fĂŒr die PrivatsphĂ€re der BadegĂ€ste. Die neuen Verbote sollen heimliche Bild- und Videoaufnahmen unterbinden.

Potsdam und Baden-WĂŒrttemberg ziehen Konsequenzen

In Potsdam stehen Smart Glasses jetzt explizit auf der Verbotsliste der Badeordnung. Auch Baden-WĂŒrttemberg bereitet eine entsprechende Anpassung der Regeln vor. Die Betreiber argumentieren: Die GerĂ€te sind fĂŒr Außenstehende kaum als AufnahmegerĂ€te zu erkennen.

Berliner BĂ€der verzichten vorerst auf spezifische neue Regeln. Die Berliner BĂ€derbetriebe verweisen auf ihr generelles Foto- und Filmverbot, das auch moderne Technik abdeckt. Dennoch behalten die Verantwortlichen die technologische Entwicklung im Auge.

„MemoMind One“ sorgt fĂŒr Diskussionen

Auslöser der Debatte ist der Marktstart neuer Modelle mit erweiterten Funktionen. Ende Juni startete eine Crowdfunding-Kampagne fĂŒr die Smart Glasses „MemoMind One“. Das GerĂ€t wiegt 46 Gramm, hat ein integriertes Waveguide-Display und hĂ€lt bis zu 16 Stunden durch.

Besonders die Funktion „Memo Moments“ sorgt fĂŒr Kritik von DatenschĂŒtzern. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Audioaufzeichnung – die Daten landen zur Verarbeitung in der Cloud. Branchenexperten warnen: In mehreren US-Bundesstaaten wĂŒrde diese Funktion gegen Gesetze verstoßen, die die Zustimmung aller Beteiligten bei Aufnahmen vorschreiben. Zudem steht das Unternehmen unter dem Einfluss chinesischer Sicherheitsgesetze. Was mit den Daten passiert, bleibt unklar.

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KI gegen Ertrinken – Pilotprojekt in Berlin

WĂ€hrend AufnahmegerĂ€te eingeschrĂ€nkt werden, setzen Badbetreiber zunehmend auf andere Technologien. In Berlin planen die BĂ€derbetriebe ein Pilotprojekt zur Ertrinkungserkennung per KĂŒnstlicher Intelligenz. Kameras analysieren Bewegungen im Wasser und schlagen bei Gefahr Alarm. Ähnliche Systeme testen bereits mehrere Betreiber in Nord- und SĂŒddeutschland.

Die Notwendigkeit effizienter Sicherheitskonzepte zeigte sich am vergangenen Wochenende. Bei fast 40 Grad Celsius verzeichneten allein die 15 Berliner FreibĂ€der 120.159 Besucher. Das Prinzenbad und das Strandbad Wannsee zĂ€hlten jeweils ĂŒber 16.000 GĂ€ste. Trotz vereinzelter Einlassstopps verlief der Betrieb weitgehend friedlich.

Strengere Regeln nach ZwischenfÀllen

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Andernorts verschĂ€rften Betreiber die Zugangsregeln nach VorfĂ€llen. Im Duisburger Freibad Kruppsee gelten nach Unruhen am 20. Juni neue Bestimmungen: Kinder bis 14 Jahre brauchen eine Begleitung, Jugendliche bis 17 Jahre mĂŒssen Ausweis und EinverstĂ€ndniserklĂ€rung der Eltern vorlegen.

Die Hitzewelle belastet zudem die Wasserversorgung. In GlashĂŒtten im Taunus musste ein Freibad Ende Juni vorĂŒbergehend schließen – der Wasserverbrauch pro Person war drastisch gestiegen, die lokale Versorgung hatte PrioritĂ€t. Die Wiedereröffnung ist fĂŒr Anfang Juli geplant.

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